04. Juli 2020, 12:30 Uhr

Fußball

Neuorientierung beim FSV Fernwald

Die Wechselperiode I ist abgeschlossen. Fußball-Hessenligist FSV Fernwald stellt sich neu auf und verzeichnet 13 Zu- und elf Abgänge.
04. Juli 2020, 12:30 Uhr

Auch wenn der Spielbetrieb seit Mitte März coronabedingt zum Erliegen gekommen und die Saison 2019/2020 beim virtuellen Verbandstages Anfang Juni nunmehr offiziell für beendet erklärt wurde, waren die Vertreter der heimischen Vereine hinsichtlich der personellen Planungen für einen im September geplanten Start der kommenden Spielzeit in der Fußball-Hessenliga nicht untätig. Zum 30. Juni endete die Wechselfrist I, in der es zu vergleichsweise starken Bewegungen kam.

Eine personelle Neuorientierung hat man beim FSV Fernwald vorgenommen, der als Tabellenletzter der Hessenliga auf eine rabenschwarze Saison zurückblicken musste und nur dank der Aussetzung der Abstiegsregelung weiterhin in der höchsten Liga auf Landesebene an den Start gehen kann. Daniyel Bulut, der nach einer Pause an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt, baut mit Daniel Vier vom Regionalliga-Aufsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf, Samuel Sesay vom FC Gießen und Ceyhun Dinler (Türk Gücü Friedberg) auf eine Stabilisierung der Defensive. Mit Mustafa Yaman und Eigengewächs Tom Sinkel soll der Konkurrenzkampf mit dem bisherigen Stammkeeper Stephen Jäckel um die Position zwischen den FSV-Pfosten neu befeuert werden. Drei alte Bekannte aus gemeinsamen VfB-1900-Zeiten kann Bulut mit Mirko Freese und den beiden Stürmern Erdinc Solak und Raoul Eden Kouami D’Almeida begrüßen. Neben den erfahrenen Kevin Göbel und Valon Ademi will der FSV-Trainer mit Agon Dervishi, Mica Hendrich und Nils Schäfer aber auch drei Talenten aus der heimischen Region die Entwicklungschance auf höchstem Niveau bieten. Den 13 Neuzugängen stehen elf Abgänge gegenüber. Dominik Völk steht bereits seit geraumer Zeit als neuer spielender Co-Trainer beim Verbandsligisten VfB Marburg fest. Antonyos Celik möchte nach einer eher durchwachsenen Saison in Fernwald beim Verbandsligisten FC Turabdin/Babylon zu alter Stärke zurückfinden, während Marvin Göltl ligaintern zum SC Waldgirmes wechselt. Mit Rafael Szymanski (42 Treffer in der Aufstiegssaison 2018/19) und Felix Erben (zwei Aufstiege mit 86 Toren in vier Spielzeiten) wird das erfolgreiche Torjägerduo der letzten Jahre den FSV ebenfalls verlassen. Die fußballerische Zukunft der Topstürmer ist ebenso ungewiss wie die von Kevin Bartheld (»Die Corona-Zeit macht die Suche nach einem neuen Verein ein bisschen schwerer«) und Freistoßspezialist Max-Peter Mohr (»Mein Fokus liegt zunächst auf dem Studium, so dass ich mir mit einer Entscheidung Zeit lasse«). Danny Fischer, der zum Hessenliga-Aufsteiger 1. FC Erlensee wechselt, sowie Danilo Neven-Oliveira (TuS Naunheim) und Luke Dettki (1. FC Germania Ober-Roden) haben dagegen bereits eine neue fußballerische Heimat gefunden.

Bewähres Konzept bei den Lahnauern

Beim SC Waldgirmes, der zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mit 32 Punkten im gesicherten Mittelfeld der Tabelle rangierte, setzt man wie bereits in den vergangenen Jahren vor allem auf die Integration der Talente aus der eigenen Nachwuchsschmiede. So stoßen sechs Spieler aus der SC-Jugend zum Kader von SC-Trainer Mario Schappert, der nach der Amtsübernahme von Otmar Velte in der Winterpause auch in der neuen Spielzeit das Sagen auf der Trainerbank haben wird. Vier Juniorenspieler von der U19 des FC Gießen sowie Joshua Enobore, der in der A-Jugend des Zweitligisten SV Darmstadt 98 sein fußballerisches Rüstzeug mit auf den Weg bekommen hat, runden die Verpflichtung von insgesamt elf jungen Wilden ab. Auch Christian Moura und Javier Recio-Perez vom FC Gießen II sowie Torwart Marvin Göltl vom Ligakonkurrenten FSV Fernwald passen trotz ihrer Erfahrung im Aktivenbereich in das Anforderungsprofil der Lahnauer. Letzterer soll den Abgang der Keeper Roman Seshko (zu den SF Siegen) und Jan Dühring (zum FC Turabdin/Babylon) kompensieren. Robin Dankof kehrt zu seinem Stammverein TuS Dietkirchen zurück, während es Marcel Siegel beruflich nach Westfalen zieht.

Soll die Defensive des FSV Fernwald stabilisieren - Daniel Vier. ARCHIVFOTO: VOGLER

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