29. August 2019, 17:53 Uhr

Mit Teamgeist und Hambüchen

Das Turnteam Linden startet mit Vollgas in die neue Saison: Für rund 30 000 Euro wurde ein neuer Stahlfederboden angelegt, das Team wurde zudem verstärkt, sodass eine aussichstreiche Zweitliga-Saison bevorsteht. Und: Zum ersten Heimwettkampf am 14. September (16 Uhr) kommt Deutschlands bester Turner Fabian Hambüchen in die Lindener Stadthalle.
29. August 2019, 17:53 Uhr

Der Name Hambüchen spielt in Linden schon seit Jahren eine tragende Rolle: Bruder Christian trainiert das Lindener Turnteam schon lange, zudem pflegt unter anderem Mannschaftskapitän Tim Pfeiffer eine Freundschaft zum Turn-Star Fabian. »Er hat fest zugesagt und wird da sein«, meint Pfeiffer. Fabian Hambüchen ist es auch zu verdanken, dass mit Joshua Jack Williams Meehan ein weiterer leistungsstarker Ausländer zum Lindener Team hinzustößt. Der 19-Jährige trainiert aktuell zweimal täglich auf Mallorca und kam dort mit Hambüchen in Kontakt, der wiederum die Verbindung nach Linden herstellte.

Der Engländer bildet somit künftig gemeinsam mit dem Jordanier Adham Al Squor, der schon im Vorjahr in Mittelhessen aktiv war, das Ausländerduo, das sich die sechs Geräte aufteilen wird. Nicht mehr mitturnen werden in diesem Jahr Moritz Weber und Erik Franke - neu im Team ist neben Williams auch Sebastian Quensell. Er kommt von Ex-Bundesligist KTV Obere Lahn, die sich zurückgezogen hat. »Er ist ein Pferd-Spezialist, wollte das Turnen nach dem Rückzug aus der Bundesliga nun nur noch hobbymäßig betreiben«, erklärt Pfeiffer. »Und er hat sich bei uns direkt gut aufgehoben gefühlt.«

In der neuen Saison ist alles drin

Am letzten Wochenende veranstaltete der TV Großen-Linden ein Trainingslager für sein turnerisches Aushängeschild. Von Donnerstag bis Sonntag verbrachte der Zweitligist viel Zeit zusammen. Vier Trainingseinheiten standen auf dem Programm, dazwischen gesellten sich gemeinsames Frühstück, Dreh für ein Marketing-Video und ein Bowlingabend.

»Es ist immer gut, vor dem ersten Wettkampf mal zusammenzukommen. So können wir uns gegenseitig die Übungen zeigen und sehen sie nicht unter Aufregung beim Wettkampf zum ersten Mal. So kann man vor allem für die Neuzugänge etwas Druck rausnehmen«, sagt Pfeiffer. »Und der Teamspirit wird auch gestärkt.«

Wohin dieser das Turnteam in dieser Saison tragen kann, ist völlig offen. »Vom Klassenerhalt bis zu Platz eins, zwei oder drei ist alles möglich«, meint der Mannschaftskapitän. »In den letzten Jahren haben eigentlich immer zwei Zweitligisten den Aufstieg und zwei weitere Teams den Abstieg unter sich ausgemacht. Das ist in diesem Jahr anders, die Liga ist ziemlich ausgeglichen.«

Entsprechend erhoffen sich die Lindener möglichst schnell zwei Saisonsiege, um den Klassenverbleib zu sichern und dann nach vorne schauen zu können. Beim ersten Heimwettkampf am 14. September (16 Uhr) gegen die KTG Heidelberg werden die Zuschauer in der Stadthalle dann Turnkunst auf dem neuen Stahlfederboden zu sehen bekom-men.

Der alte Holzboden war nach knapp einem Jahrzehnt in die Jahre gekommen, fraglich, ob die Lindener mit diesem künftig die Lizenz erhalten hätten. Stahlfederflächen haben sich in den letzten Jahren in 1. und 2. Bundesliga eingebürgert. »Da war es immer ein Riesenunterschied, in Linden auf den Holzboden umzusteigen.« Nun hat der Verein mit großer Unterstützung der Stadt Linden, des Turngaus Mittelhessen und der Sparkasse Gießen sowie zahlreicher weiterer kleinerer Sponsoren reagiert und einen neuen Boden installieren lassen. Er soll der Grundstein für eine positive Turn-Zukunft in Linden sein.

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