05. März 2020, 17:27 Uhr

Leihgestern klar favorisiert

05. März 2020, 17:27 Uhr
Olivia Reeh (l.) erwartet mit ihrer TSG Leihgestern die HSG Goldstein/Schwanheim, während die HSG Wettenberg II um Lisa Fischermanns Eibelshausen/Ewersbach zu Gast hat. FOTO: RAS

Saisonendspurt in der Frauenhandball-Landesliga, der 18. Spieltag steht bereits auf dem Programm. In massiver Abstiegsgefahr befindet sich der TV 05/07 Hüttenberg II mit nur 8:24 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz, der davon profitiert, dass der HSG Goldstein/Schwanheim drei Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen werden. Die U23 der SG Kleenheim-Langgöns hat nur vier Punkte Vorsprung auf den TVH und benötigt jeden Zähler, um sich weiter abzusetzen. Derlei Probleme hat die HSG Wettenberg II so gut wie hinter sich gelassen und strebt mit ausgeglichenem Punktekonto eher den Sprung von Tabellenplatz sechs auf fünf an. Für die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ist das Thema Aufstieg noch ein theoretisches, allerdings ist Tabellenführer Leihgestern bislang zu souverän.

HSG Kleenheim-Langgöns U23 - TSG Eddersheim II (Samstag 15.30 Uhr, Weidig-Halle Oberkleen): SGK-Trainer Christian Manderla hadert noch mit dem Spiel der Vorwoche, in dem seine Damen mit 26 Toren im Angriff eine ordentliche Leistung gezeigt, in der Defensive aber zu schlecht agiert hatten. »Das muss gegen Eddersheim komplett anders werden.« Die junge Eddersheimer Truppe verfügt über eine gute Rückraumachse. Beste Torschützin auf Rang vier der Landesliga-Liste ist Jasmin Rühl, die auch für die Siebenmeter der TSG verantwortlich zeichnet. »Eine Mannschaft, die einen schönen Handball spielt«, so Manderla, der momentan mit einigen angeschlagenen Spielerinnen unterwegs ist. »Eine bessere Defensive sollte unser Ziel sein, denn ganz so viele Möglichkeiten, Punkte zu holen, haben wir nicht mehr.«

TV 05/07 Hüttenberg II - HSG Sindlingen/Zeilsheim (Samstag 17.30 Uhr, Sporthalle Hüttenberg): »Alles andere als ein Sieg gegen Sindlingen zählt nicht, da brauchen wir gar nicht zu diskutieren«, gibt TVH-Coach Stefan Mappes die Kampfansage aus. »Wenn es am Ende nicht reicht, ist es eben so, aber ich will die Runde auf keinen Fall als Tabellenletzter beenden.« Das sieht auch seine Mannschaft so und will entsprechend konzentriert zu Werke gehen. Wenige Fehler im eigenen Angriff und im Zweifel ein gutes Rückzugsverhalten sind vonnöten, um die HSG in den Positionsangriff zu zwingen. In der Defensive denkt Mappes über eine veränderte Formation nach, um den Sindlinger Spielfluss zu stören. Regina Walter hat sich im Spiel gegen Eibelshausen ein Außenband abgerissen, dafür stoßen zwei Spielerinnen aus der A-Jugend zum Kader, die in dieser Woche auch schon im Training mit dabei waren.

TSG Leihgestern - HSG Goldstein/Schwanheim (Samstag 18 Uhr, Stadthalle Linden): Das Hinspiel konnten die Frankfurterinnen in weiten Teilen ausgeglichen gestalten. Dem Tabellenführer gelang es erst in den letzten sechs Minuten, sich endgültig durchzusetzen und aus einem 27:27 einen 35:28-Sieg herzustellen. »Ich finde, das war eine der schönsten aufspielenden Mannschaften, gegen die wir bisher gespielt haben«, lobte TSG-Trainerin Jonna Jensen. »Wir wollen es auf jeden Fall besser machen als im Hinspiel, wo wir lange gebraucht haben, um den Gegner zu knacken. Das ist von der ersten Minute an das Ziel«, so Jensen. Ob Neuzugang Nicole Weinecker das Tor hüten kann, ist noch fraglich, da sie sich leicht am Oberschenkel verletzt hat.

TV Idstein - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (So., 17 Uhr, Sporthalle Am Hexenturm): Nach der Analyse des Spiels in Leihgestern am letzten Wochenende ist man bei der HSG zu dem Ergebnis gekommen, über 40 Minuten eine richtig gute Partie beim 20:26 geliefert zu haben. »Das ist aber abgehakt, jetzt beginnt wieder der normale Liga-Alltag«, erklärte Coach Sebastian Roth. Mit Idstein wartet eine Mannschaft, die sich Stück für Stück von den Abstiegsrängen entfernt hat und in diesem Jahr bereits mit einem Sieg gegen Eibelshausen/Ewersbach überraschen konnte. »Die Abwehr spielen sie sehr robust und im Angriff leben sie von ihrer Rückraumreihe«, weiß Roth und will gerade hier den Hebel ansetzen.

HSG Wettenberg II - HSG Eibelshausen/Ewersbach (So., 17.30 Uhr, Halle GS Launsbach): Im Hinspiel hatten die Wettenbergerinnen in Eibelshausen ordentlich eins auf die Mütze bekommen. Zwar gelang es den Damen von Trainer Henrik Schneider, immer wieder Rückstände aufzuholen, am Ende unterlag man aber mit sechs Toren. »Da lagen dann ja auch mehr Spielerinnen verletzt hinter der Bank, als auf dem Spielfeld waren«, erinnerte sich Schneider mit Grausen zurück. Die körperliche Überlegenheit der Gäste schlug sich auch in fünf Zeitstrafen plus einer Roten Karte nieder. Aber auch spielerisch wissen sie zu überzeugen. »Da ragt keine besonders heraus. Sie haben viele fleißige Torschützen«, sagt Schneider. Bei Wettenberg sind alle Spielerinnen fit und können nach dem Sieg in Kleenheim befreit aufspielen.

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