11. Dezember 2017, 17:47 Uhr

Leise rieselt der Schnee durchs Dach

11. Dezember 2017, 17:47 Uhr
Der Winter mit kräftigem Schneefall wirkt sich auch auf den Hallensport aus. Das Handballspiel der KSG Bieber gegen die HSG Buseck/Beuern muss wegen undichtem Hallendach der Großsporthalle kurzfristig abgesagt werden. (Foto: ras)

Die HSG Grünberg/Mücke hat am Samstagabend das Kellerduell der Männer-Bezirksliga A gegen die HSG Lumdatal II mit 19:17 für sich entschieden und damit die »rote Laterne« an den unterlegenen Kontrahenten weitergereicht. Ebenfalls einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf fuhr Aufsteiger SG Rechtenbach ein, der die TSF Heuchelheim II mit 32:13 deklassierte. Weiterhin eine starke Saison spielt die MSG Linden II, die nach dem 26:23-Erfolg über die zuletzt formstarke HSG Marburg/Cappel weiterhin auf dem zweiten Platz liegt. Nicht zur Austragung kam dagegen am Sonntag die Partie zwischen der KSG Bieber und der HSG Großen-Buseck/Beuern. Der gewaltige Schneefall am Sonntag war der Grund dafür. Allerdings war es nicht so, dass die Gäste den Weg in die Großsporthalle ob der Witterungsbedingungen nicht geschafft hätten. Nein, der Schnee rieselte leise, aber beständig durch das Hallendach, sodass an eine Austragung der Partie nicht zu denken war. »Das wäre viel zu gefährlich gewesen. Ein Jugendspiel zuvor musste bereits abgebrochen werden«, berichtete Biebers Trainer Jörg Bender. Die KSG hofft nun, dass das Dach bis zum Wochenende abgedichtet werden kann, weil der Tabellenelfte das Handballjahr mit einer weiteren Heimpartie gegen die MSG Linden II beendet. Die Partie gegen die HSG Großen-Buseck/Beuern wird derweil neu terminiert, aber wohl erst im kommenden Jahr nachgeholt.

TV Hüttenberg III – MSG Florstadt/Gettenau 33:19 (19:13): Die Hüttenberger Dritte hat ihre drei Partien andauernde Niederlagenserie beendet. »Es war natürlich wichtig, den schlechten Lauf endlich zu beenden. Heute waren wir von Anfang an wach und haben das Spiel daher absolut verdient gewonnen«, war TVH-Coach Jan Michel mit seinem Team zufrieden. Dieses hatte auf den obligatorischen schwachen Start in die Partie verzichtet und sich dank aggressiver Deckungsarbeit eine schnelle 6:2-Führung (12.) erarbeitet. Die dezimierten Gäste konnten nur bis zum 4:7 (15.) mithalten, beim 6:12 (20.) war der Rückstand bereits auf sechs Tore angewachsen. Weil die Hüttenberger auch nach der Pause konzentriert blieben und in der Abwehr gewonnene Bälle immer wieder zu eigenen Torerfolgen nutzten, war die Partie nach Timo Schmidts 25:15 schon nach 39 Minuten entschieden. Auch in der Endphase ließ der TVH nicht nach. – Tore, Hüttenberg: Kinzenbach (4), Simon Birkenstock (4), Lukas Birkenstock (2), Zörb (3), Marc Birkenstock (1), Christ (8), Schmidt (4), Simon (7/1). Florstadt/G.: Wolf (5/2), Greife (6), Wenisch (1), Scholz (1), Lösche (2), Kuntze (4).

Abwehr nahezu unüberwindbar

SG Rechtenbach – TSF Heuchelheim II 32:13 (11:6): »Das war eine der besten Deckungsleistungen, die ich in den letzten Jahren von meiner Mannschaft gesehen habe!« Rechtenbachs Trainer Christian Kunz musste nach dem dritten Saisonsieg des Aufsteigers nicht lange überlegen, wo die Gründe dafür zu suchen waren. Dabei sah es in den ersten 20 Minuten (6:6) noch nicht nach einemüberdeutlichen Erfolg an. Doch weil die Abwehr der Gastgeber in der Folge extrem beweglich und gleichzeitig aggressiv stand, deuteten sich die Probleme für die Heuchelheimer schon vor der Pause an. Der Pangborn-Truppe gelang bis zur Halbzeit kein weiterer Treffer mehr, was die SGR zu einer 11:6-Führung nutzte. Und weil die Rechtenbacher Abwehr auch in der zweiten Hälfte super stand und Torhüter Alexander Schmidt dahinter überragend agierte, zogen die Gastgeber bis zur 42. Minute bereits spielentscheidend auf 21:8 (!) davon. »Wir haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Als die Handbremse gelöst war, haben wir Heuchelheim dann aber überrollt und gezeigt, was an einem guten Tag alles möglich ist«, freute sich Kunz. – Tore, Rechtenbach: Cislaghi (3), Bepler (3), Bepperling (6/5), Kaluza (2), Viehmann (6), Pape (5), Tägl (1), Alexander Langsdorf (1), Tim Langsdorf (4), Mäß (1). – Heuchelheim: Dönges (2), Weidner (1), Ebert (3), Billek (4/2), Bender (3/3).

