Lokalsport

Krofdorf Knights ohne Druck gegen Titelfavorit

Beim Wiederaufsteiger ASC Mainz, der auch zur eigenen Überraschung in der Nordgruppe auflaufen muss, treten die Bender Baskets Grünberg am Samstagabend an. Dort wollen sie nach ihrer Enttäuschung über die Auftaktniederlage die ersten Zweitliga-Punkte der Saison holen. Ihren durch den Auswärtscoup bei der TG Neuss erhaltenen Rückenwind wollen die Krofdorf Knights mit in die Heimpartie gegen den Erstliga-Absteiger und klaren Favoriten Gisa Lions SV Halle nehmen.
04. Oktober 2018, 21:56 Uhr
Svantje Merker-Gärtner

Beim Wiederaufsteiger ASC Mainz, der auch zur eigenen Überraschung in der Nordgruppe auflaufen muss, treten die Bender Baskets Grünberg am Samstagabend an. Dort wollen sie nach ihrer Enttäuschung über die Auftaktniederlage die ersten Zweitliga-Punkte der Saison holen. Ihren durch den Auswärtscoup bei der TG Neuss erhaltenen Rückenwind wollen die Krofdorf Knights mit in die Heimpartie gegen den Erstliga-Absteiger und klaren Favoriten Gisa Lions SV Halle nehmen.

ASC Mainz – Bender Baskets Grünberg (Sa., 20 Uhr): Mainz hat bereits zwei Spiele absolviert und beide verloren. Das Saisondebüt in Bad Homburg ging klar und deutlich an die Gastgeberinnen, die zweite Begegnung wurde in eigener Halle an Alba Berlin abgegeben. So stehen eigentlich schon beide Teams unter Zugzwang, denn die Bender Baskets Grünberg haben als oberstes Ziel den Klassenerhalt ausgerufen. Um nicht komplett der Liga hinterherlaufen zu müssen, wollen die Gallusstädterinnen am Samstag einen Sieg mit nach Mittelhessen nehmen. Coach René Spandauw vertritt die verhinderte etatmäßige Trainerin Aleksandra Heuser und stellt die Spielerinnen auch für die kommende Aufgabe ein. Diese hatten am zurückliegenden Wochenende Chancen auf den Sieg, vergaben aber zu viele Möglichkeiten. In Mainz soll konsequenter agiert und der im Vergleich zum Vorjahr veränderten Gastgebertruppe möglichst wenig gestattet werden. »Wenn wir normal spielen, müssten wir gewinnen«, glaubt Spandauw an die Qualitäten des eigenen Kaders. Das Fehlen der Langzeitverletzten Charlotte und Paula Kohl wird sich auf der Centerposition wieder bemerkbar machen, soll jedoch von den anderen Akteurinnen kompensiert werden. Da die Grünberger Mannschaft zahlenmäßig nicht gut bestückt ist, hofft der Trainer, von weiteren Ausfällen verschont zu bleiben.

Krofdorf Knights – Gisa Lions SV Halle (So., 16.30 Uhr, Eduard-David-Sporthalle): Das Team aus Halle ist nicht nur Erstliga-Absteiger, sondern gilt als Meisterschaftskandidat der zweiten Liga und möchte auch direkt wieder ins Oberhaus zurückkehren. Diese Vorschusslorbeeren sind am Mittwoch erst einmal zerpflückt worden, denn die Lions verloren bei der SG Bergische Löwen. Am Sonntag sind sie dennoch der Favorit. »Wir haben nicht den Druck, gewinnen zu müssen«, sagt Krofdorfs Teammanagerin Tumika Rinderknecht. Die Knights nehmen die Rolle des Underdogs an und haben in der Wochenmitte für ihren ersten Erfolg gesorgt. In Neuss zu bestehen, war vorab nicht unbedingt zu erwarten gewesen, ist aber hilfreich bezüglich des bereits verbuchten Punktepaares. Erste Sorgenfalten sind jetzt erst einmal geglättet. Mit einer guten Vorbereitung auf den kommenden Gegner aus Halle wollen die Gastgeberinnen aber nichts dem Zufall überlassen. Sie möchten dem Heimpublikum ein gutes Spiel bieten und zeigen, welche Leistung sie aufs Feld bringen können. Dass das zumindest auswärts klappt und eine erfolgreiche Aufholjagd nicht nur ein kurzes Zwischenhoch ist, hat die letzte Partie eindrucksvoll gezeigt. Lotte Seegräber fehlt den Wettenbergerinnen wie schon bei der TG wegen einer Fußverletzung.

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