12. April 2019, 16:00 Uhr

Tanzen

Neun Titel gehen bei DM-Quali an Blau-Gold Gießen

Mit 19 Qualifikanten brachte die TSG Blau-Gold Gießen fast alle Starter durch die ostdeutsche Meisterschaft im Poledance. Im Juni steigen die nationalen Titelkämpfe in der Gießener Osthalle.
12. April 2019, 16:00 Uhr
Valerie Ruddat vertanzt im »Artistik Pole« das Thema Umwelt und fährt die Rekordpunktzahl von 82,4 Zählern ein. (Foto: privat)

Die Sporthalle Ost wird am 1. und 2. Juni Austragungsort der deutschen Meisterschaft im Polesport sein. Zwei Qualifikationsturniere sind der DM vorgeschaltet, jeweils die zehn Punktbesten jeder Kategorie können in Gießen an den Start gehen. Bei den ostdeutschen Meisterschaften in Grimma/Sachsen sammelte die TSG Blau-Gold Gießen neun Titel ein und stellte nicht weniger als 19 Qualifikanten.

71 Teilnehmer stellten sich dem Wertungsgericht in verschiedenen Alters- und Leistungsklassen, darunter 20 aus Gießen. Begleitet wurden sie von ihrer Trainerin Adina Brill. Im Wettkampf der Jugend starteten die zehnjährigen Mailin Otto, Finja Rolshausen und Maria Stumpf in der Altersgruppe von zehn bis 14 Jahre. Mailin Otto absolvierte bei ihrem ersten Turnier bei den »Novizen« eine durchgängige Darbietung. Groß war die Freude über 20,3 Punkte, mit der sie ihre Konkurrentin aus Leipzig auf den zweiten Platz verwies.

Die Gießener Mädchen waren die jüngsten Teilnehmerinnen in der Altersgruppe bis 14 Jahre. Finja Rolshausen und Maria Stumpf starteten in der Elite-Juniorengruppe. Die Berlinerin Diana Kulik galt als Favoritin. Finja Rolshausen ließ sich davon nicht beeindrucken und präsentierte ihren mit akrobatischen Elementen gespickten Vortrag. Das Publikum ging begeistert mit, auch die Berlinerin schien beeindruckt. Maria Stumpf kam ebenfalls nahezu fehlerfrei durch ihre Kür. Finja Rolshausen gelang mit 37,9 Punkten der Coup: Sie siegte mit deutschem Punkterekord für diese Altersgruppe. Diana Kulik wurde Zweite vor Maria Stumpf (25,7).

Auch bei den Amateuren weiblich hatte Jasmin Faulstich unter 14 Teilnehmerinnen die erste Startposition bei ihrem ersten Turnier. Mit 29,8 Zählern legte sie die Messlatte hoch. Auch Kristin Bauer war mit ihren 25,5 Punkten zufrieden. Als die routinierten Mainzer Tänzerinnen Sabine Zirzow und Astrid Hiller-Blin ihre Punktzahl nicht erreichten und die letzte Starterin mehrere Unsicherheiten zeigte, war es klar. Jasmin Faulstich hatte gewonnen und sich mit Kristin Bauer qualifiziert.

Höhepunkt der Samstagveranstaltung war dann der Wettkampf »Artistik Pole« der Amateure und Professionals. In dieser Kategorie wird eine Geschichte vertanzt. Ausdruck und Gesamtdarstellung haben einen hohen Stellenwert. Bei den Amateuren hatte Katharina Heinrich das Thema »Trauer« gewählt und dramatisch in Szene gesetzt, Bea Vanessa Müller ging dagegen mit »Freude« auf die Bühne. Valerie Ruddat nahm sich des aktuellen Themas »Verschmutzung der Meere« an. Auf die perfekt inszenierte Darbietung Ruddats reagierte das Publikum mit Standing Ovations. Auch die Wertungsrichter waren beeindruckt und vergaben 82,4 Zähler – deutscher Rekord. Katharina Heinrich wurde Zweite vor Melika Stolper (Berlin) und Bea Vanessa Müller. Auch bei den Professionals dominierten die Gießener. Die Trainerinnen Irene Bückendorf und Melina Trebert überzeugten mit Darbietungen zu »Dschungel« und »Dornröschen« und belegten die beiden ersten Plätze.

Am Sonntag startete der Wettkampf »Professional weiblich« für die Gießener mit einem Schock. Magdalena Tüpke erlitt einen Krampf, brachte unter Schmerzen ihren Vortrag zu Ende, wurde aber mit null Punkten bewertet. Elena Trebert und Dunila Engelbrecht starteten unter 14 Teilnehmerinnen direkt dahinter. Für beide war es der erste Wettkampf. Trebert überzeugte mit einem hohen Schwierigkeitsgrad in den Elementen. Engelbrecht brach mit einer emotionalen Topleistung endgültig den Bann. Die Gießenerinnen führten die Punkteliste an, ehe sich Hanna Malyschkina, eine russische Sportlerin mit einstweiliger Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, an die Spitze setzte. Ihre Teilnahme beim Professional-Turnier – nicht bei der höheren Elite-Gruppe – sorgte für Irritationen. Rang zwei und drei für Engelbrecht und Trebert bedeuteten aber die DM-Qualifikation.

Gespannt war man auf die Doppelkonkurrenz. Die Frankfurter Paarung Yvonne Meyer/Valeria Hoffmann legten im Wettkampf der hessischen Paare die Latte hoch für die Gießener Anna Jeanine Bertuleit/Dóra Szöke. Bei den Blau-Goldenen ging es nicht nur darum, sich vor den Frankfurtern zu platzieren, sie hatten auch einen Abzug von sieben Punkten aufzuholen, der ihnen wegen eines Fehlers in der Meldung der Akrobatik-Elemente auferlegt worden war. 16,1 Zähler hatten die Frankfurter erhalten, 23,2 mussten die Gießener erreichen, um zu gewinnen. Sie starteten furios und legten einen atemberaubenden Vortrag hin (25,7 Punkte).

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