31. Oktober 2019, 17:37 Uhr

Krofdorf will Schwung mitnehmen

31. Oktober 2019, 17:37 Uhr
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Von Svantje Merker-Gärtner
Mit viel Rückenwind gen Norden: Katharina Quapil und die Krofdorf Knights gehen mit Selbstvertrauen ins Spiel bei den Hurricanes Rotenburg/Scheeßel. (Foto: ras)

Und wieder müssen die Krofdorf Knights für ihr Basketball-Zweitligaspiel weit fahren. Am Sonntag treten sie nach einer rund 400 Kilometer langen Anfahrt bei den Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel an und wollen ihren Schwung vom Erfolg in Berlin nutzen. Für die Bender Baskets Grünberg steht ebenfalls am Sonntag eine Partie auf dem Programm, die sie ihrerseits durch den frisch gewonnenen Rückenwind aus dem Wochenend-Überraschungscoup für sich entscheiden wollen. Sie werden vom BBZ Opladen erwartet.

Hurricanes Rotenburg/Scheeßel - Krofdorf Knights (Sonntag, 16 Uhr): Die Krofdorferinnen dürften keine guten Erinnerungen an die letztjährigen Begegnungen mit den Hurricanes haben. Sowohl in eigener Halle als auch auswärts hatten sie gegen die Norddeutschen das Nachsehen. Einige Akteurinnen von damals stehen den Gastgeberinnen weiter zur Verfügung. Sie hatten den Sprung in die Playoffs, der ihnen vor Beginn der Runde erneut zugetraut worden ist, geschafft. Ob sich die Wettenbergerinnen wieder auf die starke US-Amerikanerin Kama Griffits einstellen müssen, ist noch offen - beim letzten Spiel der Hurricanes war sie nicht dabei. Dreimal ist Rotenburg bislang aufgelaufen. Es gab aber bereits zwei Niederlagen gegen die als Hochkaräter gehandelten Teams aus Bensberg und Braunschweig sowie einen knappen Sieg gegen Berlin. Den fuhren auch die Krofdorferinnen am Wochenende ein. Das Punktepaar hält die Stimmung im Team von Coach Uwe Scheidemann weiter auf einem guten Level. Es wäre hilfreich, wieder die tolle Atmosphäre der Spielerinnen untereinander aufs Feld zu übertragen, um am Sonntag den nächsten Erfolg zu verbuchen. Natürlich müssen die Gäste auch konsequent agieren und alles, was in Berlin funktionierte, wieder abrufen. »Rotenburg dürfen wir definitiv nicht unterschätzen«, warnt Teambetreuerin Tumika Rinderknecht vor allzu viel Euphorie.

BBZ Opladen - Bender Baskets Grünberg (Sonntag, 16.30 Uhr): Grünbergs Trainer Dejan Kostic verweist auf die großen und beweglichen BBZ-Spielerinnen. Sie wissen sich unter dem Körben zu behaupten, sind zudem schnell und somit schwer zu verteidigen. Andererseits rechnet er damit, während der Partie öfter auf eine Opladener Zonenverteidigung zu stoßen. Darauf bereiten sich die Bender Baskets natürlich vor. In der Vorbereitungsphase wurden sie damit einige Male konfrontiert und zogen sich gut aus der Affäre. Auf das BBZ eingestellt, sollte ihnen das am Sonntag wieder gelingen. Nutzen wollen die Mittelhessinnen ihren Elan, der nach der Überraschung gegen Braunschweig noch größer geworden ist. Trotz allem fordert Kostic weiterhin die taktische Disziplin und schwärmt von den schnellen Lernprozessen sowie der Zielstrebigkeit seiner jungen Mannschaft. »Die Rollen werden angenommen und ausgefüllt«, beschreibt der Coach die zwar zeitintensive, aber sich auszahlende Arbeit. Die jüngeren Spielerinnen entwickeln sich weiter, wovon die Routiniers profitieren. Sie bekommen auf dem Feld immer mehr Unterstützung. Verzichten müssen die Grünbergerinnen weiter auf Lotte Seegräber. Wie der Kader für Sonntag letztlich aussieht, ist auch von den Akteurinnen abhängig, die noch im WNBL-Team auflaufen, das ebenfalls am Sonntag im Einsatz ist.



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