22. März 2019, 16:20 Uhr

Handball

Noch nicht aus dem Schneider

In der Handball-Oberliga der Männer will die HSG Pohlheim gegen RW Babenhausen am 22. Spieltag einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen.
22. März 2019, 16:20 Uhr
Trainer Jens Dapper und die HSG Pohlheim möchten gegen RW Babenhausen den nächsten Oberliga-Sieg bejubeln. (Foto: ras)

Spieltag 22 in der Handball-Oberliga, der mit der Partie am heutigen Freitag zwischen der HSG Kleinheim-Langgöns und der TSG Münster eröffnet wird. In dieser Partie geht es für die Gastgeber darum, den Anschluss an die Führenden einigermaßen aufrechtzuerhalten. Der Rückstand zu Spitzenreiter TV Kirchzell ist auf fünf Minuspunkte angewachsen. Vor einer extrem schweren Aufgabe steht Schlusslicht TV Hüttenberg U 23. Der Tabellenletzte, der wohl nicht mehr zu retten sein dürfte, ist am Samstag beim Spitzenreiter TV Kirchzell zu Gast. Mit dem Sieg in Babenhausen knüpfte die HSG Wettenberg an die vorangegangen guten Leistungen an. 8:2 Punkte holte die Mannschaft aus den letzten fünf Spielen. Nun kommt mit TuS Dotzheim die Vertretung nach Launsbach, die am vergangenen Wochenende den Spitzenreiter stürzte. Auch die HSG Pohlheim genießt Heimrecht. Ebenfalls am Samstag treffen die Schützlinge von Jens Dapper auf Rot-Weiß Babenhausen. Wie Wettenberg fuhren die Pohlheimer zuletzt 8:2 Punkte ein. Dennoch befindet sich die HSG von der Abstiegszone nicht allzu weit entfernt. Dass bedeutet: Es muss weiter gepunktet werden, egal gegen wen.

HSG Kleenheim-Langgöns – TSG Münster (Fr., 20 Uhr/Weidighalle Oberkleen): »Bei uns ist die Personalsituation leider immer noch schwierig«, muss Matthias Wendlandt vor dem Spiel heute Abend einräumen. Der Kleenheimer Trainer sieht dieser Partie mit gemischten Gefühlen entgegen. »Mit Münster erwartet uns die nächste Mannschaft, die in einer schwierigen Situation steckt«, warnt er seine Spieler. »Die TSG hat eine sehr starke Abwehr und ist kämpferisch sehr gut.« Allerdings: Die Angriffsleistung (13 Tore) der Kelkheimer am letzten Samstag gegen Kirchzell ist sicherlich kein Empfehlungsschreiben für die Partie heute. Aber auch die Gastgeber sind nicht frei von Sorgen: »Mit Jonas Friedrich, Joshua Planer, Max Leger und David Straßheim sind einige wichtige Spieler weiter angeschlagen und konnten schon in der letzten Woche kaum trainieren«, berichtet der Kleenheimer Coach. »Außerdem sind Micha Wiener und Jörg Müller weiter nicht dabei.«

HSG Wettenberg – TuS Dotzheim (Sa., 20 Uhr/Großsporthalle Launsbach): »Wir haben wieder einen Verletzungsrückschlag«, klagt Wettenbergs Trainer Axel Spandau. »Philipp Oyono fällt bis zum Rundenende aus. Er hat sich Sehnenriss im Ellenbogen zugezogen.« Die Wettenberger werden versuchen, auch diesen Ausfall mit den vorhandenen Spielern zu kompensieren, berichtet der Trainer. Mit Dotzheim kommt in der Einschätzung Spandaus die namentlich stärkste Oberliga-Mannschaft nach Launsbach, die mit der Empfehlung eines Sieges über den Tabellenführer anreist.

In der Einschätzung des Wettenberger Coachs sind Max Schubert und Marc Teuner bei den Wiesbadenern die »Torschützen vom Dienst«, und mit »Johannes Schumacher verfügt Dotzheim über einen spielstarken Linkshänder«. Doch Pessimismus hat offensichtlich keinen Platz in den Gedanken von Axel Spandau: »Wir wollen trotz der Verletzungsmisere unseren Flow nutzen, um unser Heimspiel positiv zu gestalten.«

TV Kirchzell – TV Hüttenberg U 23 (Sa., 19.30 Uhr/Parzivalsporthalle Amorbach): »Kirchzell ist die derzeit stärkste Mannschaft der Liga«, warnt TVH-Trainer Torsten Menges seine Spieler vor dem Auftritt in Unterfranken. Die Kirchzeller Deckung ist bärenstark, wie die lediglich 13 Gegentreffer in Münster verdeutlichen. Ausfallen wird beim TVH wohl Torben Werner, der im Spiel gegen Gensungen/Felsberg einen Schlag gegen den Hals erhalten und sich dabei eine Kehlkopfprellung zugezogen hat. Ob noch weitere Akteure nicht dabei sein können, wird sich kurzfristig entscheiden. Respekt hat der Hüttenberger Coach auch vor dem Kirchzeller Linksaußen Maximilian Gläser, der beim Sieg in Münster ein Drittel der Treffer seiner Mannschaft erzielt hat. Die Hüttenberger haben in dieser Partie die Chance zu zeigen, dass sie besser sind, als es ihre bisherige Ausbeute vermuten lässt.

HSG Pohlheim – Rot-Weiß Babenhausen (Sa., 20 Uhr/Sporthalle Holzheim): »Wir befinden uns noch im Abstiegskampf, daher wird es für uns extrem wichtig, das Heimspiel zu gewinnen«, richtet Pohlheims Trainer Jens Dapper einen Appell an die Mannschaft. Allerdings haben seine Schützlinge vor einer Woche in Groß-Umstadt »einen überzeugenden Auftritt« abgeliefert und zwei wichtige Punkte geholt. Und das ohne Max Rühl, der in dem Spiel mit dem Fuß umgeknickt ist und nach fünf Minuten mit einer Bänderverletzung ausscheiden musste. »Das hat die Mannschaft hervorragend kompensiert«, berichtete der HSG-Trainer. Und auf diese Kompensation setzt er auch morgen Abend, denn Rühl hat seine Verletzung noch nicht auskuriert und ist nicht dabei. Babenhausen, vor einer Woche noch so etwas wie die Mannschaft der Stunde in der Oberliga, kassierte gegen die HSG Wettenberg eine Heimniederlage. »Und wir wollen das den Wettenbergern nachmachen«, wünscht sich der Pohlheimer Trainer. Kann die Mannschaft wieder die Leistung vom letzten Wochenende abrufen, dann ist das kein unerfüllbarer Wunsch. Allerdings sind die Gäste keine Laufkundschaft, wie deren 15:1 Punkte vor dem Wettenberg-Spiel belegen.

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