04. Februar 2018, 22:41 Uhr

Kollektiver Jubel in Grünberg

04. Februar 2018, 22:41 Uhr
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Von Svantje Merker-Gärtner
Es geht doch! Die Basketball-Spielerinnen der Bender Baskets Grünberg nach dem überraschenden Sieg gegen Tusli Berlin (v. l.): Hanna Reh, Katharina Philippi und Isabell Meinhart. (Foto: Vogler)

Vorab konnten die Bender Baskets Grünberg nicht unbedingt damit rechnen, gegen den als Tabellenzweiten angetretenen TuSLi Berlin zu gewinnen. Dass es gelang, war nach den letzten Zweitliga-Niederlagen schon etwas überraschend. Vor allem die Höhe des Erfolgs war im Vorfeld nicht abzusehen. Die Gallusstädterinnen setzten sich deutlich mit 70:49 (39:26) durch und haben sich eine komfortable Ausgangsposition für die nächsten Wochen geschaffen, in denen es für sie weiter um den Klassenerhalt in der Nordgruppe geht.

»Über weite Strecken war das ein gutes Spiel von uns«, lobte Trainerin Aleksandra Heuser und fügte an: »Berlin hat sich nicht so gewehrt wie erwartet.« Ihre Mannschaft zeigte sich in vielen Bereichen verbessert und hätte sogar noch höher gewinnen können. Wegen der deutlichen Führung begann sie aber früh, im vierten Viertel viel zu wechseln. Spielerinnen, die sonst wenige Einsatzzeiten erhalten, konnten ihr Minutenkonto somit etwas erhöhen.

Grünberg wollte seine körperlichen Vorteile nutzen und tat das, über das Centerspiel. Vermehrt wurde Celia Marfone isoliert, um sie unter dem Korb in eine gute Position zu bringen. Ihre 20 Punkte zeigen, dass das gelungen ist. Vorentscheidend war der 21:2-Run der Mittelhessinnen zwischen der neunten und der 15. Minute. In dieser Phase zogen sie vom 12:10 auf 33:12 davon. Da war der Berliner Widerstand eigentlich schon gebrochen.

Mit ihrer guten Verteidigung ließen die Bender Baskets in der ersten Halbzeit nur 26 Zähler ihrer Gäste zu. Auch nach dem Seitenwechsel machten sie fokussiert weiter und zogen TuSLi Korb um Korb fort. Grünbergs sehr gute Dreierquote von 53 Prozent kann sich ebenso sehen lassen wie die für die Gallusstädterinnen gute 40-prozentige Quote aus dem Zweierbereich – und das mit 39:30 gewonnene Reboundverhältnis. »Am Donnerstag und am Freitag konnten wir mit zehn Spielerinnen trainieren. Das hat sich ausgezahlt«, war Trainerin Heuser froh über diese in Grünberg nicht immer mögliche Beteiligung.

Zur ungewohnten Heimspielzeit geht es für die Bender Baskets aus Grünberg weiter. Schon am Samstag empfangen sie um 20 Uhr die Bergischen Löwen in der Sporthalle der Theo-Koch-Schule. Das Heimrecht war bereits im Vorfeld der Saison wegen Karnevalsveranstaltungen in Bensberg getauscht worden.

Bender Baskets Grünberg: Marfone (20/2 Dreier), Meinhart (7/1 Dreier), P. Kohl (2), Reichert (10), C. Kohl (2), Putz (7), Proffitt (16/4), Reeh (5/1), Philippi (1), Seegräber, Kucera.

TuSLi Berlin: Menz (9), Sabally (12), Gohlisch (14), Blume (6), Khan (2), Kleine-Beek (4), Abbott (2), Poros, Greiner, Zeis.



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