26. September 2018, 19:41 Uhr

Krofdorf Knights wollen Konstanz ins Spiel bekommen

26. September 2018, 19:41 Uhr
Krofdorf Knights (h., v. l.): Trainer Uwe Scheidemann, Ellie Shaxon, Chelsea Small, Co-Trainer Mika Scheidemann, Teambetreuerin Tumika Rinderknecht; vorne (v. l.): Julia Ishaque, Sarah Lückenotte, Lotte Seegräber, Katharina Quapil, Leslie Robinson. Es fehlen: Susanne Seel und Sandrine Gries. (Foto: Merker-Gärtner)

Hin und her geht es für die Krofdorferinnen. Im Wiederaufstiegsjahr 2016 traten sie in der Nordgruppe der zweiten Liga an. In der letzten Saison wurden sie der Südgruppe zugeordnet. Nun geht es für sie zurück in den Nord-Pool, dem jedoch der neue Name Nordost verpasst wurde. Vor dem Zweitliga-Start haben die Knights schon ein Pflichtspiel absolviert. In der zweiten DBBL-Pokal-Runde, für den ersten Durchgang hatten sie ein Freilos bekommen, war der Erstligist Herner TC bei ihnen zu Gast und warf die Wettenbergerinnen aus dem Rennen.

Kommen/Gehen: Die Knights melden fünf Zugänge, denen genauso viele Abgänge gegenüberstehen. Allerdings ist Lotte Seegräber nicht völlig neu. Ihre beiden letzten Saisons absolvierte sie beim TSV Grünberg bzw. bei den Bender Baskets Grünberg und hatte bereits davor für die Wettenbergerinnen auf dem Parkett gestanden. Die 22-Jährige Leslie Robinson kommt von der Princeton University. Sie hat mit Craig Robinson nicht nur einen bekannten, ehemaligen College-Basketball-Trainer als Vater, sondern mit ihrer Tante sowie ihrem Onkel Michelle und Barack Obama auch weltbekannte Verwandte. Aus der ersten englischen Division ist Ellie Shaxon (26 Jahre) zu den Krofdorferinnen gewechselt. Mit Sandrine Gries (21 Jahre) und Sahrah Lückenotte (20 Jahre) haben sich zwei junge deutsche Spielerinnen den Knights angeschlossen. Zusammen mit den verbliebenen Akteurinnen werden die Zugänge versuchen, die Abgänge zu kompensieren. Kapitän Erin Bratcher startet in ihrer Heimat USA ihre berufliche Karriere. Alise Karlsone ist nach Lettland, und somit ebenfalls nach Hause, zurückgekehrt. Sina Flottmann zog es nach einjährigem Gastspiel in Mittelhessen zu den Telekom Baskets Bonn. Sarah Kuschel hat sich dem Ligakontrahenten Elangeni Falcons Bad Homburg angeschlossen. Kate Aizsila hat das Team mit unbekanntem Ziel verlassen.

Trainer: Seit dreieinhalb Saisons ist Uwe Scheidemann der Headcoach der Wettenbergerinnen. Er nimmt mit ihnen zum dritten Mal das Abenteuer Zweitliga-Basketball auf. Als Co-Trainer steht ihm auch in dieser Spielzeit wieder sein Sohn Mika Scheidemann zur Seite.

Stärken/Schwächen: In der stark veränderten und mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren jungen Mannschaft stehen viele schnelle Spielerinnen. Sie sollen den geforderten Tempobasketball zeigen. Eine riesige Akteurin fehlt im Kader. Keine überbietet die 1,87 Meter der Neu-Krofdorferin Ellie Shaxon. Chelsea Small misst 1,84 Meter, sollte aber nach ihrem kurz vor Toresschluss der abgelaufenen Saison erlittenen Achillessehnenriss erst ab Ende Oktober einsetzbar sein. Ihr Comeback feierte sie jedoch schon eine Woche vor dem Ligastart während des Pokalspiels. Probleme könnte die recht dünne Personaldecke mit sich bringen. Da darf nicht wieder so viel passieren wie im letzten Jahr, denn aktuell stehen nur neun Basketballerinnen zur Verfügung.

Prognose: Trainer Uwe Scheidemann konnte erst ab Mitte September mit seinem kompletten Kader trainieren. »Der Abgang von Kapitän Erin Bratcher tut besonders weh. Sie war nicht nur eine Stütze auf dem Feld, sondern hat die Mannschaft auch abseits des Parketts zusammengehalten«, beschreibt Teammanagerin Tumika Rinderknecht. Jetzt wird von der frisch zu den Knights gekommenen Leslie Robinson einiges erwartet. Sie gilt als Teamplayer, hat jedoch auch Drang zum Korb und macht einfach das, was gerade gebraucht wird. Wenn sie wieder richtig fit ist, wird die das Gesamtpaket bietende Chelsea Small ebenfalls eine tragende Rolle einnehmen. Den jungen Spielerinnen wird zugetraut, eine gute Rolle einnehmen zu können. Insgesamt gelten die Knights 2018/2019 als jung und stark.

Ziel: Einen konkreten Tabellenplatz streben die Mittelhessinnen nicht an. Wichtig ist, Konstanz in ihr Spiel zu bekommen. Extrem schwankende Leistungen wie in der zurückliegenden Runde sollen sich nach dem Willen der Verantwortlichen nicht wiederholen. Das Vorhaben so umzusetzen, gelingt mit Sicherheit leichter, wenn das Verletzungspech bei den Knights nicht permanent zuschlägt.

Fazit: Nach den Sommerferien, also Anfang August, sind die Wettenbergerinnen als Team in die Saisonvorbereitung gestartet. Es gab Testspiele und eine Turnier-Teilnahme, die nicht nur dem Finden als Mannschaft auf dem Feld galt, sondern zudem der Förderung des Miteinanders neben dem Basketball diente. Der kleine Kader erspart Coach Scheidemann bei der Aufstellung die Qual der Wahl – auch zum Zweitliga-Start am Sonntag um 16.30 Uhr in der Eduard-David-Sporthalle gegen die GiroLive Panthers Osnabrück. Vielmehr hoffen die Knights, stets ihre schlagkräftige Truppe aufbieten zu können und nicht wie im Vorjahr oftmals durch Verletzungen und Krankheitswellen in Personalnot zu geraten.

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