13. Oktober 2017, 17:24 Uhr

Özen vs. Parson – Duell der Ex-Teamkollegen

13. Oktober 2017, 17:24 Uhr
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Von Peter Froese
Ürkan Özen trifft mit seinem VfB 1900 Gießen am Sonntag im Derby auf seinen früheren Teamkollegen Gino Parson und dessen SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II. (fro)

In der Fußball-Gruppenliga kommt es an diesem Wochenende zu drei direkten Duellen mit heimischen Vereinen. Im Nachbarschaftsduell empfängt der VfB 1900 Gießen die Hessenliga-Reserve des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, und die TSG Wieseck und die TSF Heuchelheim stehen sich in einem weiteren Gießener Sportkreis-Derby gegenüber. Die Spvgg. Leusel haben die Hessenliga-Reserve des SC Waldgirmes zu Gast, während der FC Cleeberg im Wetzlarer Sportkreis-Duell bei der SG Waldsolms vorstellig wird.

VfB 1900 Gießen – SC Teutonia Watzenborn-Steinberg II (Sonntag, 15 Uhr): Der VfB 1900 sorgte am vergangenen Wochenende mit einem 2:1-Erfolg beim FSV Schröck für Furore. Damit trug die Elf von Trainer Günter Stiebig ihren Teil zur Entlassung von Thomas Brunet bei, der bei dem Marburger Sportkreisvertreter nach einer Serie von vier Spielen ohne Sieg in die Kritik geraten war (diese Zeitung berichtete). Trotz des dritten Saisonerfolgs belegt der Verbandsliga-Absteiger weiterhin einen Abstiegsplatz und ist im Derby erneut in der Pflicht, zu punkten. Nachdem mit Panagiotis Apostolou in den letzten drei Spielen ein Feldspieler den VfB-1900-Kasten hüten musste, hat sich die Torhüterfrage mittlerweile geklärt. »Mit Ruben Fernandez Alvarez, der schon bei der TSG Wieseck und beim MTV 1846 Gießen im Einsatz war, haben wir einen Keeper verpflichtet, der sofort spielberechtigt ist. Zudem hat Fabrizio Bopp das Training wieder aufgenommen«, zeigt sich Stiebig erleichtert, dass Apostolou nun wieder in die Innenverteidigung zurückkehrt. Hier fehlen mit Markus Dursun und Andreas Proske (beide verletzt) zwei wichtige Kräfte. Zudem steht Mohammed Dalkilic aufgrund eines Trauerfalls nicht zur Verfügung. Der Einsatz von Robin Siozius (Schulterprobleme) ist fraglich. Sidone Beyene und Izzet Kol kehren zurück.

Durch die 1:3-Niederlage gegen die SG Waldsolms verpasste die Teutonia den Sprung nach oben. »Vorne nutzen wir unsere Chancen nicht, und hinten bekommen wir zu leichte Gegentore«, lauteten in den letzten Wochen die gebetsmühlenhaften Erklärungsversuche von Sebastian Bruns. »Die Tabelle belegt, dass wir derzeit vom Anspruch, eine Spitzenelf zu sein, ein ganzes Stück entfernt sind. Wir verfallen nicht in Stress, müssen aber konstatieren, dass wir bislang zu viele Punkte liegen gelassen haben«, findet der SC-Trainer deutliche Worte. Bruns warnt davor, den VfB 1900 auf die leichte Schulter zu nehmen. »In einem Derby spielen sowieso alle anderen Gesetzmäßigkeiten, die im Fußball vorhanden sind, eine untergeordnete Rolle«, meint Bruns. Der SC-Trainer muss auf Dennis Schlecht (Muskelfaserriss) verzichten. Der Einsatz von Andreas Wiertelorz (krank) und Patrick Neubert (muskuläre Probleme) ist offen. Der zuletzt geschonte Moritz Schmandt sowie Gino Parson, der gegen Waldsolms erstmals wieder nach seinem Rücktritt als Hessenliga-Trainer zum Einsatz kam, stehen im Kader.

Höfer wünscht sich Lauf

TSG Wieseck – TSF Heuchelheim (Sonntag, 15.15 Uhr): »Wir brauchen wieder einen Lauf, denn nur für das Lob, ein gutes Spiel gemacht zu haben, können wir uns nichts kaufen«, sagt Benjamin Höfer nach den zuletzt beiden Niederlagen. Der TSG-Trainer erwartet einen mit Rückenwind anreisenden Gegner, der seit Jahren taktisch gut aufgestellt ist. »Mit Tobias Schmitt, Nicklas Mattig, Kai-Uwe Siering und Andreas Klan besitzen die TSF eine Reihe von Spielern, die am Ende den Unterschied ausmachen können. Wir müssen dieser individuellen Stärke des Gegners mit einer mannschaftlichen Geschlossenheit begegnen. Der TSG-Trainer muss auf Mickael Abraham, Andrew Iyasere, Thil Iyasere, Timo Schmidt und Dario Vinetic (alle verletzt) verzichten. Johannes Alber und Nick Reuschling stoßen wieder dazu. Der Einsatz von Trimor Berisha ist fraglich. A-Jugend-Spieler Henrik Bluhm wird dauerhaft bei den Aktiven spielen. Mit Enes Düzenli, der seine fußballerischen Wurzeln bei den Spfr. Siegen und in Erndtebrück hat, schließt sich ein Student den Gießener Vorstädtern an. Inwieweit er einsetzbar sein wird, hängt von der Spielberechtigung ab.

