20. Dezember 2017, 11:15 Uhr

Maximilian Holst

Luxusproblem auf Linksaußen

Eine Kreuzbandverletzung im linken Knie warf ihn im August 2016 aus der Bahn. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis er auf die Platte zurückkehrte. Nun muss er sich gegen die Konkurrenz behaupten.
20. Dezember 2017, 11:15 Uhr
Wieder eine feste Größe bei der HSG Wetzlar: Maximilian Holst. (Foto: ras)

HSG Wetzlar


Langsam hat er sich bei der HSG Wetzlar in der Bundesliga und auf seiner Position Linksaußen wieder etabliert und bekommt deutlich mehr Spielanteile als noch zu Beginn der Saison. Auch am morgigen Donnerstag im letzten Heimspiel des Jahres gegen den alten Rivalen VfL Gummersbach (18.30 Uhr, Rittal-Arena!) ist damit zu rechnen.

Herr Holst, nach Ihrer Verletzung wurde Kasper Kvist nachverpflichtet, der in der letzten Saison die Position Linksaußen fast allein gestemmt hat. Nachdem er zu Saisonbeginn mehr Spielanteile bekam, kommen Sie nun wieder vermehrt zum Zuge. Sprechen Sie miteinander über diese Situation?

Maximilian Holst: Klar sprechen wir darüber. Mir war klar, dass die HSG nach meiner zweiten Kreuzbandverletzung einen neuen Linksaußen holen wird. Zudem haben sie mit Kasper auch für diese Saison verlängert. Uns war beiden bewusst, dass keiner die Saison allein durchspielen wird. Jetzt sind wir, glaube ich, auf Augenhöhe – und uns ist beiden bewusst, dass wir jetzt eigentlich ein Luxusproblem haben, weil wir zwei sehr gute Linksaußen haben.

In der nächsten Saison kommt mit Emil Frend Öfors ein neuer Tandempartner. Was halten Sie von ihm?

Holst: Persönlich kenne ich ihn nicht, habe aber von unseren Skandinaviern gehört, dass er ein sehr netter Typ ist. Die sprechen sehr positiv über ihn. Deshalb freue ich mich auf Emil. Ich denke, er passt sehr gut bei uns rein. Er ist ein sehr guter Spieler und ein anderer Spielertyp als ich. Er ist größer und bringt mehr Körper mit als ich. Ein typisch skandinavischer Spieler mit großer Sprungkraft und guter Technik. Ich denke, wir werden wieder ein gutes Gespann bilden.

Die Vorrunde ist vorbei, wie sehen Sie das Abschneiden der HSG?

Holst: Wir sind mit 14 Punkten auf dem zehnten Platz, das ist in Ordnung. Da kann man von einer gelungenen ersten Saisonhälfte sprechen. Ich bin aber überzeugt, dass in unserer Mannschaft sehr viel Qualität und Stärke steckt, so dass wir auch sechs Punkte mehr hätten haben können. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden.

Am Donnerstag kommt Gummersbach, nächsten Dienstag geht es nach Minden. Wie sehen Sie die Chancen?

Holst: Wir haben in Gummersbach zum Anfang der Saison relativ deutlich gewonnen. Mittlerweile hat sich der VfL gefunden, spielt besser und deutlich mehr als Einheit zusammen – und ist sehr viel gefestigter. Ich glaube, dass uns ein anderes Spiel erwartet, Gummersbach wird dagegenhalten. Zu diesem Saisonzeitpunkt kommt es stark auf die Tagesform an, weil die Hinrunde relativ lang war und wir kurz vor der Winterpause stehen. Deshalb müssen wir uns voll konzentrieren und zusehen, dass wir das letzte Heimspiel in diesem Jahr gewinnen können. Gegen Minden gab es im Hinrundenspiel ein Unentschieden, da haben wir leider keine so gute Leistung gebracht. Im Idealfall können wir in den letzten Spielen vier Punkte holen, aber wir können auch keinen holen.

Was hat sich die Mannschaft bis zum Ende der Saison vorgenommen?

Holst: Ich glaube, dass wir im Idealfall den neunten Platz holen können. Die Mannschaften ab Platz acht sind schon ein bisschen weg, das wird schwierig und es ist eigentlich unrealistisch, über Platz acht zu sprechen. Einstellig rauszukommen, wäre ein sehr gutes Ergebnis. Das sollte unser Ziel sein.

Arena und Fankultur haben sich stark entwickelt. Wie erleben Sie das als Spieler?

Holst: Rückblickend auf das Spiel gegen Flensburg war da wieder eine berauschende Stimmung. Es ist immer ein Gänsehautgefühl, wenn man in die Arena einläuft, wenn man merkt, dass das Publikum uns in den schwierigen Phasen unterstützt. Das habe ich in der Zeit meiner Verletzung am meisten vermisst – die Heimspiele, diese Atmosphäre, das Adrenalin, da auf dem Platz zu stehen. Es ist einfach etwas ganz Besonderes in der Arena. Jeder, der in die Arena kommt, um dort zu spielen sagt, dass es eine besondere Halle ist, die super zu Wetzlar passt und sehr authentisch ist. Sie bringt eine super Stimmung mit sich und es ist für alle Gegner schwer, hier zu spielen. Die reisen alle mit einem gehörigen Respekt nach Wetzlar, weil sie wissen, dass wir mit den Zuschauern und dem Umfeld im Rücken jeden schlagen können. So macht es natürlich Spaß, in die Heimspiele reinzugehen.

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