26. Januar 2020, 22:51 Uhr

Leihgestern Derbysieger

26. Januar 2020, 22:51 Uhr
RÜB
Wettenbergs Franziska Till (10) hat Sandra Penning (l., TSG Leihgestern/l.) überlaufen und trifft. FOTO: RAS

In der Handball-Landesliga Mitte der Frauen bleibt die TSG Leihgestern nach dem 30:25 bei der HSG Wettenberg II an der Tabellenspitze.

TSG souverän

HSG Wettenberg II - TSG Leihgestern 25:30 (12:17): Leihgestern wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die Wettenbergerinnen verpassten somit zwar eine Überraschung, zeigten jedoch eine über weite Strecken ansprechende Leistung, auf die das Trainergespann Schneider/Schmitz in den kommenden Wochen aufbauen kann.

Ralf Schmitz: »Ich habe ein richtig gutes Spiel von meiner Mannschaft gesehen. Kurz vor der Halbzeit haben wir ein wenig nachgelassen, aber selbst nach neun Toren Rückstand Charakter gezeigt, uns nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Ebenfalls erfreulich ist es für uns, dass gleich vier Spielerinnen der A-Jugend uns heute unterstützt haben.« Auf der Gegenseite zeigte sich Trainerin Jonna Jensen mit dem Auftritt ihrer Mannschaft nur zum Teil zufrieden: »Wir waren in der ersten Halbzeit auf einem wirklich guten Weg, hätten unsere Chancen dabei sogar noch besser nutzen können. In der zweiten Hälfte machen wir uns das Leben unnötig schwer, sind vorne wie hinten nicht mehr ganz so konsequent, treffen keine guten Entscheidungen und machen insgesamt zu viele Fehler.«

Nach ausgeglichenen fünf Anfangsminuten setzte sich der Spitzenreiter beim 8:4 durch die beste Torschützin der Liga, Kristin Steinhaus, erstmals deutlich ab. Dieser Rückstand wuchs bis auf sechs Tore an, zur Pause lag die HSG II mit fünf Toren im hinten.

Im zweiten Durchgang knüpfte Leihgestern an die souveräne erste Halbzeit an, nach einem 4:0-Lauf betrug der Vorsprung des Meisterschaftsanwärters erstmals acht Tore. Trotz dieser Hypothek zeigten sich die Gastgeberinnen über Teile der Partie ebenbürtig und verkürzten zum 22:27 und schnupperten beim 25:28 (59.) durch Carla Weise, die für ein Dutzend Tore verantwortlich war, sogar noch an einem möglichen Punktgewinn. Letztendlich zeigte sich die TSG abgeklärt und fuhr einen 30:25-Auswärtssieg ein.

Wettenberg: Stöhr, Reuschling; Jansche (2), Fischermanns, Rückel (2), Schäfer, Drommershausen (1), Till (1), Herbert (3), Simon, Rolshausen (3), Mohr, Schneider (1), Weise (12/7). - Leihgestern: Stövesand, Teichner; Zieger (1), Steinhaus (7), Penning, Kerdi (1), Viebahn (7/3), Appel (4), Reeh (5/1), Schulz (2), Kunzig (2), Faber (1).

Hüttenberg siegt

TV 05/07 Hüttenberg II - TV Idstein 27:25 (15:12): Die zweite Damenmannschaft des TV Hüttenberg konnte am Samstag zuhause gegen Idstein einen wichtigen Heimsieg verbuchen. Mit 27:25 behielten die Landesliga-Spielerinnen von Trainer Stefan Mappes die Oberhand. Eine Drei-Tore-Führung konnte der TVH bereits zur Halbzeit verbuchen (15:12).

»Es war uns klar, dass wir nur als Team gewinnen konnten. Idstein hat deutlich bessere Spielerinnen im Team. Aber was meine Spielerinnen geleistet haben, ist aller ehren Wert. In allen Mannschaftsteilen wussten wir zu überzeugen und haben auch eine super kämpferische Einstellung gezeigt«, so ein sehr zufriedener Hüttenberger Übungsleiter.

