16. Dezember 2019, 17:27 Uhr

Lockhart-Team gewinnt Stadtderby

16. Dezember 2019, 17:27 Uhr
KC
Applaus, Applaus: Trainer Sherman Lockhart gewinnt mit den Gießen Pointers II das Stadtderby beim MTV 1846 Gießen mit 83:73. FOTO: FRIEDRICH

Die Basketballer der Gießen Pointers II haben am Wochenende das Oberliga-Derby beim MTV 1846 Gießen mit 83:73 gewonnen. Der TSV Krofdorf-Gleiberg gewann sein Heimspiel gegen die SKG Roßdorf mit 64:60. Schlusslicht TSV Lang-Göns zeigte eine ansprechende Leistung gegen den Tabellenzweiten BC Gelnhausen, musste sich jedoch am Ende mit 84:91 geschlagen geben.

TSV Lang-Göns - BC Gelnhausen 84:91 (43:45): Der Start verlief sehr ausgeglichen, nach fünf Minuten führten die Hausherren mit 15:14, weil der TSV seine Vorteile am Brett gekonnt ausnutzte. Die Gäste erhöhten nach einer Auszeit den Druck in der Defense und Gelnhausen legte einen 17:0-Run bis zur Viertelpause (15:31) hin. Langgöns stellte daraufhin die Verteidigung um. Gelnhausen zeigte sich beeindruckt und fand keine Mittel gegen die sehr engagierte TSV-Defense. Im Angriff wurden immer wieder die beiden Center Anatoli Rejditsch und Oli Biallas gesucht und gefunden - Lang-Göns verkürzte mit einem 11:2-Run auf 35:40 und war beim 43:45 zur Halbzeit in Reichweite. Nach der Pause plätscherte die Partie vor sich hin, Gelnhausen hatte leichte Vorteile und konnte sich wieder auf sieben Punkte absetzen. Den besseren Start in das letzte Viertel erwischten die Gäste, sie konnten sich auf 75:62 absetzen. Doch Langgöns kämpfte weiter, kam mit einem 11:0-Run heran und zwang die Gäste zu schwierigen Würfen, die sie aber schlussendlich verwandelten und die Partie mit 84:91 gewannen. TSV-Coach Kai Steinmüller sagte nach der Partie: »Wir haben Charakter gezeigt und können trotz der Niederlage zuversichtlich im neuen Jahr die Rückrunde fortsetzen.« - Langgöns: Biallas (18), Bouffier (4), Burns (13/4), Christ (4), Feldkamp (3/1), Göbel (6), Kane (2), Pusch (11/1), Rejditsch (20), Steinbach (3).

TSV Krofdorf-Gleiberg - SKG Roßdorf 64:60 (29:37): Krofdorf fand nur sehr schleppend in die Partie, obwohl Coach Michael Müller seine Schützlinge auf die 2-3-Zone der Gäste vorbereitet hatte, hatte der TSV massive Probleme gegen die SKG-Defensive. Die Wettenberger bewegten sich zu schlecht in der Offensive und die Trefferquote ließ zu wünschen übrig, folgerichtig verloren sie das erste Viertel mit 11:20. In der eigenen Mann-Mann-Verteidigung fehlte die letzte Konsequenz, sodass Roßdorf immer wieder scoren konnte und somit auch nach 20 Minuten mit 37:29 führte. Nach der Halbzeitpause änderte sich aus Sicht des TSV zunächst nicht viel, die SKG behielt bis zur 27. Minute die Führung (46:36), ehe Müller selbst auf eine Zonenverteidigung umstellte. Dies brachte den gewünschten Effekt. Die Gäste verloren ihren Rhythmus und Krofdorf konnte dank eines 9:0-Runs verkürzen. Im letzten Abschnitt gingen die Gleiberger erstmals in Führung. Diese ließ sich Krofdorf nicht mehr nehmen und hielt den Gegner bis zum 64:60 auf Abstand. Müller bilanzierte: »Wir hatten fast über die gesamte Dauer enorme Probleme, unseren Rhythmus in der Offense zu finden, waren in der zweiten Halbzeit aber defensiv stark verbessert, sodass wir das Spiel am Ende zum Glück noch gewonnen haben.« - Krofdorf: Bergmann (2), Gombert, Müller (6), Njie (2), Plitt-Geissler (2), Rink (20/3), Rostek, Schmidt (6), Schneider (13), Süßlin (11/2), Thormeier, Zimmer (2).

Scheld verwandelt fünf Dreier

MTV 1846 Gießen - Gießen Pointers II 73:83 (40:44): Ohne die beiden Topscorer Onur Mehmed und Paul Carl sowie ohne Ali Abolhassani musste MTV-Coach Filip Piljanovic mit lediglich sieben Spielern in das Derby gehen. Pointers-Coach Sherman Lockhart konnte personell aus dem Vollen schöpfen. Zu Beginn der Partie machte sich das Fehlen der Spieler aufseiten des MTV jedoch nicht bemerkbar. In einer ausgeglichenen Begegnung spielten die Pointers im Angriff ihre Größenvorteile aus und bestimmten auch den Offensivrebound. So führten die Gäste zur Pause mit 44:40. Zu Beginn der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild: Der MTV 1846 verteidigte beherzt, bekam den ehemaligen MTV-Akteur Till Scheld jedoch nicht in den Griff, der insgesamt fünf Dreier verwandelte. Die Pointers verteidigten in der Folge jedoch nicht konsequent genug und erlaubten den Hausherren immer wieder einfache Punkte, womit sie in Schlagdistanz blieben und drei Minuten vor dem Ende sogar am Ausgleich schnupperten. Drei Ballverluste in Folge sorgten aber für die Entscheidung zugunsten der Pointers, die letztlich mit 83:73 gewannen. MTV-Coach Piljanovic ärgerte die Niederlage, jedoch »bin ich stolz auf meine Jungs, wir haben das trotz der vielen Verletzten gut gemacht und eine ansprechende Leistung gezeigt«. Pointers Trainer Lockhart resümierte: »Über den Sieg bin ich sehr froh, Stadtderbys haben immer einen besonderen Charme. Über unsere Leistung allerdings nicht ganz, wir haben nicht gut verteidigt und viele leichte Punkte zugelassen.«

MTV 1846: Burghard, Bötz (11), Fernandez, Giese (16), Orkun Mehmed (29/2), Schneider (1), Shala (16). - Pointers II: Amaize (12/1), Arabin, Bender (2), Keiner, Kistler, Kümmel (3), Lohwasser (1), Scheld (19/5), Schuhmacher (9), Seibert (9), Wiegard (9/1), Wöll (19/2).

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