26. September 2019, 22:11 Uhr

Kleiner, aber schneller Knights-Kader

26. September 2019, 22:11 Uhr
Krofdorf Knights (hinten, von links): Trainer Uwe Scheidemann, Tykyrah Williams, Morgana Sohn, Julia Ishaque, Co-Trainer Mika Scheidemann; vorne (v. l.): Athletiktrainer Paulos Tirekoglu, Darien Huff, Dana Gohlke, Katharina Quapil, Sarah Lückenotte, Susanne Seel. Es fehlt Carolin Dobler. (Foto: smg)

Länger als ihnen lieb war, mussten die Krofdorf Knights in der letzten Zweitliga-Nord-Saison um den Klassenerhalt zittern. Jetzt hoffen die Wettenberger Basketballerinnen auf eine bessere Runde. Seit Mitte August bereiten sie sich mit dem kompletten Kader auf die Runde vor. Die recht guten Ergebnisse bei den Tests stimmen die Knights optimistisch. Sie starten am ersten Spieltag (3. Oktober, 16 Uhr) auswärts bei den TG Neuss Tigers. In eigener Halle können sich die Krofdorferinnen aber erst am 20. Oktober gegen die ChemCats Chemnitz präsentieren.

Kommen/Gehen: Alle ausländischen Spielerinnen der Vorsaison stehen nicht mehr im Kader der Krofdorf Knights. Leslie Robinson brillierte in der Liga mit tollen Werten. Sie hat es nach Schweden gezogen. Chelsea Small und Ellie Shaxon haben sich den Essex Rebels angeschlossen. Der erst während der Runde gekommene Youngster Sarah Deneke läuft nun für den BC Marburg II auf. Sandrine Gries ist mit unbekanntem Ziel gegangen. Fünf Neue gilt es für Trainer Uwe Scheidemann zu integrieren. Von den beiden US-Amerikanerinnen Tykyrah Willams und Darien Huff hat Erstgenannte bereits Basketballerfahrungen im Ausland gesammelt. Huff kommt vom College und ist die neue Kapitänin. Sie ist nicht nur als Shootingguard, sondern auch als Playmakerin vorgesehen. Durch ihr Mitwirken sollen die vielen im Vorjahr gemachten Fehler reduziert werden. Dana Gohlke kommt vom SV Dreieichenhain, und Carolin Dobler ist vom TSV Butzbach gewechselt. Ihr Stammverein ist aber die TSG Wieseck, bei der sie als Doppellizenzlerin auch in der Oberliga spielt. Zwar werden von den beiden US-Girls besondere Leistungen erwartet, aber von den Verantwortlichen wird die gesamte Mannschaft der Knights in die Pflicht genommen und als Stütze angesehen.

Trainer: Headcoach Uwe Scheidemann ist seit 2014, als er sie im tiefsten Regionalliga-Abstiegsstrudel übernommen hatte, verantwortlich für die Zweitliga-Basketballerinnen. Als Co-Trainer steht ihm seit 2017 sein Sohn Mika Scheidemann zur Seite. Die beiden bilden sozusagen ein eingespieltes Team. Neu hinzugekommen ist in dieser Saison der Athletiktrainer Paulos Tirekoglu.

Stärken/Schwächen: Die Stärken der Krofdorferinnen sind zwei Hauptfaktoren. Sie wollen von ihrer Schnelligkeit profitieren und setzen dementsprechend auf Tempobasketball. Würfe von den Außenpositionen sollen in dieser Runde ebenfalls zu einem Kriterium der Mittelhessinnen werden. Gelingt ihnen in der Offense eine gute Mischung, sollten Körbe keine Mangelware sein. Wie schon in den letzten Jahren ist Coach Scheidemanns Kader klein. Und das in zweierlei Hinsicht. Ihm stehen erneut nur neun Akteurinnen zur Verfügung. In der Vergangenheit hat sich das oftmals negativ bemerkbar gemacht, besonders, wenn sich die Mannschaft zu Zeiten der Krankheitswellen noch reduzierte. Längenmäßig fehlen dem Team ein paar Zentimeter, sodass es die körperlichen Defizite auf dem Feld anderweitig wettmachen muss. Auch die Unerfahrenheit einiger Spielerinnen könnte zu einem Problem werden.

Ziel: Nach der holprigen Vorsaison verfolgen die Knights nun ein konkretes Ziel. Teambetreuerin Tumika Rinderknecht nennt da das Erreichen der »Playoffs«, die nach den Modusänderungen eine sogenannte Meisterrunde sein werden. Um daran teilnehmen zu dürfen, ist nach der Zweitliga-Hauptrunde der fünfte Platz nötig.

Prognose: Ein Teamvergleich zum Vorjahr kann nicht gezogen werden. Bei den Knights steht diesmal auf dem Plan, »vermehrt über die Außenpositionen zu spielen und weniger den Ball nach innen zu bringen«. In der gegenüber dem Süden erneut stärker eingeschätzten Nordgruppe sind die MSP Bergische Löwen aus Bensberg sowie Eintracht Braunschweig heiße Meisterschaftskandidaten. In diese prognostizierte Vorherrschaft einzubrechen, kann den Krofdorferinnen gelingen, wenn sie sich als Einheit präsentieren.

Bis Ende November müssen sie siebenmal auflaufen, dabei aber mehrheitlich ohne eigenes Publikum bestehen. Erst 17 Tage nach dem Zweitligastart haben die Krofdorf Knights ihr erstes Heimspiel in der Eduard-David-Sporthalle. Schon der dritte Auftritt in eigener Halle am 24. November hat es aus mittelhessischer Sicht in sich: das Derby gegen die Bender Baskets Grünberg. Spätestens danach sollte abzusehen sein, wohin der Weg der Knights geht.

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