29. September 2018, 12:25 Uhr

Gießen 46ers

Konzentration als Schlüssel

Das Warten hat ein Ende! Mit dem Heimspiel der Gießen 46ers gegen den Mitteldeutschen BC startet am Sonntag um 15 Uhr die neue Saison der Basketball-Bundesliga.
29. September 2018, 12:25 Uhr
Benedikt Turudic (am Ball) und der Mitteldeutsche BC sind am Sonntag der erste Bundesliga-Gast der Gießen 46ers. (Foto: Imago)

Gießen 46ers


Die Anhänger, die ab 12 Uhr einen gemeinsamen Gang vom Uni-Hauptgebäude in Richtung der Halle planen, können sich auf viele bekannte Gesichter freuen: Mit John Bryant und Benjamin Lischka, aber auch Mahir Agva, Max Landis oder Jeril Taylor blieben einige Stützen der letztjährigen Mannschaft. Dazu kennt man einige der neu hinzugekommenen Spieler wie David Bell, Brandon Thomas oder Larry Gordon ebenfalls bereits aus der Liga, so dass sich von Anfang an ein Gefühl der Vertrautheit mit der Mannschaft einstellen dürfte. »Wir hatten das Gefühl, dass uns manchmal die Cleverness, die Erfahrung fehlte in der letzten Saison, und haben entsprechend im Sommer versucht, uns da zu verbessern«, erklärt Manager Heiko Schelberg die Transferpolitik im Sommer.

Status quo: Zum Ausklang der Heim-Partien in der vergangenen Saison gab es eines der Highlights, nämlich den Heimsieg gegen ALBA Berlin. An dieses Spiel wollen die 46ers anknüpfen und direkt zum Beginn der neuen Kampagne ihre Ansprüche untermauern, dieses Jahr nicht nur um den Klassenerhalt zu spielen. Selbst, wenn der Ligaverbleib das Ziel wäre, wäre ein Sieg gegen den Mitteldeutschen BC vor eigenem Publikum aber eine Pflichtaufgabe. Zuletzt testeten beide Mannschaften gegen medi Bayreuth und setzten sich beide gegen die Oberfranken durch.

Der Gegner: Die Weißenfelser wollen in diesem Jahr nicht bis zur letzten Sekunde im Abstiegskampf stecken, für die Playoffs dürfte es aber auch nicht reichen. Der neue Cheftrainer Aleksander Scepanovic, letzte Saison noch Assistent von Igor Jovovic (zum polnischen Klub Zielona Gora), hat eine Mannschaft zusammengestellt, in der neben dem Gießener Benedikt Turudic und Sergio Kerusch alle Spieler neu sind. Dabei setzen die Wölfe voll auf Risiko: Mit ihrem kleinen Budget holten sie eine Menge talentierter Spieler, die aufgrund ihrer Verletzungshistorie günstig einzukaufen waren: So verpasste beispielsweise Hans Brase eine College-Saison wegen eines Kreuzbandrisses, David Brembly spielte in den vergangenen zwei Jahren nicht einmal die Hälfte aller Spiele für Bremerhaven und Trevor Releford kam letzte Saison in Griechenland gerade einmal auf sechs Spiele. Das kann gut gehen, muss es aber nicht: Alex Ruoff, Königstransfer des MBC, ist bereits wieder in die USA abgereist: Nachdem er bereits letzte Saison in Badalona kein Spiel bestreiten konnte, ist das Knie auch weiterhin nicht zu belasten – für ihn kam mit Lee Moore vom italienischen Europapokalvertreter Leonessa Brescia aber bereits Ersatz.

Das Lazarett: In Gießen sieht es besser aus als bei den Wölfen, dennoch muss sich Trainer Ingo Freyer einige Fragen stellen. Denn mit Bjarne Kraushaar (Knöchel) und David Bell (Brustmuskelriss) fallen gleich zwei seiner Guards aus. Damit dürfte viel Verantwortung auf Siyani Chambers und Max Landis liegen. Letzterer setzte unter der Woche einen Tag im Training mit einer kleinen Erkältung aus: »Ich bin froh, dass er so kommuniziert hat – andere Spieler sagen nichts und verschleppen dann etwas«, lobt Ingo Freyer seinen Guard.

Das sagt Freyer: »Das erste Spiel ist immer schwer einzuschätzen, da will ich nicht von Pflichtsiegen sprechen. Weißenfels hat eine interessante Mannschaft. Da sind ein paar Namen dabei, die man kennt, wie Brembly oder Sergio Kerusch. Wenn die da weitermachen, wo sie mal standen, sind das gute Spieler. Die Mannschaft ist gut zusammengestellt, aber wie gut sie harmonieren, weiß man aber erst nach ein paar Spieltagen. Am Sonntag geht die Mannschaft als Sieger vom Parkett, die über mehr Minuten konzentriert und intensiv arbeitet. Das ist unser Ziel. Wenn uns das 40 Minuten lang gelingt wäre das absolut super, ist zu diesem Zeitpunkt in der Saison aber eher unwahrscheinlich. Wir wissen, was wir können und haben auch Erkenntnis erlangt, in welchen Dingen wir uns noch verbessern müssen. Aber letztendlich sind jetzt alle heiß darauf, dass es endlich wieder losgeht.«

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