15. Oktober 2020, 22:36 Uhr

Ohne Kneer und Zörb

15. Oktober 2020, 22:36 Uhr
JSA
Noch immer kein Faktor für den TV Hüttenbeg: Der verletzte Neuzugang Stefan Kneer. FOTO: RAS

TV 05/07 Hüttenberg


Mit der SG BBM Bietigheim empfängt der TV 05/07 Hüttenberg am Samstagabend um 19:30 Uhr einen der Aufstiegsfavoriten der 2. Handball-Bundesliga. In die 800 Zuschauer in der Rittal-Arena Wetzlar setzt TVH-Trainer Frederick Griesbach große Hoffnung. »Wir sind froh, endlich wieder Zuschauer und die Unterstützung von den Rängen zu haben«, weiß er um die emotionale Bedeutung der Unterstützung, »wir wollen über den Kampf und die Leidenschaft die Leute mitreißen und mit ihnen eine Einheit bilden.«

Sollte die Inzidenzzahl des Lahn-Dill-Kreises nicht spontan in die Höhe schnellen und doch noch ein Geisterspiel verursachen, soll so der große Favorit geärgert werden. Sein Trainerkollege Hannes Jón Jónsson auf Bietigheimer Seite freut sich ebenfalls auf die Zuschauerkulisse, schränkt aber ein: »Ich empfinde das als sehr positiv und freue mich darauf, vor Zuschauern zu spielen, das ist einfach was anderes als in vielen Spielen bisher. Nichtsdestotrotz wollen wir gegen die besondere Aufgabe der 3:2:1-Deckung Hüttenbergs bestehen.«

Sein Team absolvierte am vergangenen Wochenende die erste Partie der Saison und unterlag dabei zu Hause dem TSV Bayer Dormagen mit 25:26. Ein Saisonstart, den man sich bei den Baden-Württembergern definitiv anders vorgestellt hatte, gilt die SG doch bei vielen als klarer Aufstiegsfavorit. Prominentester Abgang Bietigheims nach seiner Vertragsauflösung ist sicherlich Michael »Mimi« Kraus, der sich anderen beruflichen Herausforderungen widmet. Als Ersatz holten die Verantwortlichen den Deutsch-Franzosen Paco Barthe vom spanischen Erstligisten Bidasoa Irun und vor wenigen Wochen kurzfristig Wilhelmshavens Juan de la Pena. Viele Spieler aus dem aktuellen Kader waren bereits Teil der Erstliga-Mannschaft 2018/19, allen voran das Urgestein am Kreis, Patrick Rentschler.

TVH-Coach Griesbach weiß um die hohe Qualität des Gegners: »Mit Chris Schäfer haben sie auf Außen einen Spieler, der in einem schlechten Spiel mal eben sechs von acht Würfen trifft. Ein extrem hohes Niveau im Kader, was die Rollen, denke ich, klar verteilt.«

Die Hüttenberger mussten Anfang der Woche wegen des U 21-Lehrgangs auf Nationalspieler Ian Weber und Merlin Fuß verzichten, der am Dienstag das Training abbrechen musste und dessen Einsatz noch ungewiss ist. Nach der Niederlage in Würzburg vergangenes Wochenende wird und muss der TVH-Fokus im Duell auf der Verminderung der technischen Fehler liegen. »Auch wenn das Ergebnis aus Rimpar das nicht widerspiegelt, gab es gute Akzente und Aktionen. Daran gilt es weiterzuarbeiten und Entwicklungsschritte zu gehen. Das Ziel ist es, immer wieder Nadelstiche zu setzen und uns damit mehr zu pushen.« Währenddessen warten in der Deckung gleich eine Vielzahl an Aufgaben auf die junge Hüttenberger Truppe gegen teils erfahrene Bundesliga-Akteure.

Hannes Jón Jónsson hat, trotz der Ausgangslage auf dem Papier, großen Respekt vor Hüttenberg. »Es ist ein interessanter, junger Kader. Für Schreiber als Dreh- und Angelpunkt im Zusammenspiel mit dem Kreis oder auch Dieudonne Mubenzem, der uns vergangene Saison enorme Probleme bereitete, werden wir defensive Lösungen brauchen.« Es wird den Mittelhessen aber alles abverlangen, um die Überraschung am Samstagabend zu schaffen. Die anstehende englische Woche mit dem Spiel beim VfL Gummersbach am Mittwoch soll am Samstag noch keine Rolle in den Köpfen spielen. Dabei fehlen werden weiterhin die beiden Kapitäne Moritz Zörb und Stefan Kneer.

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