21. November 2019, 17:43 Uhr

Fußball

Mario Weber: Dem Ruf der Freunde gefolgt

Was Mario Weber im Ü40-Cup an Metern gemacht hat, ist aller Ehren wert. Und so trug er sein Scherflein zum Einzug der Fußball-Oldies der SG Gießen/Großen-Linden in die zweite Runde bei.
21. November 2019, 17:43 Uhr

Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der 3:2-Erfolg am vergangenen Samstag gegen die Sportfreunde Troisdorf fix war - und der Einzug in die nächste Runde dieses bundesweiten Wettbewerbes. Allerdings war der Sieg der Mittelhessen glücklich, darin waren sich alle nach der Partie einig. Nicht die bessere Mannschaft hatte gewonnen, sondern die mit dem gewissen Quäntchen Glück - und das war die SG Gießen/Großen-Linden. Erstmals für die war Mario Weber im Einsatz, einer der bekanntesten heimischen Spieler in den 90er Jahren.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn ist es aber ruhig um den einstigen Mittelfeldspieler des TSV Allendorf/Lahn und des TSV Großen-Linden geworden. Bis zum ersten Jahr bei den C-Junioren spielte Weber beim TSV Allendorf/Lahn, anschließend ging es zum TSV Klein-Linden, ehe er das zweite Jahr bei den B-Junioren zum VfB 1900 Gießen ging. »Ich habe aber kein einziges A-Jugend-Spiel gemacht und hatte die Schuhe eigentlich schon an den Nagel gehängt, wurde dann aber von Kumpels dazu überredet, bei der 2. Mannschaft in Allendorf/Lahn auszuhelfen. Am Sonntag drauf habe ich dann gleich in der 1. Mannschaft gespielt - und bin dann auch drangeblieben«, sagt Weber.

1996 folgte der Wechsel vom TSV Allendorf/Lahn zum TSV Großen-Linden mit Trainer Ottmar Wagner. In der Saison 1996/1997 stieg Weber mit dem TSV als Meister mit nur einer Niederlage (0:1 in Braunfels) in die damalige Landesliga Mitte auf. Neben Weber gehörten noch unter anderen Rudi Hassler, Michael Reeh, Thomas »Tiger« Reubold, Udo Schömann und Ümit Komac zu dieser Elf. Zwei Spielzeiten später war aber Schluss, der TSV zog damals die Mannschaft zurück. Weber wechselte zum damaligen Oberligisten VfB Marburg. Später ging es zurück nach Großen-Linden bzw. Allendorf/Lahn. Der gelernte Drucker, der liiert ist und einen siebenjährigen Sohn hat, ist seit 1994 selbstständig in der Druckbranche. Wir haben mit ihm gesprochen, über das Pokalspiel, seine größten Erfolge - und warum er nicht die Laufbahn als Trainer eingeschlagen hat.

Das Pokalspiel gegen die Sportfreunde Troisdorf war sehr intensiv. Wie haben Sie die Partie empfunden?

Mario Weber: Das war wirklich sehr intensiv und kraftraubend auf dem tiefen Boden. Der Gegner war, wie nicht anders zu erwarten, sehr stark und auf einigen Positionen ungewöhnlich gut besetzt. In der ersten Halbzeit kamen wir daher kaum zum Zuge und mussten viel hinterherlaufen. In der Halbzeitpause haben wir dann das System umgestellt - und von da ab kamen wir dann besser ins Spiel und konnten das Ganze noch drehen. Letztlich aber sicherlich ein etwas glücklicher Sieg für uns.

Sie spielen eigentlich bei den Altherren des TSV Allendorf/Lahn. Nun haben Sie als Gastspieler bei der SG Gießen/Großen-Linden mitgespielt. Wie kam der Kontakt zustande, und werden Sie in Runde zwei wieder bei der SG mitwirken?

Weber: Einen Großteil meiner aktiven Zeit bin ich für den TSV Großen-Linden aufgelaufen. Unter anderem mit den heutigen AH-Spielern Ümit Komac, Rudi Hassler, Jan Ebersohn, Udo Schömann, Michael Reeh, um nur einige zu nennen. »Angeworben« hat mich mein Freund und Weggefährte Ümit Komac - unter dessen Regie wir ja auflaufen. Gerhard »Mollo« Wagner, Chef der Allendorfer Altherren, wurde natürlich informiert - und er hat sofort zugestimmt.

Viele Spieler haben nach dem Ende Ihrer Laufbahn den Trainerweg eingeschlagen. Sie aber nicht, warum?

Weber: Wenn man so wie ich selbstständig ist, will man, was die Arbeitszeit angeht, flexibel sein - und man muss auch mal am Wochenende beruflich ran. Daher wäre mir so ein Trainerjob einfach zu zeitintensiv und stressig geworden.

Was war Ihre sportlich erfolgreichste Zeit?

Weber: Der Aufstieg 1996/97 mit Großen-Linden in die damalige Landesliga war sicher ein Highlight. Leider musste der Verein nach zwei Spielzeiten in der Landesliga die Mannschaft zurückziehen und ich bin dann zum VfB Marburg gewechselt und habe dort in der Oberliga Hessen gekickt. Aber auch mit dem TSV Allendorf/Lahn, meinem Heimatverein, bin ich zuvor von der Kreisliga A2 bis fast in die Landesliga durchmarschiert.

Wenn Sie zurückblicken, würden Sie fußballerisch wieder alles so machen?

Weber: Fußballerisch und auch was das Feiern und die Geselligkeit angeht, würde ich alles wieder so machen. Zumindest fast alles. Foto: hf

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