17. Januar 2020, 22:51 Uhr

Lange Kerls stellen

17. Januar 2020, 22:51 Uhr
Paul Geffert will mit der U 19 der HSG Wetzlar ins Final Four. FOTO: RAS

Heimspiele stehen für die mittelhessischen Vertreter der Jugendhandball-Bundesliga an. In der Meisterrunde empfängt die U 19 der HSG Wetzlar den HC Bremen, der TV 05/07 Hüttenberg hat in der »Beschäftigungs«-Pokalrunde Eintracht Hagen zu Gast.

Meisterrunde / HSG Wetzlar U 19 - HC Bremen (So., 14:30 Uhr, Sporthalle Dutenhofen): HSG-Trainer Thomas Weber kennt den Gegner zwar nur vom Videostudium, musste aber trotzdem schmunzeln. »Wie die Norddeutschen so sind: alle groß und auch ein paar massiv.« Bremen stellt eine kompakte 6:0-Abwehr, die Wetzlar in Bewegung bringen muss, um sich in gute Schussposition zu bringen. Oben drüber dürfte schwer sein, daher gilt es, für einzelne Spieler Platz zu schaffen und freie Würfe zu kreieren. Alle drei Bremer Rückraumpositionen sind mit starken Distanzschützen besetzt, die zudem gut mit den Kreisläufern zusammenspielen. »Da müssen wir die Kreuzungen gut verteidigen, um keine einfachen Tore aus dem Rückraum zu bekommen«, so Weber, der von seiner Mannschaft vollen Einsatz fordert. Einziger Schwachpunkt der Gäste, wenn man das so bezeichnen darf, ist das Eins-gegen-eins-Spiel. »Wenn wir sie da stellen können, haben wir die Chance, das Spiel offen zu gestalten.«

Großer Vorteil ist für die Wetzlarer die Heimspielatmosphäre. Und man hofft natürlich darauf, dass die weite Bremer Anreise ein Übriges tut, um die eigenen Chancen zu erhöhen. »Wir wollen natürlich zwei Punkte holen, um weiter im Geschäft zu bleiben.« Das Final 4 ist zwar noch weit entfernt, aber der Wunsch, sich die Möglichkeit einer Teilnahme so lange wie möglich offen zu halten, natürlich allgegenwärtig. Weber kann personell aus dem Vollen schöpfen, alle angeschlagenen Spieler haben sich von ihren Blessuren erholt.

Pokalrunde / TV 05/07 Hüttenberg U19 - VfL Eintracht Hagen (So. 16 Uhr, Sporthalle Hüttenberg): Zum Spitzenspiel der Gruppe West ist der Tabellenführer zu Gast beim Rangzweiten TVH. Hagen geht mit drei Siegen im Rücken ins Spiel, aber auch die Hüttenberger haben ihre ersten beiden Partien in der Pokalrunde siegreich gestaltet. In der Vorrunde ist die Mannschaft von TVH-Coach Michael Ferber mit 15:23 am VfL und vor allem der eigenen Abschlussschwäche gescheitert. »Im Angriff wollen wir unsere schwache Leistung aus dem Hinspiel ausradieren und auch dieses Spiel dafür nutzen, die maximale Leistung abzurufen«, so die Hüttenberger Marschroute.

Hagen besticht vor allem durch seine torgefährliche Rückraumreihe, die zudem gut mit den Kreisläufern kooperiert. »Wir werden uns auf viele Zweikämpfe einstellen und dies zu unterbinden versuchen«, so Ferber.

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