Die Gastgeberinnen begannen sehr gut und konnten in der sechsten Minute eine 4:2-Führung verbuchen, doch Idstein legte zu und glich aus. In der 19. Minute war Hüttenberg sogar beim 8:9 knapp im Rückstand, bis zur Halbzeit wurde jedoch wieder ein Vorsprung erspielt. In der 29. Minute führten die Mittelhessinnen sogar mit vier Toren.

ie zweite Halbzeit war geprägt von der konstanten Teamleistung des TVH. Es wurde gut verteidigt und im Angriff mit viel Zug zum Tor gespielt. Beim 25:20 in der 53. Minute war die Entscheidung zu Gunsten von Hüttenberg zum Greifen nahe. Mit ihrem Tor zum 27:24 in der 59. Minute ließ Kira Rüpprich die Hüttenberger Mannschaft jubeln, der so wichtige Sieg war sicher und somit ist der Anschluss ans Tabellenmittelfeld wiederhergestellt.

Hüttenberg: Martin, Schaffer; Walter (5), Klaus (1), Stroh (2), Couper (1), Wallenfels (1), Herzberger, Andermann (1), Rüpprich (5/1), Seipp (2), Müller, Schmidt (5), Langenbach.

Auswärtserfolg

TSG Eddersheim - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 25:29 (14:15): Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen hat in Eddersheim durch eine großartige Mannschaftsleistung mit 27:25 gewonnen. »Wir haben heute cool gespielt und verdient gewonnen, nach Startschwierigkeiten konnten wir das Spiel drehen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, wir haben das auswärts gut gemacht und immer an uns geglaubt«, so HSG-Trainer Sebastian Roth.

Der Beginn der Partie war allerdings gar nicht nach dem Geschmack von Trainer Roth. Seine Damen lagen nach zehn Minuten bereits mit 2:7 im Rückstand. Doch zeichnet die HSG dieses Jahr aus, dass die Mannschaft in schwierigen Situationen ruhig bleibt und nicht die Nerven verliert. In der 19. Minute war dann auch der Anschluss beim 9:11 wiederhergestellt. Mit der ersten Führung zum 15:14 durch Johanna Müller wurden die Seiten getauscht.

Eddersheim begann zunächst wieder gut und konnte die Führung übernehmen. In der 45. Minute beim Gastgeber-22:18 war Dutenhofen sehr weit vom Sieg entfernt, jedoch legte die Mannschaft zu und konnte in der 53. Minute wieder ausgleichen (23:23). Als Bianca Otto in der 58. Minute zum 26:23 einwarf, war es geschafft.

Dutenhofen/Münchholzhausen: Pafle, Naß; Otto (4), Klein, Naumann (7), Bender (1), Neumann (1), Weimer, Carotenuto (2), Hahn (5), Schäfer (4), Müller (3/2).

»Zu grün«

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Wiesbaden 28:32 (14:15): Die HSG Kleenheim-Langgöns II musste sich trotz einer insgesamt ordentlichen Leistung geschlagen geben. Gegen die favorisierte HSG VfR Eintracht Wiesbaden war am Ende kein Gras gewachsen, sodass die Mittelhessinnen mit 28:32 (14:15) das Nachsehen hatten. »Ich will diesmal wirklich festhalten, dass wir als Mannschaft merklich gewachsen sind und wir ein gutes Spiel gegen einen der Aufstiegsfavoriten gemacht haben, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat«, erklärte Christian Manderla, Trainer der Hausherrinnen.

Bis zum 9:9-Gleichstand in der 19. Minute durch Nele-Marie Barnusch blieben die Kleenheimerinnen auf Augenhöhe mit den Landeshauptstädterinnen. Doch innerhalb weniger Situationen zogen die Gäste im weiteren Verlauf auf 13:9 davon (24.). Zuvor hatte gerade Torfrau Caroline Altenheimer etliche Bälle des Auswärtsteams entschärft und ihre Mannschaft so immer wieder im Spiel gehalten.

»In die zweite Halbzeit kommen wir dann mit viel Dynamik aus den Kabinen«, freute sich Manderla, dessen Team bis zur 39. Minute durch Alica Heidt auf 20:17 enteilte. Doch nach hinten heraus wurde gerade die individuelle Qualität der Gäste deutlich, die sich mehrfach durch einfache Treffer von Annika Hermenau und Marketa Soukupova darstellte. Mit drei Toren in Folge in der 57. Minute sorgte Hermenau beim 30:26 im Grunde bereits für die Vorentscheidung zugunsten der Wiesbadenerinnen. Letztendlich konnte die SGK auch nicht mehr entscheidend aufschließen.

Kleenheim: Altenheimer, Stahl; Heidt (1), Barnusch (4), Bretz (2), Schuch (4), Klug (9/6), Ulm, Hänsel (1), Marwald (4/2), vom Hagen (1), Wulf, Kleinpell (2), Pietzner.

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