25. Juli 2019, 22:47 Uhr

Klimpke Matchwinner

25. Juli 2019, 22:47 Uhr
Till Klimpke von der HSG Wetzlar im Tor der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der WM in Spanien. (Foto: Wolf)

Einen Tag nach dem bitteren Achtelfinal-Aus gegen Portugal verabschiedet sich die deutsche U21-Handball-Nationalmannschaft gestern von der WM mit einem Sieg nach Siebenmeterwerfen gegen Gastgeber Spanien und sicherte sich Rang neun. Sie stürmten alle auf Torwart Till Klimpke zu und feierten ihren Helden überschwänglich: Dank einer finalen Parade des Wetzlarers im zwölften Wurf des Siebenmeterwerfens gewann die Mannschaft von Trainer Martin Heuberger das Platzierungsspiel um die Ränge neun und zehn gegen Spanien mit 29:28.

Nach 60 Minuten hieß es 23:23, nachdem Jannek Klein den Ausgleich zwei Sekunden vor dem Ende erzielt hatte. Die Wende war die Einwechslung von Klimpke nach der Pause, obwohl Max Mohs anfangs auch nicht schlecht gehalten hatte. Hendrik Schreiber von der HSG Wetzlar/TV Hüttenberg erzielte zwei Treffer.

»Man sieht, international ist alles auf sehr engem Niveau«, sagte der oberste Nachwuchscoach des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Mittwoch nach der 36:37-Niederlage nach Verlängerung im Achtelfinal-Krimi gegen Portugal: »Im Nachwuchs passiert da im Moment sehr viel. Wir müssen in Deutschland weiter kontinuierlich arbeiten, wenn wir dabeibleiben wollen.«

Für den größten Handballverband der Welt war das frühe Scheitern am Mittwoch ohne Zweifel ein Rückschlag. Zuletzt hatte eine deutsche U21 im Jahr 2013 nach der Runde der besten 16 Nationen die Koffer packen müssen, der letzte Titelgewinn gelang vor acht Jahren. Der »Klasse von 2011« gehörten Spieler wie Christian Dissinger oder Hendrik Pekeler an, die 2016 mit der A-Nationalmannschaft Europameister wurden und die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen gewannen.

Am Ende sah Heuberger »Kleinigkeiten, die entschieden haben«. Schon in der regulären Spielzeit hatte Portugal allerdings bereits den vermeintlichen Siegtreffer erzielt, der aber zurückgepfiffen wurde. In der Spitze sahen 340 000 Zuschauer die spannende Partie bei Eurosport.

Für den Ex-Bundestrainer Heuberger endet das erste Turnier im neuen Amt nicht befriedigend. Im Dezember war der 55-Jährige nach fast fünf Jahren ohne wichtiges Handball-Amt zum Verband zurückgekehrt. In seiner ersten Amtszeit beim DHB hatte er sich mit etlichen Erfolgen im Juniorenbereich einen exzellenten Ruf erarbeitet.

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