14. Dezember 2018, 22:56 Uhr

Handball

Kleenheim-Langgöns kehrt bei Pohlheim in Erfolgsspur zurück

In der Handball-Oberliga der Männer hat sich die HSG Kleenheim-Langgöns mit 30:27 bei der HSG Pohlheim durchgesetzt. Beide Lager sahen einen leicht glücklichen Sieg.
14. Dezember 2018, 22:56 Uhr
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Von Ditmar Kartak
Maximilian Rühl (9, HSG Pohlheim) wirft zwar 15 Tore, kann aber die 27:30-Niederlage gegen Kleenheim-Langgöns um Dennis Köhler (3. v. l.) und Joshua Planer (r.) nicht verhindern. (Foto: ras)

Die Pohlheimer Ein-Mann-Show reicht nicht gegen die Zwei-Mann-Show dert HSG Kleenheim-Langgöns. Zum Rückrundenauftakt sahen 400 Zuschauer in der Holzheimer Sporthalle vor allem in der zweiten Spielhälfte ein rassiges und dynamisches Oberligaderby, das die Gäste am Ende für sich entscheiden konnten. 27:30 (12:17) der Endstand, Pohlheims nun sechste Niederlage in Folge, Kleenheim ist nach dem Patzer in Wettenberg wieder zurück in der Spur.

Max Rühl 15 Tore, Kleenheims Nobel-Außen Fabian Höpfner und David Straßheim zusammen 18 Einschläge, macht knapp 60 Prozent der Gesamttreffer aus, so die Statistik. Dabei war es ausgerechnet Max Rühl, der mit seinen Ballverlusten im ersten Durchgang die Gäste stark machte. Nach dem 3:3 (7.) bestrafte der Tabellenzweite die unnötigen Pohlheimer Ballverluste mit vier Kontern, Jonas Leger für seine Farben zum 3:7 (10.)-Zwischenstand, Kleenheim mit der Initiative. Und mit einem starken Manuel Eckhard im Tor, der mit seinen zwei parierten Strafwürfe den Kleenheimer Marsch weiter vorantrieb.

 

Rühl, Höpfner und Straßheim top

 

Der hatte bis zur Pause eine komfortable 17:12-Führung erreicht, aber die Hausherren zeigten Moral und kehrten zurück. Jannik Schlegel, im ersten Durchgang noch mit schwacher Leistung, steigerte sich zusehends, parierte drei Strafwürfe und brachte die Kleenheimer aus dem Rhythmus, Tor um Tor schmolz der Vorsprung zusammen, Jonas Schleenbecker verkürzte auf 22:24 (46.), die Halle kochte, die Gäste mit der Auszeit.

Drei Minuten später stellte Felix Erdmann den 23:24-Anschluss her, Kleenheim-Langgöns wankte und schwankte, aber fiel nicht. Rico Funck zweimal hintereinander beim Torwurf den Kreis betreten, Johannes Träger mit einem zweifelhaften Stürmerfoul, der Ausgleich wollte nicht fallen. Daniel Schier und Spielmacher Dennis Köhler beendeten die Durstrecke, 23:26 der Spielstand sechs Minuten vor dem Ende, und die routinierten Gäste hielten nun die Pohlheimer bis zum Abpfiff auf Distanz.

Pohlheims Trainer Jens Dapper einmal mehr ratlos und enttäuscht: »Natürlich war die erste Halbzeit schlecht und der Rückstand groß, aber die Mannschaft hat sich zurückgekämpft und auch die Chance gehabt, das Spiel zu drehen, da fehlte dann auch das Glück.« Auch Kleenheims Coach Matthias Wendlandt sprach nach der Partie von Glück: »Die HSG Pohlheim hat es uns im ersten Durchgang einfach gemacht, aber ist dann stark zurückgekommen, ja da gehört dann auch ein wenig Glück dazu, auch wenn ich unseren Erfolg nicht ganz unverdient sehe.«

HSG Pohlheim: Schlegel, Moutopoulos; Sayler, Rühl (15/3), Schleenbecker (2), Erdmann (1), Niclas (2), Drommershausen (1), Funck (3/1), L. Happel, Kammer, Wenzel, Kreß, Träger (3).

HSG Kleenheim-Langgöns: Eckhard, Schäfer; Höpfner (8/2), Straßheim (10), J. Leger (4), Köhler (1), Schier (1), Reusch (1), Speiß (1), Wiener, Planer (1), Kollmann (2), M. Leger, Friedrich (1).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Fuchs/Haas (Hainbach/Sulzbach); Zuschauer: 400; Zeitstrafen: 12:14 Minunten; Siebenmeter: 6/4:6/3.



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