29. Oktober 2020, 23:16 Uhr

Mit Leidenschaft gegen Eisenach

Es ist eine weitere turbulente Woche in der 2. Handball-Bundesliga, an deren Ende der TV Hüttenberg am Samstagabend um 19.30 Uhr beim ThSV Eisenach zu Gast ist. In der altehrwürdigen Werner-Aßmann-Halle werden ein letztes Mal 700 Zuschauer für eine tolle Kulisse sorgen. Diese werden dem TV Hüttenberg wiederum im November fehlen.
29. Oktober 2020, 23:16 Uhr
JSA
Coach Griesbach hofft, dass Dieudonne Mubenzem (l.) rechtzeitig zum Duell in Eisenach am Samstagabend fit wird. FOTO: RAS

TV 05/07 Hüttenberg


Die Hiobsbotschaft für den TV Hüttenberg - und für alle anderen betroffenen Sportvereine - kam gestern im Anschluss an den Corona-Krisengipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den 16 Ministerpräsidenten: Keine Zuschauer im Profisport für den kompletten November. Damit fehlen dem TV Hüttenberg bei den Heimspielen gegen Bayer Dormagen (14. November) und den TuS N-Lübbecke (21. November) erneut die Zuschauer und damit verbunden auch wichtige Einnahmen.

»Diese Entscheidung trifft nicht nur uns bis ins Mark, sondern auch einige unserer treuen Partner und Wegbegleiter. Es bleiben weiterhin angespannte Zeiten, in denen die Gesundheit eines jeden einzelnen selbstverständlich absolute Priorität genießt. Als Geschäftsführer der Hüttenberger Handball Marketing GmbH muss ich aber auch konstatieren, dass mit Geisterspielen ein hoher finanzieller Verlust einhergeht. Wie schon so oft thematisiert, kann dieser keinesfalls adäquat kompensiert werden. Aufgrund der aktuellen Situation können weder die Politik noch wir eine Prognose zum weiteren Verlauf aufstellen«, gibt TVH-Geschäftsführer Fabian Friedrich Einblick in die Sorgen um die Zukunft des TVH und der Liga. Dennoch haben sich die Vereine aus der 1. und 2. Liga darauf verständigt, bis mindestens Weihnachten ihre Saison zu spielen. Dann, wenn alles normal laufen sollte, gäbe es sogar für einen eventuellen Abbruch eine Wertungsgrundlage der Saison.

Aufwärtstrend fortsetzen

Da die neuen Beschränkungen erst ab kommenden Montag gelten, treffen die Mittelhessen am Samstag in Thüringen nicht nur auf einen fast runderneuerten Kader des ThSV, sondern auch auf 700 lautstarke Fans in der Werner-Aßmann-Halle im Schatten der Wartburg. Auch die Gastgeber stehen im Zeichen eines Umbruchs, haben doch acht Spieler den Verein vor der Saison verlassen. Noch dazu hat die Handballtrainer-Ikone Sead Hasanefendic im Sommer das Ende seiner Laufbahn bekannt gegeben. Beerbt wird der 72-Jährige von seinem bisherigen Co-Trainer und Jugendkoordinator der Eisenacher, Markus Krauthoff-Murfuni. In dessen Kader stechen vor allem die starken Außenspieler hervor, die für das hohe Tempospiel der Wartburgstädter stehen. Mit Willy Weihrauch und Ivan Snejder hat die Flügelzange in den ersten vier Spielen satte 47 Tore erzielt. Dazu haben bereits der Slowake Martin Potisk auf der Mitte sowie Dauerbrenner Alexander Saul im Rechten Rückraum ihre Frühform bestätigt. Die bisherigen Ergebnisse der Thüringer wirken wie eine Achterbahnfahrt. Zu Beginn den Aufsteiger Fürstenfeldbruck deutlich geschlagen, setzte es zu Hause gegen Lübbecke (27:29) und in Schwartau (21:32) zwei Niederlagen, ehe am vergangenen Wochenende die HSG Konstanz mit 30:29 niedergerungen wurde.

Der TV Hüttenberg will hingegen seinen Aufwärtstrend fortsetzen und den Schwung aus dem Duell gegen Elbflorenz mit nach Thüringen nehmen. Das weiß auch Eisenachs Rechtsaußen Ante Tokic: »Die letzten Ergebnisse des TV Hüttenberg, eine hauchdünne Niederlage beim Ligaprimus Gummersbach, ein Remis gegen den bis dato verlustpunktfreien HC Elbflorenz sollten für uns alle Warnung genug sein.«

Trainer Frederick Griesbach würde gerne mit zwei Punkten im Gepäck die Heimreise antreten. »Eisenach ist zwar Favorit. Aber das hat in diesen Zeiten nichts zu sagen. Wir rechnen uns durchaus Chancen aus, zu gewinnen. Wir wollen dort mit Kampf und Leidenschaft auflaufen.«

Personell hofft Griesbach, dass Merlin Fuß und Dieudonne Mubenzem rechtzeitig fit werden. Sein Wunsch? »Am besten wäre für uns, wenn die Halle unsere Leistung mit Pfiffen quittiert. Dann haben wir alles richtig gemacht.«

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