HSG Wettenberg III – TSV Södel 30:32 (16:15): Eine vermeidbare Niederlage steckte die HSG-Dritte ein, für Trainer Benny Blattner war es nämlich nicht die Stärke Södels, die das Spiel entschied. »Wir haben über die gesamte Partie leider viel zu emotionslos verteidigt und das Spiel ganz klar in der Abwehr verloren. Was leider aber nicht bedeutet, dass wir nicht vorne noch einiges hätten liegen lassen«, erklärte Wettenbergs Coach. Dessen Team hatte sich nach schwachem Start (3:6, 7.) in die Partie zurückgekämpft (9:9, 18.) und mit dem letzten Angriff der ersten Hälfte erstmals die Führung übernommen (16:15, Wingefeld). Vor allem mit schnellem Angriffsspiel setzten die Wettenberger den Gästen aus der Wetterau zu, auch beim 22:21 (40.) lagen die Hausherren noch hauchdünn in Front. Doch in der Folge kippte die Partie, weil die HSG in der Abwehr viel zu passiv stand und auch keine Mittel gegen Routinier Andy Hoffmann fand. So drehte die Schlichting-Truppe die Begegnung, lag fünf Minuten vor dem Ende mit 30:27 in Führung und hatte die Partie nach Hofmanns zehntem Tagestreffer zum 31:28 für sich entschieden. – Tore, Wettenberg: Pioch (2), Edelmann (4), Paul (2), Wingefeld (5), Heisiph (2), Hirzmann (6), Kemper (1), Leib (8/4). – Södel: Brehm (1), Hofmann (10), Tauchmann (5), Glas (1), Ulrich (6), Jankowetz (2), Roth (7/4).

HSG Grünberg/Mücke – HSG Lumdatal II 19:17 (9:8): Ein torarmes Kellerduell ging verdientermaßen an die Gastgeber, die ihren ersten Saison-Heimsieg feierten und die Gäste aus dem Lumdatal damit wieder auf den letzten Tabellenplatz verwiesen. »Insgesamt haben wir uns den Sieg verdient, da wir uns nach schwachem Beginn klar gesteigert haben. Den Erfolg haben wir uns aber ganz klar in der Abwehr und dank einer starken Torhüterleistung erkämpft«, berichtete Grünbergs Co-Trainer Stefan Gerdewitz. Der Start gehörte noch Lumdatal, nach sieben Minuten hatten sich die Gäste eine 4:1-Führung erspielt. Doch mit der Einwechslung von Keeper Igor Dud kippte die Partie, auch weil die Grünberger Abwehr in der Folge sehr aggressiv agierte. Weitere vier Treffer gelangen der Bezirksoberliga-Reserve nur noch bis zur Pause, was die Gastgeber nutzten, um über das 6:6 (22.) zur Halbzeit schon eine Führung herauszuwerfen (9:8). Nachdem Lumdatal dank eines Weis-Doppelpacks nochmals zum 12:12 (43.) ausgeglichen hatte, übernahmen die Gastgeber das Kommando, setzten sich zunächst auf 15:12 (50.), wenig später entscheidend auf 19:14 ab (57.). Wermutstropfen nach dem wichtigen Heimerfolg war die schwere Knieverletzung, die sich Andre Sussmann zuzog und der seinem Team in diese Saison wohl nicht mehr zur Verfügung stehen dürfte. »Das ist für uns und vor allem für Andre, der ja schon mal einen Kreuzbandriss hatte, ganz schlimm. Wir wünschen ihm natürlich alles Gute«, sagte Gerdewitz, dem die Freude über den Sieg vergangen war. – Tore, Grünberg/M.: Gregoric (2), Keil (1), Sussmann (3), Dragicevic (3), Dapper (1), Halbich (3), Keil (3), Schudt (3). – Lumdatal: Metka (2), Bauer (7/3), Sauer (1), Borde (1), Kuhl (3/2), Weis (3).

13 Treffer durch Kevin Stöhr

MSG Linden II – HSG Marburg/Cappel 26:23 (9:13): Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die Zuschauer in der Lützellindener Sporthalle. Dank einer klaren Leistungssteigerung konnte die MSG die Partie in Hälfte zwei noch für sich entscheiden und nach Pluspunkten mit dem spielfreien Tabellenführer HSG Gedern/Nidda gleichziehen. »Wir haben in der ersten Halbzeit nicht zugepackt und auch im Angriff zu viele Fehler gemacht. In der zweiten Hälfte war das dann ein ganz anderer Auftritt von uns, hoch konzentriert und mit viel Tempo«, berichtete Lindens »Co« Niklas Agel, der Trainer Bernd Wagner erfolgreich vertrat. Mit der Empfehlung von fünf Siegen in Serie war Marburg/Cappel angetreten und in den ersten 30 Minuten auch das bessere Team. Nach dem 5:5 (10.) übernahmen die Universitätsstädter das Kommando, gingen zunächst mit 8:5 (15.) in Führung und bauten diese nach 20 Minuten sogar auf 11:6 aus. Nach dem 9:13 zur Pause brauchte die MSG nur sechs Minuten, um zum 15:15 auszugleichen. Und weil die Gastgeber nun auch die Kreisanspiele Marburgs immer besser unterbanden und Torhüter Benedikt Zörb einige freie Bälle parierte, schloss der 13-fache Torschütze Kevin Stöhr den 11:3-Lauf Lindens mit dem 20:16 (47.) ab. In Gefahr geriet der Vorsprung dann in der Endphase nicht mehr. – Tore, Linden: Tarek Müller (3), Vogel (4/1), Brockmann (1), Zammert (1), Felix Müller (2), Schury (1), Weimer (1), Stöhr (13/3). – Marburg/C.: Barabas (3), Flothow (3), Rieke (4/3), Pallesen (3), Sangmeister (5/2), Vogelbacher (5).

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