05. Mai 2019, 22:21 Uhr

Meister mit weißer Weste

05. Mai 2019, 22:21 Uhr
Bianca Otto (HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) ist Lisa Sophie Frank (TSV Griedel/r.) entwischt. (Foto: ras)

Am letzten Spieltag der Handball-Landesliga der Frauen sind nun auch die letzten Entscheidungen gefallen. Bereits am Samstag unterlag die TSG Oberursel der TSG Eddersheim II und so war das letzte Saisonspiel am Sonntag zwischen der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen und dem TSV Griedel Makulatur. Beide hätten bei einem Oberurseler Sieg noch um den Klassenerhalt gekämpft, der somit aber schon vorher für beide sicher war. Im Derby trennten sich die SG Kleenheim II und die TSG Leihgestern mit einem 27:27-Unentschieden. Meister HSG Lumdatal wahrte auch im letzten Spiel bei der HSG Anspach/Usingen mit einem 38:18-Erfolg seine weiße Weste.

HSG Anspach/Usingen - HSG Lumdatal 17:38 (10:22): Die HSG Anspach/Usingen konnte dem Meister und Aufsteiger in die Handball-Oberliga zu keiner Zeit Paroli bieten, Lumdatal gewann mit 38:17 nach einer 22:10-Halbzeitführung.

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Mannschaften vorsichtig ab, ehe sich Lumdatal von 4:4 in der sechsten Minute auf 11:4 in der 13. Minute absetzen konnte. Lumdatal ließ in der Folgezeit ein wenig nach und die Gastgeberinnen konnten Mitte der ersten Halbzeit den Abstand gleich halten. Erst in der Schlussphase legte Lumdatal von 18:8 (25.) auf den 22:10-Vorsprung nach. In der zweiten Hälfte war es auch ein einseitiges Spiel. Lumdatal benötigte zwar nochmal eine Auszeit, um vom Trainer wachgerüttelt zu werden, aber anschließend war man wieder zurück in der Spur. Direkt im Anschluss an die kurze Unterbrechung legten die Olemotz und Co. einen Zehn-Tore-Lauf hin.

Lumdatal konnte somit in dieser Saison alle Spiele gewinnen und steigt somit verlustpunktfrei auf. Das Team bleibt in weiten Zügen zusammen, und auch auf der Trainerposition gibt es nur eine Ergänzung. Somit werden die Damen aus dem Lumdatal in der nächsten Saison keine großen personellen Veränderungen zu verzeichnen haben.

Lumdatal: Olemotz, Sauer (5), Schlapp (8), Elmshäuser, Müller F. (5), Stein (4), Schmidt (4/2), Hasenkamp (1), Müller M. (1), Fuhr (2), Bulling (2), Smajek (6), Althen.

HSG Kleenheim-Langgöns II – TSG Leihgestern 27:27 (16:11): SGK-Coach Tim Straßheim hatte im Vorfeld der Partie mit einem Sieg geliebäugelt und immerhin ein Unentschieden erreicht. »Es fühlt sich aber an, wie ein Sieg«, lächelte er hinterher. In einem waren sich Straßheim und Trainerkollegin Jonna Jensen von Leihgestern einig: »Es war eine absolut gerechte Punkteteilung.«

Zwischenzeitlich sah es aber so gar nicht danach aus, denn Kleenheim führte in der 33. Minute nach einer überragenden ersten Halbzeit mit 18:11. Bis dahin hatte Leihgestern kein Mittel gegen die variable 5:1-Deckung der Kleenheimerinnen gefunden. »Wir hatten nicht so unseren besten Tag«, musste Jensen zugeben. »Großes Manko waren die Abwehr und die Chancenverwertung, deswegen kamen wir irgendwie nie so richtig in Schwung.«

Die ältere SGK-Garde zeigte eine gute Partie und hat die A-Jugendlichen mitgezogen. »Dann hat Leihgestern Olivia Reeh nachgetragen und die Achse Andrea Schulz/Reeh bekamen wir kaum in den Griff«, meinte Straßheim. Zudem wurde auf eigener Seite Julia Grygar aus dem Spiel genommen und so zwangen die Gäste die SGK in beinahe jedem Angriff ins Zeitspiel.

Beim 20:20 von Andrea Schulz war der Vorsprung der Gastgeberinnen aufgebraucht, die es aber immer wieder schafften, ein Tor vorzulegen. So auch durch einen Doppelpack von Isabell Schepp zum 27:26 in der 58. Minute. Die Hoffnungen auf einen Kleenheimer Sieg machte Sandra Penning in der letzten Sekunde mit ihrem Treffer zum 27:27 jedoch zunichte.

»Ob ein oder zwei Punkte, ist mir jetzt egal, weil es einfach geil war, gegen diese Truppe was zu holen«, freute sich der scheidende Straßheim. »Ein bisschen schade, dass wir nicht an letzte Woche anknüpfen konnten, aber es war so in Ordnung«, ergänzte Jensen.

Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Stahl; Bachenheimer, Neul, Schulz, Ulm (1), Schäfer (3), Kuschel, Grygar (6), Kreß, Rüspeler (3), Lüdge (2), Bretz (4), Schepp (8/6). - Leihgestern: Schnaubelt, Türk; van Wickern (2), Heller (2), Walther (2), Penning (4), Appel (1), Reeh (1), Schulz (1), Friedrich (10/2), Kunzig, Viebahn (1), Faber, Steinhaus (3).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – TSV Griedel 23:16 (12:10): Beiden Mannschaften hat man deutlich angemerkt, dass die große Spannung raus war. Dutenhofen/Münchholzhausen war über 60 Minuten gesehen aber die Truppe, die diesen Sieg im letzten Heimspiel mehr wollte. »Wir haben ganz schön viel verworfen«, musste Trainer Sebastian Roth zugeben. Hervorzuheben an diesem Tag die drei Torfrauen, die jede einen Siebenmeter entschärfen konnte. Die HSG spielte im Angriff ihren Stiefel herunter und lag von Beginn an vorn. Beim 18:13 von Miriam Schmidt war in der 47. Minute die erste Fünf-Tore-Führung im Sack, die man sich nicht mehr nehmen ließ.

»Wir freuen uns einfach, dass wir eine weitere Saison in der Landesliga spielen dürfen. Ich bin sehr stolz auf die Mädels«, erklärte Roth. »Drei Punkte an Weihnachten und jetzt mit 17 Punkten den Klassenerhalt, das ist schon Wahnsinn, was sie in der Rückrunde an Moral rausgezaubert haben. Ich freue mich tierisch für die Mädels, dass sie sich dafür belohnt haben.«

Dutenhofen/Münchholzhausen: Scholz, Pafla, Naß; Otto (2), Klein (1), Miriam Schmidt (5), Majstorovic (1), Naumann (4), Bender (1), Nöh (1), Neumann (2), Lüling, Hahn (5), Sina Schmidt (1).

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