04. Februar 2018, 22:11 Uhr

Oberliga Männer

Kleenheim siegt mit Verspätung

04. Februar 2018, 22:11 Uhr

Es mutet schon befremdlich an, dass der Hessische Handball-Verband zu einem Meisterschaftsspiel der Oberliga im Februar mit Michael Fuchs/Patric Haas zwei Unparteiische aus Mainfranken für eine Partie in Nordhessen zwischen dem TSV Vellmar und der SG Kleenheim ansetzt. Angesichts des Wintereinbruchs erreichten beide den Spielort gestern nicht.

»Es bestand die Überlegung, das Spiel abzusetzen, dann hätten wir noch einmal anreisen müssen«, sagte Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab. Nach einer halben Stunde wurde die Partie dann von einer »internen Lösung« der beiden Vereine angepfiffen und geleitet. Andreas Hörl und Bodo Schindel (TSV Vellmar/SG Kleenheim) brachten die Begegnung dann ordentlich über die Runden, am Ende siegte Kleenheim mit 29:26 (13:13).

SGK zum Schluss clever

Vellmar, das noch immer um den Klassenerhalt kämpft, legte ein 3:1 (7.) durch Daniel Botte vor. Beim 4:4 (10.) konnte Jörg Müller für den Gast ausgleichen, ehe Höpfner per Siebenmeter Kleenheim beim 5:4 (11.) erstmals in Führung brachte. Es blieb in der Folge jedoch eng, kurz vor dem Pausenpfiff glich David Straßheim schließlich zum 13:13 aus.

Auch nach dem Wechsel blieb das Spiel eng, Kleenheim legte immer wieder ein Tor vor und die Nordhessen glichen aus. Nach zig knappen Kleenheimer Führungen war es Jörg Müller, der beim 26:24 (56.) den Tabellendritten wieder mit zwei Toren nach vorne brachte. Cuncic sorgte für den 25:26-Anschlusstreffer (57.), ehe ein Doppelschlag von Spielmacher Dennis Köhler Kleenheim mit 28:25 (58.) entscheidend in Führung und auf Kurs brachte. Nach dem 26:28 der Nordhessen nahm Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab noch ein Team-Timeout (59:05), ehe Jörg Müller mit dem 29:26-Siegtreffer 26 Sekunden vor Ende den Kleenheimer Sieg endgültig eintütete.

»Es war das erwartet schwere Spiel«, sagte Klenheims Coach. »Wir haben in der ersten Halbzeit das 1:1 nicht angenommen und zu ängstlich agiert, dann aber die Kurve gekriegt und am Schluss auch clever und abgezockt gespielt.« Von den Außenpositionen habe man keine gute Wurfquote gehabt, »sonst wäre das Spiel früher entscheiden gewesen«.

TSV Vellmar: Gumula, Becker; Kirkemann (4), Vukasin, Icardo (3/2), Hujer, Brückmann, Cuncic (4), Stumbaum (1), Trogisch (5), Botte (2), Kiebach (3), Körber (4).

SG Kleenheim: Eckhard, Elsner (ab 46.Min.); Herbel, Höpfner (7/4), Keil, Straßheim (2), Schier, Jörg Müller (6), Köhler (5), Weller (1), Faatz, Reusch (5), Wiener (3), Friedrich.

Im Stenogramm: SR: Andreas Hörl/Bodo Schindel (Vellmar/Kleenheim). – Z.: 150. – Zeitstrafen: 6:4 Min (Icardo, Brückmann, Trogisch – Keil/zwei). Siebenm.: 4/2 – 4/4.

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