16. Dezember 2018, 21:47 Uhr

Leihgestern mit sensationeller erster Hälfte

16. Dezember 2018, 21:47 Uhr

Kampflos ist Frauenhandball-Landesliga-Tabellenführer HSG Lumdatal zu den nächsten zwei Punkten gekommen. Die Gäste aus Anspach/Usingen traten zur letzten Partie des Jahres nicht an. Mit diesen beiden Zählern hat Lumdatal mit 22:0 die perfekte Hinrunde gespielt. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten TSG Leihgestern beträgt vier Punkte. Die TSG setzte sich unterdessen gegen die HSG Kleenheim/Langgöns mit 38:21 durch. Einen Punkt erkämpfte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen beim 23:23 in Griedel, sodass die HSG nicht mehr Letzter ist.

TSG Leihgestern - HSG Kleenheim/Langgöns 38:21 (21:8): Die Partie war beim 21:8 zur Pause bereits entschieden. Leihgestern fand sehr gut ins Spiel und ging bereits nach 20 Sekunden in Führung. Über 5:3 (8.) bis zum 10:7 (13.) hielten die Gäste noch den Anschluss. Danach gelang der HSG bis zum Wechsel nur noch ein Treffer, und der Tabellenzweite aus Leihgestern erzielte Tor um Tor. Die Angriffe der TSG konnten meist nur durch ein Foul gestoppt werden und so gab es sehr oft einen Siebenmeter. Von der Linie konnte sich Annika Friedrich auszeichnen, sie erzielte neun ihrer elf Tore durch Strafwürfe. »Unsere erste Halbzeit war sensationell, besser haben wir diese Saison noch nicht gespielt«, zeigte sich TSG-Trainerin Jonna Jensen sehr zufrieden. »Kleenheim hatte alle spielberechtigten Spielerinnen aus der ersten Mannschaft dabei, aber wir waren einfach sehr stark«. In der zweiten Halbzeit wechselte Leihgestern munter durch und konnte sich auch fünf schwächere Minuten leisten. Dies änderte aber nichts am Ausgang des Spiels. In der 40. Minute betrug der Vorsprung bereits 16 Tore (28:12). Dieser Abstand hatte in der 56. Minute beim 35:19 immer noch Bestand. Dieser Sieg war genau die richtige Einstimmung für die TSG-Weihnachtsfeier im Anschluss an die Partie.

Leihgestern: Schnaubelt, Türk; van Wickern (1), Heller (4), Penning (4), Fina (1), Appel (2), Reeh (6), Schulz (3), Friedrich (11/9), Viebahn (1), Faber, Steinhaus (5). – Kleenheim/Langgöns: Altenheimer, Jetishi; Engel, Barnusch (4), Neul (3/1), Hänsel (3), Schäfer (1), Kuschel, Grygar, Kreß (1), Schuch (1), vom Hagen (4/3), Bretz (1), Schepp (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Grumbach/Menges. – Zuschauer: 65. – Zeitstrafen: 2:8 Minuten. – Siebenmeter: 10/9:4/4.

TSV Griedel – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 23:23 (10:14): Den besseren Start erwischten die Gastgeberinnen, die nach zehn Minuten mit 6:5 vorne lagen. Mit zwei Toren innerhalb der nächsten zwei Minuten drehten die Gäste das Spiel und bauten ihre damit errungene Führung bis zur Pause auf 14:10 aus. Das HSG-Hoch hatte Bestand bis zum 19:20. Griedel schaffte es innerhalb der folgenden drei Minuten, mit einem 4:1-Lauf dem Spiel eine erneute Wende zu geben. Mit einer 23:21-Führung im Rücken und einer Restspielzeit von drei Minuten vor Augen, sahen die Schützlinge von Trainer Martin Schmitt damit wie der Sieger aus. Dank einer fulminanten Schlussphase und zwei Toren von Vida Majstorovic und Lisa-Marie Naumann gelang es den Gästen, das Spiel ein letztes Mal auszugleichen und einen Punkt mit auf die Heimfahrt zu nehmen. Eine offene Deckung, die zu Ballgewinnen führte, begünstigte diesen Verlauf ebenso wie zwei Hinausstellungen aufseiten den Gastgeberinnen. Beide Trainer waren sich darüber einig, dass das 23:23 ein für beide Seiten gerechtes Ergebnis ist. HSG-Coach Sebastian Roth bilanzierte: »Vor allem auf das, was meine Mädels in der ersten Halbzeit abgeliefert haben, bin ich stolz. Die Mannschaft hat an die Leistung des Spiels bei der FSG Vortaunus unter der Woche angeknüpft. Sie hat erkannt, auf was es ankommt, um im Abstiegskampf erfolgreich zu bestehen, und befindet sich auf dem richtigen Weg dafür.« Der Punktgewinn sorgt dafür, dass die rote Laterne über die Weihnachtstage hinweg von der Lahn in den Taunus zur HSG Anspach/Usingen weitergereicht wurde.

Griedel: Scheffer, Wicke; Knoblauch, Wawrzinek (3), Krombach, Freitag (1), Gros (1), Schmitt (2), Brück (1), Katarina Dietz, Wicke (1), Heisiph, Frank (8/4), Madelene Dietz (6). – Dutenhofen/Münchholzhausen: Scholz, Pafla, Naß; Otto (1), Klein (2), Schmidt (6/1), Majstorovic (2), Naumann (5), Bender (5), Neumann, Kreiling, Hahn (2).

Im Stenogramm: SR: Münker/Tiz (Mörlen/Hüttenberg). – Zu.: 35. – Zeitstr.: 8:8 Min. – Siebenmeter: 4/4:1/1.

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