09. Oktober 2017, 17:11 Uhr

Linden II erobert Tabellenführung

09. Oktober 2017, 17:11 Uhr
Trainer Bernd Wagner grüßt mit seiner MSG Linden II in der Handball-Bezirksliga A von der Tabellenspitze. (Archiv: ov)

Die MSG Linden II hat vor dem spielfreien Wochenende die Tabellenspitze der Handball-Bezirksliga A Männer erklommen. Die Mannschaft von Trainer Bernd Wagner setzte sich gegen die HSG Wettenberg III mit 21:18 durch und profitierte von der 24:30-Niederlage des bisherigen Spitzenreiters HSG Großen-Buseck/Beuern im Topspiel beim TV Hüttenberg III. Neben der MSG und dem TVH sind auch Aufsteiger TSV Lang-Göns II (32:26 gegen Grünberg/Mücke) und die HSG Gedern/Nidda (28:20 über den TSV Södel) ohne Punktverlust.

TV Hüttenberg III – HSG Großen-Buseck/Beuern 30:24 (17:12): Wie in allen Partien zuletzt, verschliefen die Hüttenberger den Start völlig. Nach Jan Schneiders Treffer lagen die Gäste nach neun Minuten bereits mit 7:3 in Führung. »Wir hatten überhaupt keine Absprachen in der Abwehr, Buseck hat uns da wirklich zerlegt. Es ist mir ein Rätsel, warum wir immer so mies anfangen«, sagte Trainer Jan Michel. Doch nach dem Timeout lief es ebenfalls so gut wie in den letzten Partien. Hüttenberg zog mit einem 9:0-Lauf bis zur 21. Minute auf 12:7 davon. Diesen Fünf-Tore-Vorsprung hatten die Hausherren auch zu Pause inne (17:12). In der zweiten Hälfte erwischte die Foos-Sieben erneut den besseren Start und konnte sich bis zur 39. Minute auf 17:19 herankämpfen. Ein weiterer 6:2-Lauf sorgte beim 25:19 (48.) aber bereits für klare Verhältnisse. »Wir haben uns hervorragend zurückgekämpft und uns damit den Sieg auch wirklich verdient. Man merkt, dass wir eingespielt sind und die Abläufe stimmen. Die Kontinuität der letzten beiden Jahre macht sich jetzt mehr und mehr bezahlt«, sagte Michel zufrieden.

Tore Hüttenberg: Kinzenbach (2), Simon Birkenstock (3), Kummer (9), Goy (1), Christ (1), Braun (3), Schmidt (3), Simon (8/3). – Tore Großen-Buseck/B.: Coletta (2), Schneider (1), Stumpf (3), Biedenkapp (5), Rigelhof (2), Fischer (1), Stein (3/2), Funk (3), Leger (4).

SG Rechtenbach – KSG Bieber 22:28 (10:12): »Normalerweise hätten wir jedem Zuschauer das Eintrittsgeld zurückgeben müssen. Die Trainingsleistung unter der Woche hat sich im Spiel fortgesetzt. Mit solchen Leistungen spielen wir bis zum Schluss gegen den Abstieg«, fand SGR-Trainer Christian Kunz klare Worte für den Auftritt seiner Mannschaft. Von Beginn an kamen die Gäste gut ins Spiel, führten schnell mit 3:1 (5.) und legten auch zur Pause ein 12:10 vor. Hatte der Großteil der 110 Zuschauer da noch auf eine Wende gehofft, so wurden sie schnell eines Besseren belehrt. Nachdem Rechtenbach beim 12:13 (33.) noch dran war, zog Bieber in der Folge dank konsequentem Abwehr- und Angriffsspiel bis zur 47. Minute vorentscheidend auf 20:13 davon. »Wir haben in der Deckung jedweden Biss vermissen lassen und hatten auch nicht die Bereitschaft, im Kollektiv Tempo zu machen«, erklärte Kunz.

Tore Rechtenbach: Cislaghi (1), Pokluda (1), Kaluza (2), Viehmann (6), Pape (1), Tägl (4), Alexander Langsdorf (2), Mäß (5). – Tore Bieber: Jox (3), Becker (2), Bender (9/5), Keiner (2), Daniel Krauskopf (1), Brück (1), Stephan (2), Beckmann (2), Meier (6/4).

