28. Juni 2019, 12:00 Uhr

Rudern

Marc Weber eine Klasse für sich

Die Leistungsruderer der Gießener RG und des Gießener RC Hassia präsentierten sich bei den deutschen Meisterschaften äußerst stark und brachten sieben Medaillen mit nach Mittelhessen.
28. Juni 2019, 12:00 Uhr
Marc Weber vom Gießener RC Hassia stellt in Brandenburg einmal mehr seine Klasse unter Beweis. (Fotos: Frenzel)

Auf der Regattastrecke des Beetzsees in Brandenburg an der Havel nahmen die Gießener Athleten in mehreren Bootsklassen den Kampf gegen die besten Ruderer aus Deutschland auf.

So bestritt Marc Weber vom Gießener RC Hassia - amtierender Vizeweltmeister im U23-Einer - wie erwartet sehr starke Rennen im Einer der U23. Wie bereits auf sämtlichen großen Regatten zuvor hatte Weber die deutsche Skuller-Konkurrenz fest im Griff. Nach reibungslosem Vorlauf und Halbfinale ging es direkt ins Finale. Wie in den Vorläufen legte Weber vom Start weg mit hoher Schlagfrequenz los und setzte sich früh vom Verfolgerfeld ab. Nach 1000 Metern zur Streckenhälfte betrug der Vorsprung zehn Sekunden, so dass sich Weber einen klaren Sieg holte und souverän seinen DM-Titel verteidigte. Anschließend ging es für Weber auch im Doppelvierer ins Finale, welches er mit der zweiten Besetzung des Nationalteams bestritt. Auch in diesem Rennen zeigte er eine gute Leistung, musste sich jedoch letztlich dem Boot des Deutschen Ruder-Verbandes geschlagen geben. Die Wiederholung des U23- Titels gibt Weber die erneute Möglichkeit, bei den Weltmeisterschaften von 24. bis 28. Juli in Sarasota/Florida zu starten: »Die Nominierung steht und die Vorbereitungsplanung mit den Verbandstrainerteam des Deutschen Ruder-Verbandes ist schon in vollem Gange - und es geht schon am Wochenende nach Ratzeburg ins Trainingslager«, so sein Trainer Martin Stromenger, der den Butzbacher schon seit vielen Jahren betreut.

Christian Knapp (ebenfalls Gießener RC Hassia) hatte sich kurzfristig als Ersatzmann für den zweiten Achter der Regionalgruppe Süd empfehlen können. Um trotzdem wichtige Rennerfahrung zu sammeln, startete Knapp im Einer der U19. In dieser für ihn ungewohnten Disziplin schied Knapp bereits im Zwischenlauf aus, während sein Einsatz im Achter nicht notwendig wurde.

Die nächste Medaille sollte an Maya Gelzenleuchter vom Gießener RC Hassia gehen. Bereits im Winter hatte sich die 15-Jährige für den Achter des Hessichen Ruder-Verbandes empfehlen können. Zunächst musste der »Hessen-Achter« aber den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen, um sich für das Finale zu qualifizieren. Mit großer Anspannung ging es in ein spektakuläres Rennen. Nach einem harten Schlussspurt freute sich Hassianerin Gelzenleuchter im Ziel überglücklich über die Silbermedaille mit ihrer Renngemeinschaft aus Hanau, Limburg, Kassel, Frankfurt und Eschwege.

Für Frederick Wiesner von der Gießener RG waren es die zweiten deutschen Meisterschaften. Als wichtiger Bestandteil des zweiten Hessen-Vierers der U19 qualifizierte sich Wiesner über dem Zwischenlauf für das Finale. Als Außenseiter in diesem Rennen der schnellsten sechs Boote Deutschlands fuhr die Mannschaft um den Gießener von Beginn an ein gutes Rennen. Trotzdem reichte es im Ziel nur zu Platz vier. In zweiter Schicht ging es im zweiten Achter der Regionalgruppe Süd ins Finale. Dort ging der Achter das Rennen zu ängstlich an und verpasste somit den Anschluss an die vorderen Plätze und erreichte letztlich Platz fünf. »Mit dem Ergebnis kann ich gut leben. Wir haben das Beste für uns rausgeholt«, sagte Wiesner.

Starker Hanno Brach

Den nächsten starken Auftritt lieferte Hanno Brach (GRG), der erst wenige Wochen zuvor Europameister geworden war und sich seinen ersten nationalen Titel sichern wollte. Im Vorlauf des U19-Vierers fuhren Brach und seine Kollegen aus taktischen Gründen nur auf Platz zwei, was für die Finalqualifikation reichte. Dieses ging das Hessen-Quartett aggressiv an und entfernte sich Schlag für Schlag vom Rest des Feldes. Als der erwartete Schlusssprint der Berliner ausblieb, stand der Goldmedaille nichts mehr im Weg. Stolz ließ sich Brach zum deutschen Meister küren. Damit nicht getan, ging es zum Abschluss der Regatta ins Rennen des U19-Achters. Dort belegte die Besetzung um Hanno Brach der Regionalgruppe Süd Rang zwei. Für Brach geht die Reise nun weiter, ehe Ende Juli die U19-WM in Tokio winkt.

Zudem startete Cornelius Becker von der Gießener RG. Erstmals im U23-Bereich führte sein Weg ihn im Leichtgewichts-Vierer (max. 70 kg) ins Finale. Nachdem das Boot am Start zunächst hinten am Feld dranhing, kam das Team über den Mittelteil immer besser in Fahrt, ehe es auf den letzten 500 Metern aufdrehte. Das wurde mit Platz drei belohnt, so dass sich Becker über Bronze freuen durfte. Im zweiten Rennen ging es im Leichtgewichts-Achter der U23 weiter. Auch hier bekam man eine geschlossene Teamleistung geboten, der Achter setzte sich ab, einzig das favorisierte Boot aus NRW war nicht zu schlagen.

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