14. Mai 2017, 21:02 Uhr

Mit toller Leistung von Fans verabschiedet

14. Mai 2017, 21:02 Uhr

Diese Mannschaft bleibt auch in den letzten Spielen der 2. Handball-Bundesliga der Frauen ein Phänomen. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge holte sich die SG Kleenheim im letzten Heimspiel einen 32:29 (20:13)-Erfolg über die HSG Hannover-Badenstedt. Kleenheims Trainer Lazar Cojocar war deshalb zum wiederholten Male in dieser Saison stolz auf seine Mannschaft. »Die meisten Mannschaften, bei denen die Luft raus ist, spielen die Saison halt so zu Ende, diese Devise gilt bei mir nicht, die Mannschaft hat eine perfekte erste Halbzeit gespielt«, erklärte Cojocar.

Kleenheim legte ein 3:0 (3.) durch die gut aufgelegte Franziska Ringleb vor, geriet nach Leonie Nowaks 5:3 (6.) aber mit 5:7 (12./Seehausen) ins Hintertreffen. Mit einem spektakulären 7:0-Tore-Lauf drehte Kleenheim die Partie zu einer 12:7-Führung (19.) durch Katharina Wagner. Bis zur Pause »zauberten« die Kleenheimerinnen, spielten beherzten Tempohandball mit viel Elan und Schwung. Wagner gelang das 15:9 (22.), und Linkshänderin Saskia Rast verkürzte per Siebenmeter auf 13:17 (27.) für die Niedersachsen. Anna-Lena Leib, erneut Wagner und Olivia Reeh schraubten das Resultat auf die 20:13-Pausenführung.

Kleenheim baute zunächst den Vorsprung mehrfach sogar auf neun Tore aus wie beim 22:13 (37./Ringleb). Sehenswert und spektakulär das 23:14 (39.): Ein zentimetergenauer Abwurf der starken Torhüterin Nicole Weinecker auf Jonna Jensen, konnte diese nur in Bedrängnis annehmen und verwertete den Ball per Rückhandwurf – eine klasse Szene. Nach dem 25:16 (41.) durch Andrea Schulz wurden die Niedersachsen stärker, Kleenheim spielte nicht mehr so konzentriert, und die Führung schmolz dahin. Hannover-Badenstedt verkürzte auf 22:25 (47.) durch Isabelle Dölle. Lisa Tietböhls 26:22 (48.) von Rechtsaußen bedeutete wieder etwas Luft für Kleenheim, doch der Gast war nicht mehr zu halten und glich durch Alina Defayay sogar zum 26:26 (52.) aus. Aber die Kleenheimerinnen ließen sich in ihrem letzten Heimspiel nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, zumal dann auch die für die starke Nicole Weinecker ins Tor gekommene Meike Tornow mit einigen Paraden glänzte. Der Gast verkürzte zwar noch einmal auf 28:30 (59./Seehausen), ehe Jensen 25 Sekunden vor Ende mit dem 31:28 (60.) zur großen Abschiedsparty mit ihrem achten Tagestreffer überleitete. Am Schluss gab es Blumen und Präsente für die Spielerinnen für eine großartige Saison. Mit einem Transparent »Wir sagen Danke« verabschiedete sich das Team und lud die Fans zum Essen ein.

SG Kleenheim: Weinecker, Tornow (ein Siebenmeter, ab 46.Min.); Tietböhl (2), Andrea Schulz (1), Heinzelmann, Rühl (4), Anna-Lena Leib (2), Reeh (4), Ringleb (7), Nowak (1), Jensen (8/1), Wagner (3).

Hannover-Badenstedt: Schierholz, Friede (bei einem Siebenmeter, ab 31.Min.); Rast (8/5), Neuendorf (1), Pollakowski, Seehausen (6), Düvel (2), Dybul (2), Dölle (4), Gerber (1), Pollex (1), Defayay (1), Pollmer (3/1).

SR: Friedel/Herrmann (Aue/Tschorlau). / Zu.: 150. / Zeitstr.: 8:10 (Rühl, Nowak, Jensen, Wagner – Neuendorf, Dölle, Gerber, Pollex, Defayay). / Siebenm.: 3/1 – 7/6.

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