28. Januar 2020, 22:12 Uhr

Krofdorf feiert Derby-Erfolg über Langgöns

28. Januar 2020, 22:12 Uhr
KC

Kein erfolgreiches Wochenende erlebten drei der vier mittelhessischen Oberliga-Teams, lediglich die Basketballer des TSV Krofdorf-Gleiberg konnten im Derby gegen den TSV Lang-Göns einen 99:77-Sieg einfahren. Für den ersatzgeschwächten MTV 1846 Gießen war gegen die SKG Roßdorf nichts zu holen (63:97). Auch die Gießen Pointers II mussten beim BC Marburg eine knappe 61:69-Niederlage einstecken.

TSV Krofdorf-Gleiberg - TSV Lang-Göns 99:77 (53:35): Den besseren Start erwischten die Hausherren, nach fünf punktearmen Minuten führte Krofdorf durch einfache Korb-leger mit 8:2. Die Gäste konnten die flinken Krofdorfer Guards meist nur mit Fouls stoppen und schickten sie früh an die Linie. Durch erfolgreiche Dreier von Jerome Burns und Chris Kane verkürzte Langgöns auf 11:18. Einige unnötige Ballverluste und - aus TSV-Sicht - einige fragwürdige Entscheidungen der Unparteiischen (drei technische Fouls und ein Foulverhältnis von 3:13) begünstigten einen Krofdorfer 17:0-Run bis zur Viertelpause (35:11). Zu sehr haderten die Gäste mit den Entscheidungen der Schiris, Krofdorf nutzte die Unruhe geschickt aus und zog bis auf 43:13 davon. Gäste-Coach Kai Steinmüller appellierte in der folgenden Auszeit an seine Spieler, nicht aufzugeben und eine Jetzt-erst-recht-Mentalität an den Tag zu legen. Aufseiten der Müller-Schützlinge machte sich bemerkbar, dass sie nicht mehr mit letzter Konsequenz und voller Konzentration weiterspielten. Langgöns setzte Distanzschütze Burns und Center Oli Biallas gekonnt in Szene und war durch einen 20:4-Run wieder in Schlagdistanz. Nach der Pause war es ein Spiel auf Augenhöhe, beide Teams glänzten in der Offense mit vielen Punkten, Langgöns konnte jedoch nicht weiter verkürzen. Zum Leidwesen der Gäste verletzten sich gleich drei Spieler im Lauf der zweiten Halbzeit und konnten nicht mehr eingesetzt werden. Die letzten zehn Minuten waren geprägt von starker Defense auf beiden Seiten. Krofdorf spielte die Partie souverän zu Ende, gewann verdient mit 99:77 und belegt weiterhin Tabellenplatz zwei.

Krofdorf-Coach Michael Müller bilanzierte: »Ich bin nicht zufrieden mit unserer Leistung ab dem zweiten Viertel, wir haben zu viele Offensivrebounds zugelassen, und nach der hohen Führung schlich sich der Schlendrian bei einigen Spielern ein, daran müssen wir arbeiten.« Der Langgönser Coach Steinmüller war sich sicher, dass »wir das Spiel im ersten Viertel verloren haben, wir haben uns von der Schiri-Leistung anstecken lassen und haben den Faden verloren. Ab dem zweiten Viertel haben wir gut mitgehalten.«

Krofdorf: Bergmann (3/1), Müller, Njie (1), Plitt-Geissler (18/3), Rink (37/2), Schmidt (15), Schneider (12), Süßlin (5), Zimmer (8/1).

Langgöns: Biallas (12), Bouffier (8/1), Burns (23/5), Christ (3), Feldkamp, Gissel (7), Kane (5/1), Pusch (2), Rejditsch (2), Remy (2), Steinbach (13/2).

Personalprobleme beim MTV zu groß

MTV 1846 Gießen - SKG Roßdorf 63:97 (34:46): Wie befürchtet, hatte der MTV mit großen personellen Problemen zu kämpfen. Von den verletzten Spielern kehrte lediglich Ali Abolhassani zurück, konnte aber nur sehr dosiert eingesetzt werden. Durch das zeitgleich angesetzte Jugendspiel standen Coach Filip Piljanovic lediglich sieben Spieler zur Verfügung. Während der ersten Halbzeit konnte Gießen der SKG noch über weite Strecken Paroli bieten. Ein Zwölf-Punkte-Pausenrückstand war kein Beinbruch. In der zweiten Halbzeit ging den MTV-Akteuren die Luft aus, auch die Zonen-Verteidigung der Gäste machte Gießen das Leben schwer. Roßdorf setzte sich kontinuierlich ab, fuhr schlussendlich einen wichtigen 97:63-Auswärtssieg ein und verließ zum ersten Mal in der Saison die Abstiegsränge. MTV-Coach Piljanovic sagte: »Meine Jungs haben alles rausgehauen, mit gerade mal sechs fitten und einem angeschlagenen Spieler war klar, dass es sehr schwer wird.«

MTV Gießen: Abolhassani (6/2), Bötz (12), Giese (14/1), Onur Mehmed (15), Orkun Mehmed (12/2), Schneider (4/1).

BC Marburg - Gießen Pointers II 69:61: Für die Pointers verlief der Start alles andere als nach Plan, die ersten 15 Minuten war Gießen fast nicht anwesend. Viele Turnover und leicht vergebene Korbversuche prägten das Spiel der Lahnstädter. Coach Sherman Lockhart versuchte, seine Jungs aufzuwecken. Auch zwei frühe Auszeiten brachten zuerst keinen Erfolg. Erst Mitte des zweiten Viertels ging ein Ruck durch das Team, plötzlich spielten die Pointers wie ausgewechselt. Nach der Halbzeitpause knüpfte Gießen an die letzten fünf Minuten aus dem ersten Abschnitt an. Vor allem Henry Volkert und der noch junge David Wiegard prägten diese Phase, die nach 25 Minuten mit dem Ausgleich endete. Von nun an war es ein Spiel auf Augenhöhe. In der entscheidenden Phase kam es zu ein paar fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen, sodass Marburg mit einem leichten Vorsprung in die Crunchtime ging. Die Pointers vergaben jedoch die letzte Gelegenheit zur möglichen Overtime. Marburg scorte im Gegenzug, und so ging die Partie für die Gäste knapp verloren. Pointers-Coach Lockhart war nach der Partie bedient: »Wir haben fast die gesamte erste Halbzeit total verpennt und sind nicht ins Spiel gekommen, zehn gute Minuten reichen in der Oberliga nicht.«

Gießen Pointers II: Arabin (4), Bender (2), Kümmel (1), Lohwasser (2), (3/1), Schuhmacher (3), Seibert (6), Wiegard (13/1), Wöll (19).

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