Durch die beiden Siege gegen Eintracht Wetzlar (7:0) und den TSV Röddenau (4:1) konnten sich die TSF etwas von der Abstiegszone absetzen. »Diese beiden Erfolge geben die Richtung vor, in die wir uns bewegen wollen. Wir konnten uns spielerisch verbessern und müssen weiter punkten, um den Anschluss an das Mittelfeld zu halten«, fordert Patrick Schreiter. »Die TSG hat sich stark verändert und spielt bislang eine solide Runde. Vor allem in der Defensive lassen sie wenig zu, so dass wir mit unseren Chancen verantwortungsvoll umgehen müssen«, so Schreiter. Der TSF-Trainer muss auf David Lautaro Tejerina, Tim Kreiling (beide privat verhindert), Kevin Kaus, Sebastian Auriga, Nico Lotz, Oktay Siakiroglu, Daniel Mengeler, Eike Berghaus, Jan Niklas Kolb und Steven Rumpf (alle verletzt) verzichten. Der Einsatz von Moritz Pfeiff, Kai Knapp und Christian Wagner ist fraglich.

Schäfer setzt auf Nadelstiche

SG Waldsolms – FC Cleeberg (Sonntag, 16.15 Uhr, in Kraftsolms): In Kraftsolms wird sich die Elf von FC-Trainer Daniel Schäfer gegen den aktuellen Tabellendritten in einem Derby messen. »Der Erfolg der SG ist für mich nicht überraschend. Sie ernten nun die Früchte ihrer in den letzten Jahren gemachten Arbeit. Dabei wurde die Elf der SG kontinuierlich mit jungen Spielern verstärkt, ohne dass man dabei große finanzielle Sprünge gemacht hat. Dies ist ein guter Weg, auf den sich wieder mehr Vereine besinnen sollten«, sagt Schäfer. Der FC-Trainer hat erneut den Ausfall von Peter Flink (Hand-OP), Henrik Keller (Auslandsstudium), Marvin Garth, Johannes Kaiser, Patrice Krämer, Pascal Kühn, Yannick Lehr, Dominik Schmidt, Moritz Luca Schmidt, Dominik Trivilino und Daniel Wiesenfeller (alle verletzt) zu beklagen. »Wir werden erneut tief stehen und versuchen, mit schnellen Vorstößen Nadelstiche zu setzen«, erläutert Schäfer seine Taktik.

Spvgg. Leusel – SC Waldgirmes II (Sonntag, 15 Uhr): Durch die 0:2-Niederlage in Burgsolms versäumte es die Elf von Trainer Ertac Caliskan, die zuvor errungenen vier Punkte in der englischen Woche zu vergolden. »Wir sind zwar immer noch im Soll, müssen nun aber punkten, um den Anschluss nicht zu verlieren«, mahnt Caliskan. Der Spvgg.-Trainer warnt vor allem vor der Offensivpower des SCW. »34 Tore und der fünfte Tabellenplatz sprechen für den Gegner. Wir wollen aber zuerst auf uns schauen und unsere Heimstärke in die Waagschale werfen«, wünscht sich Caliskan. Die Grün-Weißen können mit René Brenneis und dem aus dem Urlaub zurückgekehrten Felix Dickhaut wieder auf zwei Stammkräfte zurückgreifen. Tobias Kubinetz (Studium in Stuttgart), Tobias Massanetz, René Körner und Claudio Pinheiro da Cruz (alle verletzt) fehlen.

Bislang hat es die Elf von Spielertrainer Mario Schappert noch nicht geschafft, zwei Spiele in Folge zu gewinnen. »Dies ist bislang eine schöne Achterbahnfahrt, bei der es nur logisch wäre, wenn wir in Leusel gewinnen würden«, war selbst Schappert von dieser Statistik überrascht. »Wir müssen an unserer Konstanz arbeiten, denn nur mit einer Serie kannst du richtig Boden gutmachen. In Leusel erwartet uns wieder ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen, wie zuletzt in Oberkleen gezeigt, dagegenhalten«, fordert Schappert Grundtugenden wie Laufbereitschaft und Zweikampfstärke ein. Marvin Jung, Mert Ciraci und Spielertrainer Mario Schappert stehen wieder zur Verfügung. Jannis Holz (krank), Leon van Moll und Lars Zamutek (beide verletzt) fehlen.



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