22. Dezember 2019, 21:18 Uhr

Ligaprimus in Spiellaune

22. Dezember 2019, 21:18 Uhr
Kristin Steinhaus ist mit zehn Treffern die beste Werferin der TSG Leihgestern. FOTO: FRIEDRICH

Im Kampf um den zweiten Tabellenplatz in der Handball-Landesliga der Frauen hat die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen an Boden verloren. Im Spitzenspiel unterlag die Mannschaft von Coach Sebastian Roth der HSG Eibelshausen/Ewersbach mit 21:30 (9:17) und liegt somit auf Rang drei. Weitaus besser machte es da Spitzenreiter TSG Leihgestern, der die TSG Idstein mit 31:19 abfertigte. Gleichbedeutend mit dem zehnten Saisonsieg für die Truppe von Trainerin Jonna Jensen. In einer torreichen Partie setzte sich zudem die HSG Wettenberg II beim TSV Griedel mit 40:37 durch. Durch den Sieg überwintert der Aufsteiger mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis auf Tabellenplatz fünf.

TSG Leihgestern - TSG Idstein 31:19 (17:8): »Wir haben sehr, sehr stark gespielt«, war TSG-Trainerin Jonna Jensen sehr zufrieden. Zumal nur vier Spielerinnen voll einsatzfähig waren, der Rest ging angeschlagen in die Partie. Doch das reichte gegen einen schwachen Gegner. Nach zwölf Minuten führten die Gastgeberinnen bereits mit 6:0, bis dahin das Verdienst der starken Keeperin Laura Stövesand und der sehr guten Defensive. Erst nach einer Auszeit kam der Gast etwas besser ins Spiel, doch zur Pause hatte Leihgestern mit dem 17:8 für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem Wechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts, die TSG Leihgestern kam so zu einem ungefährdeten 31:19-Sieg, ehe anschließend die Weihnachtsfeier folgte. Bester Werferin für die Mittelhessinnen war Kristin Steinhaus mit zehn Treffern. - Leihgestern: 1 Stövesand; van Wickern, Zieger (3), Steinhaus (10), Kerdi (2), Viebahn (3/4), Appel (6), Reeh, Schulz ( 6), Kunzig, Krämer, Faber (1).

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - HSG Eibelshausen/Ewersbach 21:30 (9:17): Trotz der hohen Niederlage im Topspiel vor 250 Zuschauern zog Dutenhofens Trainer Sebastian Roth ein versöhnliches Fazit: »Rückblickend war 2019 ein gutes Jahr für uns, wenn man die Rückrunde der letzten Saison und die jetzige Hinserie betrachtet. Die Mädels haben einen super Job gemacht.« Auch gegen Eibelshausen war man gut ins Spiel gestartet, brachte viel Bewegung auf die Platte, scheiterte aber von Beginn an zu oft an den Gäste-Torhütern. Das Selbstvertrauen der Gastgeberinnen schwand von Minute zu Minute, sie gingen weniger in die Tiefe und spielten damit der Abwehr von Eibelshausen in die Karten. Bis zum 6:6 von Miriam Schmidt (11.) ging das noch gut, in der Folge setzten sich die Gäste jedoch kontinuierlich bis zum Pausen-17:9 ab. »Diesen Schock konnten wir gar nicht abschütteln, aber in der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft Moral beweisen, hat immer versucht dagegenzuhalten, aber heute war Eibelshausen einfach klar besser«, erklärte Roth. Beim 10:21 lagen die Wetzlarerinnen erstmals mit elf Toren hinten (36.) und konnten diesen Rückstand nur noch minimal verkürzen.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Pafla, Naß; Klein (2), Schmidt (3), Okpara, Naumann (2), Bender (1), Schmidt (1), Neul (1), Neumann (2), Lüling, Schäfer (2), Hels (4/2), Müller (3/1).

HSG Goldstein/Schwanheim - HSG Kleenheim-Langgöns II 41:31 (18:15): Nach zwei erfolgreichen Partien ist es den Mittelhessinnen nicht gelungen, diese Siege zu veredeln. »Wenn man 31 Treffer in fremder Halle erzielt, dann muss man diese Begegnung nach Hause fahren. Dieses Spiel war sinnbildlich für die launische Diva aus Mittelhessen, die wir in dieser Saison bisher darstellen«, bilanzierte Kleenheims Trainer Christian Manderla. In den ersten Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der zwölften Minute verkürzte Alica Heidt auf 8:10, während man auf eigener Seite mit dem Defensivspiel augenscheinlich nicht allzu viel zu tun haben wollte. Letztlich war es der eigene starke Angriff, der Kleenheim-Langgöns II überhaupt über lange Phasen im Spiel hielt, während die Abwehr beinahe über den gesamten Zeitraum ein mehr als lückenhaftes System präsentierte. »Ich muss meine Torfrauen dabei sogar weitgehend in Schutz nehmen. An vielen Stellen konnten sie schlichtweg nichts mehr ausrichten«, kommentierte Manderla. Nach dem Wiederanpfiff war die Auswärtsmannschaft durch Sarah Marwald in der 38. Spielminute sogar noch einmal auf 20:22 herangekommen, doch katastrophale fünf weitere Minuten bescherten den Gastgeberinnen einen 6:0-Lauf und damit schon die Vorentscheidung. Am Ende nahm die Niederlage dann eine sehr deutliche Kontur an. »Nach zwei so starken Partien bin ich natürlich von dem Ausgang des Spiels enttäuscht. Das sollte uns so nicht passieren«, meinte Manderla.

Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Stahl; Heidt (2), Dietz, Bretz (5/2), Schuch (2), Hänsel (2), Kuschel (1), Marwald (8), vom Hagen (6), Blasini (3), Pietzner (2).

TSV Griedel - HSG Wettenberg II 37:40 (14:16): HSG-Coach Henrik Schneider war mit dem Spiel und dem Abschneiden in der Vorrunde sehr zufrieden: »Elf Punkte hätten wir vor der Saison zu diesem Zeitpunkt kaum für möglich gehalten. Am Ende haben uns etwas die Körner gefehlt, dadurch, dass Griedel immer offensiver wurde und wir nicht immer so gut damit klar kamen, wurde das Spiel noch einmal zu einem offenen Gefecht, dass wir aber verdient für uns entschieden haben.«

Die Wettenbergerinnen starteten gut und konnten nach 14 Minuten mit 8:5 vorlegen. Griedel ließ sich aber nicht abschütteln und blieb in Schlagdistanz. Kurz vor der Pause war die Heim-Sieben beim 14:16 weiter auf Tuchfühlung. In der zweiten Halbzeit legten die Gäste los wie die Feuerwehr und erzielten in den ersten neun Minuten neun Treffer, so dass die Führung auf 25:18 ausgebaut werden konnte. Griedel aber bewies Moral und verkürzte auf 28:32. Wettenberg zeigte sich zunächst unbeeindruckt und sah beim 37:31 fünf Minuten vor dem Ende wie der sichere Sieger aus. Die Gastgeberinnen kamen jedoch eineinhalb Minuten vor den Abpfiff sogar auf 37:38 heran, die Aufholjagd kam aber zu spät.

Wettenberg II: Stöhr, Reuschling; Jansche (1), Risse (2), Rückel (8), Fischermanns, Drommershausen (5), Till (5), Herbert (3), Simon, Rolshausen (2), Mohr (1), Schneider (5), Weise (8/7).

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