12. Februar 2019, 14:00 Uhr

Basketball

Landesliga-Derby: Licher nehmen Punkte aus Langgöns mit

Die Landesliga hält ein spannendes Saisonfinale bereit: Nach dem Licher Derbysieg in Langgöns stehen die drei heimischen Vertreter vorne. Die Pointers-»Dritte« führt das Mittelhessen-Trio an.
12. Februar 2019, 14:00 Uhr
KC
Der Licher Cedric Ohly (r.) leitet den nächsten Angriff seines Teams ein. Maximilian Remy vom TSV Lang-Göns verteidigt. (Foto: Friedrich)

Lich Basketball II gewann am Wochenende das Landesliga-Topspiel beim TSV Lang-Göns mit 76:67, die Basketballer der Gießen Pointers III blieben durch einen 72:58-Auswärtssieg beim TV Wetzlar an der Tabellenspitze.

TSV Lang-Göns – Lich Basketball II 67:76 (29:35): In einer prall gefüllten Halle sahen die Zuschauer zu Beginn der Partie einen offenen Schlagabtausch: Lich traf zwei Distanzwürfe, die der TSV zu kontern wusste. Lang-Göns-Coach Kai Steinmüller stellte die eigene Defense um, um die Licher Distanzschützen besser in den Griff zu bekommen. Die Hausherren erspielten sich einen 11:1-Lauf zum Ende des ersten Viertels und gingen mit 20:16 in Führung. Wie bereits in den letzten Spielen, schaffte es der TSV nicht, die Konzentration hoch zu halten, und Lich konnte vermehrt kurz vor Ablauf der 24 Sekunden zu einfachen Punkten kommen. Der Langgönser Motor kam in der Offense ins Stocken, zu viele Einzelaktionen und unnötige Ballverluste führten zum 35:29-Halbzeitstand für Lich. Nach der Pause bekamen die Zuschauer wieder lange eine ausgeglichene Partie geboten, die Hausherren erspielten sich konsequent Freiräume und setzten Center Seckin Yalaz gekonnt in Szene. Der sorgte für viel Unruhe in der Licher Zone. Der TSV verteidigte deutlich aggressiver, was allerdings häufig in unnötigen Fouls mündete: Lich behielt von der Linie die Nerven und konnte 13 seiner 24 Punkte durch Freiwürfe erzielen. In den letzten zehn Minuten war es ein Auf und Ab: Lang-Göns ging in den sechs Minuten Restspielzeit durch einen 9:2-Lauf wieder in Führung. Die anschließende Auszeit von Lichs Coach Thorsten Heinz sollte Wirkung zeigen, die Gäste antworteten mit einem 11:2-Run zwei Minuten vor Ende. Die TSV-Offensive fand keine Mittel mehr, leistete sich einige unnötige Ballverluste und nutzte gegen foulbelastete Licher Big Men die Vorteile unter dem Korb nicht aus. Lich zeigte sich weiterhin treffsicher von der Linie und verwandelte die Freiwürfe zum Auswärtssieg.

TSV-Coach Steinmüller bilanzierte nach der Partie: »Wir haben zwar eine gute Verteidigung gezeigt, aber waren gegen die junge und dynamische Truppe aus Lich dann oft einen Schritt zu spät. Das hat Lich an der Line sehr gut ausgenutzt. Im Angriff waren wir die Hälfte der Spielzeit zu eigensinnig und haben uns zu wenig bewegt.« Lichs Heinz war angetan von der Leistung seiner Jungs im »Do-or-die«-Spiel, er gab zu Protokoll: »Meine Jungs wussten, um was es geht. Wir haben ab der ersten Sekunde für 40 Minuten lang gezeigt, mit welcher Energie man so eine Partie bestreiten muss. Wir haben über weite Strecken geführt und verdient gewonnen.«

Lang-Göns: Rejditsch (18), Gissel (10), Burns (9/3), Yalaz (9), Scruggs (7/1), Göbel (6), Remy (4), Kane (2), Steinbach (2), Feldkamp, Petrillo, Christ.

Lich: Ohly (16/2), Roith (15), Gümbel (3/1), Wolf (7/2), Gänger (6/1), Werkle (8/1), Hungenberg (4), Reitschmidt (14/1), Schmidt (3), Friedrich, Kämmler, Endres.

TV Wetzlar – Gießen Pointers III 58:72 (32:32): Die Pointers starteten gut in die Partie und konnten früh mit 11:3 in Führung gehen. Die Hausherren fanden keine Mittel gegen eine sehr starke Defense, Gießen kam durch einige Ballgewinne zu einfachen Punkten. In dieser Phase konnten die Gäste vor allem unter den Körben immer wieder erfolgreich abschließen. Den Start in das zweite Viertel verschliefen die Harnisch-Mannen jedoch komplett, ein Wetzlarer 13:0-Run brachte die Gäste ins Hintertreffen. Bis zur Halbzeit kämpfte Gießen sich jedoch zurück und konnte zum 32:32 ausgleichen.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Pointers. Jetzt waren sie es, die sich einen 14:0-Lauf erspielten, was der Grundstein zum Auswärtssieg sein sollte. Genau diese 14 Punkte Vorsprung konnten die Gäste bis zum Spielende zum verdienten 72:58-Endergebnis halten. Christoph Harnisch gab nach der Partie zu Protokoll: »Der Schlüssel zum Erfolg war heute ganz klar der Einsatz aller Spieler in der Defense, in der Offense haben unsere Big Men insgesamt 41 Punkte erzielen können.«

Gießen: Shahim (14), Hillgärtner (2), Jarke (2), Minas Adis (2), Willumat (0), Pantke (6), Bosch (11), Christopher Junker (6), Kanngießer (6), Harnisch (18), Weitzel (5).

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