08. März 2020, 21:48 Uhr

Marondel eiskalt

08. März 2020, 21:48 Uhr
Tim Marondel (r.) sichert seiner HSG Lumdatal mit einem Doppelpack kurz vor Schluss den Sieg beim TSV Lang-Göns, dessen Jannik Herbel hier den Gästspieler nicht stoppen kann. FOTO: RAS

Nach fünf Spielen ohne Punktverlust ließ der TSV Lang-Göns am Samstag erstmals wieder Federn. Mit 34:36 (14:18) musste sich der TSV im Derby der Handball-Landesliga gegen die HSG Lumdatal geschlagen geben. Dabei hätten die Gäste beinahe noch einen hohen Vorsprung verspielt.

»70 Tore kommen nicht durch Zufall zustande«, rekapitulierte TSV-Trainer Michael Razen das Derby vor 250 Zuschauern. Immer wieder wechselten sich Phasen ab, in denen die Deckung einer Mannschaft stabil stand, auf der Gegenseite aber nichts glücken wollte, mit Serien, in denen es Tore wie am Fließband gab. Das galt für beide Teams.

Die Gäste etablierten nach ausgeglichener Anfangsphase eine 11:8-Führung nach einem Siebenmeter-Tor durch Lorenz Heß. Langgöns blieb bis zur Pause und auch darüber hinaus auf Tuchfühlung. Ein Führungswechsel lag sowohl beim 13:13 (23.) durch Jan Philipp Schmitz in der Luft als auch nach einem Treffer von Daniel Schier, der auf 18:19 verkürzte (32.).

Lumdatal fand immer wieder die richtige Antwort und zeigte sich in der entscheidenden Phase zwischen der 38. und 45. Minuten präsenter. Ein Run hatte die Gäste bis zu diesem Zeitpunkt bis auf 27:21 enteilen lassen. »Wir haben da zu sehr mit den Schiedsrichtern gehadert«, beklagt Razen einen Strukturverlust seines Teams. »Das haben wir wieder abschalten und uns aufs Spiel konzentrieren können«, führte der Trainer aus, wie Lang-Göns zur Aufholjagd blies. Schmitz und Schier brachten durch einen Doppelpack in der 58. Minute den 33:34-Anschluss auf die Anzeigetafel. Zugleich handelte sich Lumdatals Heß eine Zwei-Minuten-Strafe ein. »Mit etwas Glück wäre der Punktgewinn möglich gewesen«, sagte Razen. Stattdessen avancierte Tim Marondel zum Matchwinner, der mit seinem 35:33 und 36:34 sieben Sekunden vor dem Ende den Auswärtssieg seiner Farben sicherstellte.

»Es war spannend, aber über weite Strecken kein hochklassiges Spiel. Beide Mannschaften haben die Fehler der jeweils anderen gnadenlos bestraft«, erklärt Razen. Dabei sei seiner Auswahl zum Verhängnis geworden, die Phasen nicht ausreichend ausgenutzt zu haben, in denen Langgöns Oberwasser hatte: »Daher geht das Ergebnis in Ordnung.«

Langgöns: Alflen; Kludt (4), Schier (14/8), Jänicke, Weigel (4), Hopp, Schmitz (4), Herbel (3), Krauhausen, Zapf (1), Tietböhl (2), Engel (2).

HSG Lumdatal: Schneider; Sauer (1), Kühn (4), Hofmann (2), Herzberger, Rein (3), Haack, Marondel (5), Heß (9/4), Schlapp (8), Kern (1), Köhler (3),

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Klöckner/Kohl. - Zuschauer: 250. - Zeitstrafen: 8:12 Minuten. - Siebenmeter: 8/9:4/6.

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