02. Juni 2017, 22:09 Uhr

Basketball / BBL-Finale

Oldenburg klarer Außenseiter trotz Halbfinal-Coup

02. Juni 2017, 22:09 Uhr
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Von DPA

Kuh-Schau statt Basketball-Show: Der Einzug ins Finale gegen Titelverteidiger Brose Bamberg hat die EWE Baskets Oldenburg selbst überrascht. Sollte es zu einem vierten Endspiel um den Meistertitel kommen, müsste das Team um den gefeierten Halbfinal-Helden Rickey Paulding nach Bremen ausweichen – kurioser Grund: Eine langfristig geplante Rindermesse in der heimischen Arena.

Für den großen Außenseiter wäre es schon ein Erfolg, sollte die Partie am 14. Juni überhaupt nötig werden – dann hätten die Baskets nach dem ersten Spiel am Sonntag (15.00 Uhr) den schnellen 0:3-Final-K.o. verhindert. »Bamberg hat eine großartige Mannschaft. Wir müssen einfach so spielen, wie wir die ganzen Playoffs über gespielt haben«, sagte der 34 Jahre alte Paulding nach dem 78:75 zum entscheidenden 3:2 im Halbfinale über Hauptrundenmeister ratiopharm Ulm.

Dank einer weiteren Energieleistung und ihres erneut überragenden Anführers zogen die Niedersachsen zum dritten Mal ins Endspiel ein – und waren überwältigt. »Vor ein paar Wochen wussten wir nicht mal, ob wir in die Playoffs kommen, und jetzt spielen wir in den Finals – unglaublich«, sagte Center Brian Qvale. »Ich erwarte, dass es zur Sache geht, weil sich Bamberg nach der schnellen Serie ausruhen konnte.«

Die Franken zeigten zuletzt beim 3:0 über den FC Bayern ihre Klasse, dürfen deshalb seit vergangenem Sonntag durchschnaufen und sind sich ihrer Rolle bewusst. »Während des Viertelfinals habe ich gesagt, dass es keine Favoriten mehr gibt, weil alle mal gestrauchelt sind«, erklärte Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer. »Aber wir haben jetzt schon ein bisschen Rückenwind.« Sechs nationale Titel sicherte sich der Branchenkrösus in den vergangenen sieben Jahren. In der regulären Saison setzte sich das Team von Trainer Andrea Trinchieri ebenfalls in beiden Duellen mit Oldenburg durch. Der italienische Coach sieht seine Mannschaft aber nicht mehr als Dominator. »Ich sage zu meinen Spielern immer: Es gewinnt das Team, das bereit ist, zu leiden«, formulierte Trinchieri vielsagend.



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