TSF Heuchelheim – HSG Lumdatal II 26:17 (14:9): Nur in der Anfangsphase konnte das Schlusslicht den Heuchelheimern Paroli bieten, beim 5:6 nach zehn Minuten rief TSF-Trainer Christopher Pangborn seine Truppe zur Auszeit. »Wir haben katastrophal gedeckt und die nötige Ernsthaftigkeit vermissen lassen. Nach dem Timeout haben wir dann endlich angefangen, uns in der Abwehr Bälle zu erarbeiten«, sagte der TSF-Coach. So gelang Max Kuhl beim 7:7 (12.) der letzte Ausgleich Lumdatals, danach zogen die Hausherren über das 11:8 (22.) zur Pause bereits auf 14:9 davon. Weil die Gäste mit einem extrem schmalen Kader aufliefen, fehlten in der zweiten Hälfte die Möglichkeiten, dem Spiel noch einmal Spannung zu verleihen. »Durch unsere klare Steigerung geht der Erfolg natürlich in Ordnung, aber wir haben sicherlich noch Luft nach oben«, fasste Pangborn zusammen.

Tore Heuchelheim: Peter (3), Dönges (2), Lichert (3), Mastenbroek (4/2), Weidner (4), Wagner (1), Bender (3), Bechlinger (1), Lich (5). – Tore Lumdatal: Metka (4), Schlapp (1), Schmidt (4), Gilbert (3), Hahn (2), Kuhl (3).

Langgöns II weiter auf Erfolgskurs

MSG Linden II – HSG Wettenberg III 21:18 (11:8): Über die gesamte Spieldauer lag das Team von Trainer Bernd Wagner in Front, machte es aber unnötig spannend. »Immer wenn wir die Chance hatten, wegzuziehen, haben wir Fehler gemacht und Wettenberg wieder ins Spiel gebracht«, sagte der MSG-Trainer. Der sah, wie sich sein Team nach ausgeglichenem und torarmem Beginn (4:4, 15.) auf 7:4 absetzte und diesen Vorsprung auch in die Pause transportierte. Nachdem sich Wettenberg zunächst auf 12:13 (37.) herangekämpft hatte, zogen die Hausherren auf 18:14 (52.) davon, doch die HSG gab sich nicht auf, nutzte die Schwächephasen Lindens und war beim 18:19 (57.) wieder dran. Doch die MSG behielt in der Schlussphase die Nerven.« Die 5:1-Deckung und gute Torhüter waren heute ganz klar der Schlüssel zum Erfolg«, sagte Wagner.

Tore Linden: Tarek Müller (6/1), Brauner (1), Vogel (4), Zammert (1), Felix Müller (2), Schury (2), Adamczyk (1), Stöhr (4). – Tore Wettenberg: Pioch (2), Stark (1), Schneider (1), Wingefeld (4), Heisiph (2), Hirzmann (4), Leib (4/2).

TSV Lang-Göns II – HSG Grünberg/Mücke 32:26 (14:10): Der Aufsteiger schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Nur beim 2:1 lag Grünberg/Mücke in Front, lief beim 2:5 (11.) bereits einem deutlichen Rückstand hinterher. »Wir haben erst gegen Ende der ersten Halbzeit angefangen, aktiv zu verteidigen, und haben auch nach vorne sehr druckvoll gespielt«, sagte TSV-Trainer Thomas Jung. So setzten sich die Langgönser auch nach dem Wechsel weiter ab, machten aus dem 18:14 (38.) ein 24:17 (48.) und hatte die Punkte sieben und acht damit eingefahren. »In der Breite waren wir besser aufgestellt und haben das Spiel daher auch verdientermaßen gewonnen«, analysierte Jung.

Tore Lang-Göns: Pothmann (3), Klaus Peppler (7), Stoll (1), Klasen (3), Rompf (14/5), Ceh (2), Fuss (2). – Tore Grünberg/M.: Dapper (1), Gregoric (1), Halbich (2), Janicic (10/4), Kaus (1), Sebastian Keil (1), Schudt (10).

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