23. November 2019, 16:00 Uhr

Basketball

Novum: An einem Tag zwei Derbys zwischen den Clubs aus Krofdorf und Grünberg

Vier Frauen-Mannschaften aus zwei Vereinen, die sich an einem Tag in zwei Derbys gegenüberstehen. Am Sonntag kommt es zu dieser äußerst seltenen Konstellation.
23. November 2019, 16:00 Uhr
Krofdorfs Spielmacherin Susanne Seel (r.) freut sich auf den besonderen Derby-Sonntag mit den Grünberger Basketballerinnen. Foto: Friedrich

In der heimischen Basketball-Szene kann sich niemand erinnern, dass es das in der mittelhessischen Region schon einmal gegeben hätte. Wir haben bei den Protagonisten nachgefragt.

Sowohl die beiden Zweitliga-Teams als auch die zweiten Vertretungen von Krofdorf-Gleiberg und Grünberg, die in der Oberliga spielen, haben in der laufenden Saison ihre Hinrunden-Lokalduelle.

Zunächst geht es am Sonntag um 13 Uhr in der Turnhalle der Grünberger Theo-Koch-Schule um Zähler für die Tabelle in Hessens höchster Spielklasse. Der Sieger wird weiter ungeschlagen sein, der Verlierer steckt die erste Niederlage der laufenden Runde ein, was vielleicht schon eine Vorentscheidung im Rennen um die Meisterschaft sein könnte. Im Anschluss wird sich ein Tross auf den Weg in die Krofdorf-Gleiberger Eduard-David-Halle machen, wenn dort ab 16.30 Uhr die Knights die Bender Baskets Grünberg erwarten. Die Wettenbergerinnen wollen bei ihrem ersten Heimspiel ihr Konto ausgleichen, Grünberg seine positive Bilanz ausbauen und im Ranking oben dabei bleiben. Drei Akteurinnen, die am Wochenende mitten im Geschehen sind und beide Seiten kennen, erzählen, was sie erwarten.

Die gerade noch 39-jährige Melanie Erb ist seit 2013 für den TSV Grünberg II aktiv. Davor ging die Centerin drei Jahre lang für Krofdorf-Gleiberg auf Korbjagd, zwei in der Regionalliga und eins in der zweiten Liga. Mit Grünberg gewann sie in Krofdorf-Gleiberg 2018 das entscheidende Landesliga-Derby und kann seitdem mit den Gallusstädterinnen in der Oberliga antreten. »Das ist witzig, dass die Derbys an einem Tag sind. Es ist eine besondere Konstellation. Ich erwarte bei uns ein enges und umkämpftes Spiel. Ein Favorit ist nicht zu benennen. Beide Teams haben bis jetzt alles gewonnen. Es ist eine interessante Standortbestimmung. Ich wünsche mir, dass es keine Verletzungen gibt, tolle Spiele für die Zuschauer und dass beide Grünberger Mannschaften gewinnen. Das wäre optimal. Nach unserem Spiel möchte ich schon versuchen, nach Krofdorf zu fahren.«

Pointguard Susanne Seel lief in Grünberg für das damalige wNBL-Team Mittelhessen auf und kam auch zu Einsätzen in der zweiten Bundesliga. Nach einer basketballerischen Auszeit schloss sich die 21-jährige Lehramts-Studentin den Krofdorferinnen an und spielt für sie in der zweiten Liga. »Mit dem Derby verbinde ich eine volle Halle, geile Stimmung, 100 Prozent Einsatz und Emotionen pur. Derbys sind einfach was Besonderes, unabhängig davon, für welches Team ich auflaufe beziehungsweise aufgelaufen bin. Ich feue mich auf die gesamte gegnerische Mannschaft. Grünberg hat nämlich viele neue Spielerinnen, die ich noch nicht kenne. Mein Wunsch ist natürlich, zu siegen und den Fans Lust auf mehr zu machen. Dass die Oberliga-Mannschaften vorher auch ein Derby haben, ist bei uns kein Thema. Wir konzentrieren uns ausschließlich auf unser Spiel, würden uns aber freuen, wenn unsere Oberliga-Mannschaft mit einem Sieg zurückkommt.«

Die dritte im Bunde ist die 19-jährige Lotte Seegräber. Sie befindet sich in der Ausbildung zur Physiotherapeutin. Als sogenannte Doppellizenzlerin möchte sie am Sonntag nach vierwöchiger Verletzungspause zweimal spielen. Der Pointguard gehört zur Krofdorf-Gleiberger Oberligamannschaft und auch zum Zweitliga-Team der Gallusstädterinnen. »Zwei Derbys an einem Tag. Das ist eine besondere Situation. Bei Derbys ist man immer noch ein bisschen aufgeregter. Ich möchte nach meiner Verletzung sozusagen mein Comeback geben und wünsche mir an erster Stelle, verletzungsfrei durchzukommen. An zwei Orten habe ich zwei Heimspiele hintereinander. Mit der Krofdorfer Oberliga-Mannschaft treffe ich auf einige Grünbergerinnen, mit denen ich hinterher zusammen auch noch für die Bender Baskets in der zweiten Liga spiele. Wenn möglich, möchte ich beide Spiele gewinnen und hoffe, dass die Teams ihre besten Leistungen abrufen. Die kleine Halle in Grünberg wird bestimmt voll und von da kommen sicher viele Fans mit nach Krofdorf. Es gibt hoffentlich spannende Spiele und überall eine tolle Atmosphäre.«

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