21. März 2019, 15:55 Uhr

HSG Lumdatal

Nichts dem Zufall überlassen

Die HSG Lumdatal kehrt als Meister der Handball-Bezirksoberliga Männer in die Landesliga Mitte zurück und blickt bereits optimistisch auf die nächste Saison.
21. März 2019, 15:55 Uhr
HSG Lumdatal, Meister der Handball-Bezirksoberliga Männer und Wiederaufsteiger in die Landesliga Mitte mit (hintere Reihe, v. l.): Horst-Günter Schmandt (Trainer), Lars Schmidt, Marcel Köhler, Moritz-Luca Rein, Alexander von Bierbrauer, Max Kühn, Florian Kuhnhenne, Jonas Schlapp, Zdenko Kovac, Julian Henke und Daniel Bauer; mittlere Reihe hockend (v. l.): Sina Wallenfels und Simone Stroh (Physios); vordere Reihe hockend (v. l.): Philipp Stein, Michael Kern, Tim Marondel, Julian Schneider, Pascal Solbach, Janek Henke, Leon Christian Ziegler und Lorenz Heß. (Foto: ras/Rainer Schmidt)

Vom ersten Spieltag der Bezirksoberliga sind die Handballer der HSG Lumdatal ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. »Meister wird die HSG Lumdatal – und das verlustpunkfrei«, hatte Carsten Schäfer, Trainer des Ligarivalen HSG Hungen/Lich, vor Saison mutig prognostiziert. Ganz so deutlich wurde es dann nicht. Aber es war dennoch beeindruckend, wie die Mannschaft Woche für Woche ihre Qualität aufs Parkett bringen konnte. Bei zwei Minuspunkten ist der Vorsprung vor den Konkurrenten schon enorm. Fünf Spieltage vor Saisonende liegt die HSG zwölf Punkte vor der HSG Mörlen. Lumdatal ist also nicht mehr einzuholen.

Dabei ging es bereits seit Wochen nur noch darum, wann die HSG ihr Meisterstück macht. Nicht etwa, ob. Die Saison verlief allerdings nicht unbedingt reibungsfrei. So gab es einen Trainerwechsel gegen Mitte der Runde. Von Clemens Bukschat übernahm Horst Schmandt das Zepter. Zwei erfahrene Handballtrainer gaben in der Meistersaison die sportliche Richtung vor und sorgten dafür, dass es auch beim Wechsel keine Qualitätverluste gab.

»Die Mannschaft hat exzellente Einzelkönner«, lobt Schmandt die handballerischen Fertigkeiten seiner Spieler und nennt dabei stellvertretend Michael Kern, Max Kühn und Marcel Köhler. Gespielt wird mit einer 6:0-Deckung. Dabei kommt es den Lumdatalern zugute, dass sie mit Pascal Schneider und Julian Solbach über überdurchschnittliche Torhüter verfügen. Und dann gibt es noch etwas anderes, was die Mannschaft auszeichnet: »Jede Position ist doppelt besetzt«, berichtet Horst Schmandt, und das sogar nahezu gleichwertig: Von diesen Spielern ist der Coach der Lumdataler so überzeugt, dass er der »zweiten Mannschaft«, wenn es die gäbe, zutrauen würde, auch im oberen Drittel der Liga mitzuspielen.

Dass der Erfolg der HSG Lumdatal nicht in den Schoß gefallen ist, versteht sich von selbst. »Die Mannschaft ist sehr trainingsfleißig«, erzählt Schmandt. »Und wenn ein Spieler fehlt, dann hat das triftige Gründe.« Dann ist er beruflich eingespannt oder Ähnliches wichtig. Das hebt Schmandt ebenso hervor wie die Arbeit des Trainerstabes, dem neben »Co« Julian Henke noch Zdenko Kovacs als Torwarttrainer und Susanne Stroh als Athletiktrainerin angehören. Gerade der Athletiktrainerin ist zu verdanken, dass die Verletzungen von Spielern sehr selten sind. Und dann wurden durch den Trainer in der Bezirksoberliga alle bevorstehenden Gegner beobachtet. Nichts wurde dem Zufall überlassen.

Das gilt auch für die Mannschaft selbst, »die gut organisiert ist«, wie Schmandt betont. Alles ist geregelt durch die Spieler. Um Dinge wie Trikots waschen o. ä. kümmern sich die Akteure selbst. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sich viele Spieler schon sehr lange kennen. »In der Landesliga muss die Mannschaft aber noch eine Schippe drauflegen«, vermutet der Trainer, der erwartet, dass die neue Klasse noch stärker ist als in den vergangenen Jahren.

Wer allerdings in der kommenden Saison Trainer bei der HSG Lumdatal sein wird, ist noch offen. Der 59-jährige Horst Schmandt ist kurzfristig eingesprungen, die Zusammenarbeit mit der HSG Lumdatal ist bis zum 31. Mai befristet. Er selbst ist aber nicht abgeneigt, die Arbeit fortzusetzen. Eine Entscheidung der HSG-Leitung, wie es in der kommenden Saison weitergeht, ist aber noch nicht gefallen.

»Der Trainerwechsel war überhaupt kein Problem«, berichtet Eckhard Pfaff, Männerwart der HSG Lumdatal, der darüber hinaus erklärt, dass die Mannschaft die in sie gesetzten Erwartungen in sportlicher Hinsicht erfüllt habe. Nicht nur wegen der beeindruckenden Bilanz von 40:2 Punkten nach 21 Spielen und der Tatsache, dass die HSG Lumdatal in dieser Saison noch keinen Bezwinger gefunden hat. »Aber wir hatten einen kleinen Hänger gegen Buseck und in Münchholzhausen.« Allerdings konnte der neue Meister durch Treffer von Max Kühn bzw. Jonas Schlapp zum Teil in letzter Sekunde eine Niederlage verhindern. Auch das zeigt die Qualität der Mannschaft.

Dass die HSG Lumdatal auf soliden Füßen steht, wurde nicht erst bei der Jahreshauptversammlung im August letzten Jahres bekannt. Aber das kann nicht überraschen, denn getragen wird die Handballspielgemeinschaft von vier Traditionsvereinen – TV 05 Mainzlar, TSV Allendorf/Lda., TSV Nordeck-Winnen, TSV Londorf – die auf unterschiedliche Weise zum Erfolg der HSG und ihrer Mannschaften beitragen.

Auch die HSG-Handballfrauen sind in der Landesliga erfolgreich und verlustpunktfrei. Sie stehen gar vor dem Aufstieg in die Oberliga. Ein zweifacher Titelgewinn – das Jahr 2019 würde in der Geschichte der HSG Lumdatal einen ganz besonderen Platz einnehmen.

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