24. September 2020, 22:43 Uhr

Korbhungrige 46ers

Die Gießen 46ers haben ihr erstes Testspiel gewonnen. Mit 124:85 setzte sich der heimische Bundesligist auch ohne drei Spieler gegen die ProA-Mannschaft aus Ehingen durch.
24. September 2020, 22:43 Uhr
JSG
Gießens Center Brandon Bowman setzt gegen Akim-Jamal Jonah (r., Team Ehingen/Urspring) zum Abschluss an. FOTO: FRIEDRICH

Gießen 46ers


Mit Liam O’Reilly, Isaac Hamilton, Brandon Thomas, Johannes Richter und Scottie James startete Trainer Ingo Freyer in der leeren Osthalle ins erste Testspiel. Sein Basketball-Team startete ohne die verletzten Jonathan Stark, Alen Pjanic und Bjarne Kraushaar aggressiv und zwang Ehingen Urspring im ersten Angriff zu einem Rückspiel. Combo-Guard Hamilton erzielte zwar die ersten fünf Punkte seines Teams, musste mit drei Fouls nach zweieinhalb Minuten aber bereits auf die Bank. Die Gäste spielten agil - und so stand es bald 12:20. Die Mittelhessen agierten dagegen wild - die Automatismen griffen noch nicht. Bis zum Ende des Viertels drehten die 46ers aber den Spielstand auf 35:30.

Mit Tim Köpple als Pointguard kam mehr Struktur ins Angriffsspiel. Doch nachdem es zwischenzeitlich aussah, als könnten sich die Hausherren etwas absetzen, zog der Schlendrian in die Defensive ein. Nach einem Ehinger Spaziergang zum 44:39 nahm Freyer seine zweite Auszeit.

Auch die Innenspieler James und Brandon Bowman zeigten ihre Ballhandling-Skills. So bediente Bowman seinen Namensvetter Thomas im Fastbreak sehenswert zum 48:39. Das Zusammenspiel zwischen O’Reilly und James brachte nun die wenigen Anwesenden zum Staunen, als das Duo auf einen Alley-Oop noch einen Durchstecker folgen ließ. James erarbeitete sich das Highlight der Halbzeit: Nach einem Block ließ er einen einhändigen Dunk folgen. Einen klassischen Center wie zuletzt John Bryant wird es im Gießener Trikot diese Saison nicht zu sehen geben. Die Lahnstädter schlossen die Halbzeit mit einem 12:0-Lauf zum 64:47 ab.

Auch Hamilton reihte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs in die schönen Aktionen ein und schloss am Korb ab. Zudem trug sich Richter von der Freiwurflinie nach einem Zug zum Korb ins Scouting ein. Dass die ohne zwei Starter angereisten Schwaben defensiv überfordert waren, zeigte sich spätestens, als Routinier Thomas 14 Minuten vor dem Ende sträflich frei für drei zum 90:60 einnetzte. Die letzten fünf Punkte des Abschnitts gingen dann auf Köpples Kappe, der aus der Mittel- und Ferndistanz zum 95:62 traf.

Die Hundert erzielte Ferdinand Zylka, der unauffällig spielte, aber sechs Assists bei nur einem Ballverluste ablieferte. Mit einem Alley-Oop von Hamilton auf Tim Uhlemann füllte auch der neunte Spieler im 46ers-Kader seine Punktereihe. Den Schlusspunkt setzte dann noch einmal Thomas mit einem Dunking zum 124:85.

Coach Freyer zeigte sich mit den verschiedenen Aspekten des Spiels wie Angriff, Verteidigung oder dem Spiel in Systemen über Abschnitte zufrieden. »Das Ergebnis ist zweitrangig. Es interessiert mich nur, dass wir unseren Rhythmus finden. Das ist uns phasenweise gut gelungen. Wir wissen, dass noch viel zu tun ist. Wir haben heute zum ersten Mal über 40 Minuten richtig gespielt«, so der Cheftrainer.

Gießen: James (33), Thomas (31), O’Reilly (18), Bowman (11), Hamilton (11), Zylka (11), Köpple (5), Richter (2), Uhlemann (2).

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