03. Februar 2019, 21:53 Uhr

Neun Becker-Tore reichen nicht

03. Februar 2019, 21:53 Uhr

Am 14. Spieltag der Handball-Oberliga kam die HSG Wettenberg zu einem 20:20 (10:10)-Remis gegen den abstiegsbedrohten TV Büttelborn. Angesichts des Spielverlaufs ein eher glücklicher Punkt für die Gastgeber, was auch HSG-Trainer Axel Spandau nach dem Spiel feststellte: »Abwehr -und Torhüterleistung waren oberligatauglich, im Angriff keineswegs. So passt es auch zum Spiel, dass wir fünf Sekunden vor dem Ende einen glockenfreien Ball vergeben. Angesichts der Leistung ist der Punkt völlig okay, ein Sieg wäre äußerst glücklich gewesen.« Bereits im Hinrundenspiel hatte man eine Schlappe gegen den Aufsteiger hinnehmen müssen, auch in dieser Partie sah es lange Zeit nach einem Sieg der Büttelborner aus.

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten erspielten sich die Gäste leichte Vorteile. Immer wieder forcierten sie das Tempo, so auch beim 6:5 als Philip Wesp eine schnelle Mitte verwertete. Nach dem zwischenzeitlichen 5:7 aus Sicht der HSG erzielte diese zwar vier Treffer in Folge, doch auch dies gab nicht die nötige Sicherheit im Angriffsspiel, so dass es mit einem 10:10 in die Kabine ging.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer zunächst erneut zwei gleichwertige Teams. Nach dem 13:13 (38.) waren es die Südhessen, die das Zepter übernahmen, Zweikämpfe suchten und sich immer wieder durchsetzen konnten. So setzte sich der TVB bis auf 18:14 ab, weil die Wettenberger immer wieder am starken Gäste-Schlussmann Sascha Gerhardt scheiterten. Auf der Gegenseite waren es neben der Deckung ebenfalls die Schlussmänner, Jan Stroh und später der eingewechselte Yannick Dellner, die die Heimmannschaft im Spiel hielten. Zudem stellte Wettenberg die Deckung um, agierte mit Manndeckungen gegen zwei Gäste-Rückraumspieler, womit Büttelborn nur schwer zurechtkam. In der Schlussphase war es HSG-Rückraumspieler Lukas Becker, der Verantwortung übernahm und sein Team heranbrachte. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende war es einmal mehr Becker, der zuerst den Ball klaute und sich dann zum 20:19 durchsetzte. 20 Sekunden vor dem Ende glich der Aufsteiger durch einen verwandelten Siebenmeter zum verdienten Remis aus.

HSG Wettenberg: Dellner, Stroh; Schwarz, Weide (2), Puhl (1), Becker (9/2), Nenad, Olbert (1), Schneider (1), Henkel (1), Oyono (1), Kneissl (2), Foos, Lauber (2/1).

TV Büttelborn: Lochmüller, Gerhardt; Draskovic (4/4), Voegele (1), Schamber (1), Wagner (2), Wesp (2), Kehlenbach (3), Krohn, Janz (1), Friedrich (4), Werkmann (2), Senssfelder.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Fuchs/Haas. – Zuschauer: 250. – Zeitstrafen: 8 – 12 Minuten. – Siebenmeter: 5/3 – 4/4.

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