17. Februar 2020, 21:36 Uhr

Kleenheim II schert aus

17. Februar 2020, 21:36 Uhr
Lukas Stein (HSG Großen-Buseck/Beuern, Mitte) tankt sich gegen Daniel Müller (links) und Dennis Agel (28, beide HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) durch. FOTO: VOGLER

Ziehen die HSG Hungen/Lich und die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III der Konkurrenz davon? Am 18. Spieltag der Handball-Bezirksoberliga gaben sich die beiden Führenden einmal mehr keine Blöße. Tabellenführer HSG Hungen/Lich (30:6 Punkte) kam zum erwarteten Erfolg über Schlusslicht TV Wetzlar (0:36). Mit 34:23 fiel der Sieg dann auch recht deutlich aus. Auch Verfolger HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III nahm eine weitere Hürde. Bei der HSG Großen-Buseck/Beuern gewann der Tabellenzweite mit 34:26 und betrieb damit Eigenwerbung für das Schlagerspiel nach der Faschingspause; am 1. März kommt es in der Sporthalle Dutenhofen zum Zusammentreffen mit Spitzenreiter Hungen/Lich.

HSG Hungen/Lich - TV Wetzlar 34:23 (15:9): Am Ende ein klarer Sieg für den Tabellenführer, der zunächst nicht so recht ins Spiel fand. »In den ersten Minuten wurde die Partie ziemlich ruppig geführt«, berichtete Hungens Trainer Carsten Schäfer. Die Wetzlarer hielten zunächst gut dagegen und gestalteten die Partie bis zur 20. Minute ausgeglichen. Ab dem Spielstand von 7:7 allerdings setzte sich der Favorit mehr und mehr ab. Nach dem 9:8 (22.) zogen die Gastgeber innerhalb der nächsten sechs Minuten auf 14:8 davon und hatten damit den Grundstein für den Erfolg gelegt.

Im zweiten Durchgang baute die HSG Hungen/Lich den Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 42 Minuten führten die Hausherren mit 21:13, und knapp zehn Minuten später betrug der Vorsprung des Spitzenreiters sogar zehn Treffer (27:17). Bis zur Schlusssirene konnte die Führung geringfügig ausgebaut werden.

Tore, Hungen/Lich: Macht (11), Kümpel (5/5), Hahn, Kreß (je 4), Menges (3), Schmied, Diehl (je 2), Anhäuser, Metzger, Dönicke (je 1). - Tore Wetzlar: Max Breitfelder (6), Felix Breitfelder, Pohlner, Menger, Johannes Schetzkens (je 3), Michael Schetzkens, Adams (je 2), Käppler (1).

HSG Wettenberg II - SG Rechtenbach 28:23 (13:10): Wettenbergs Trainer Dragan Nenad ist mit einem mulmigen Gefühl in die Partie gegangen.« Am Donnerstag und Freitag haben sich mehrere Spieler abgemeldet«, erklärte er. Krank. Ähnliche Probleme hatte aber auch die Gegenseite, wie Rechtenbachs Coach Christian Kunz wissen ließ: »Wir waren durch Krankheiten und Verletzungen wieder weit weg von 100 Prozent. Dazu hat uns der Glaube gefehlt, in diesem Zustand aus Wettenberg etwas mitzunehmen.«

Doch zunächst konnten die Gäste einigermaßen Schritt halten. Die Hausherren erarbeiteten sich im ersten Spielabschnitt mehrfach einen Zwei-Tore-Vorsprung, aber Rechtenbach stellte immer wieder den Anschluss her. Nach dem 11:10 (27.) nahm Dragan Nenad eine Auszeit, und seine Worte sollten fruchten, denn bis zur Pause zog seine Mannschaft durch Treffer von Michel Wingefeld und Marc Stroh auf 13:10 davon. »Wir taten uns lange schwer gegen die aggressive offensive Deckung der Wettenberger und bekamen auch in der Deckung phasenweise keinen Zugriff«, erklärte Christian Kunz.

So zogen die Gastgeber von 14:11 (35.) auf 20:12 (40.) davon und hatten damit die Entscheidung in dieser Partie herbeigeführt. Es spricht für die Moral der Gäste, dass sie bis zum Ende den Rückstand verkürzten, ohne allerdings den Erfolg der HSG ernsthaft in Gefahr zu bringen. »Unser gute Abwehr mit den beiden Torhütern (Jan Philip Christof, Julian Ruppert) hat das Spiel gewonnen«, stellte hinterher Dragan Nenad trocken fest, während Christian Kunz bemerkte: »Aufgrund unserer soliden Tabellensituation und unseres angeschlagenen Zustandes eine verkraftbare Niederlage.«

Tore Wettenberg II: Büsse (6/3), Michel Wingefeld, Schmitz (je 6), Henkel (5), Mark Stroh (3), Schäfer, Weidner (je 1). - Tore Rechtenbach: Frosch (7/5), Viehmann, Schmidt (je 4), Böhm, Mäß (je 2), Cislaghi, Bepperling, Kaluza, Thrun (je 1).

HSG Kleenheim/Langgöns II - HSG Mörlen 27:31 (15:14): Kleenheims Coach Micha Wiener fand klare Worte bei der Bewertung der Partie: »Wir hatten während der gesamten Spielzeit zu viele Ausfälle, und unsere Deckung hatte einen schwarzen Tag.«

Die Gäste erwischten in dieser Partie den besseren Start, lagen schnell mit 2:0 vorn. Zwar kamen die Kleenheimer wenig später zum Ausgleich, doch dieses Spielchen wiederholte sich mehrfach im Verlauf der ersten Halbzeit. Nach knapp 13 Minuten lagen die Mörler mit 9:7 vorn, ehe die Hausherren durch vier Tore hintereinander (Tim Tonhäuser, Marc Weller, Christian Keil/2) die Führung zum 11:9 übernahmen, in der Folgezeit es aber verpassten, einen noch deutlicheren Vorsprung herauszuwerfen. 15:12 führten die Hausherren knapp zwei Minuten vor der Pause, ehe die Mörler durch zwei Treffer von Sebastian Bischof auf 14:15 herankamen.

Mika Berger und Max Breitenfelder wendeten nach Wiederbeginn das Blatt zugunsten der Gäste. Bis zu 37. Minute verlief dann die Begegnung ausgeglichen (18:18), ehe die Mörlener einen kleinen Zwischenspurt einlegten und eine 20:19-Führung auf 23:19 ausbauten. »Wir sind in der zweiten Halbzeit ständig einem Rückstand hinterhergelaufen«, berichtete Micha Wiener. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff lautete der Spielstand 21:24, eine Wende schien möglich. Doch nach dem 22:25 (49.) gerieten die Kleenheimer bis zur 53. Minute mit 22:28 ins Hintertreffen und hatten danach keine echte Chance mehr, das Blatt zu wenden.

Tore Kleenheim/Langgöns II: Dilges (8/5), Keil (5), Tonhäuser (4), Henze (3), Eckhardt-Helmes (2), Hanika, Schäfer, Drubig, Keßler, Weller (je 1). - Tore Mörlen: Bischof (8/3), Max Breitenfelder (7), Berger, Bernhard Dietz (je 4), Sebastian Dietz (je 3), Dönges, Wulf (je 2), Otto (1).

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 26:34 (12:17): »Meine Mannschaft hat mit Spaß Handball gespielt«, freute sich Torben Wegner, Trainer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, über den Erfolg, während sein Kollege aufseiten der Busecker, Jens Hohaus, einräumen musste, dass sein Team »kein Gegenmittel« gegen den gegnerischen Angriff gehabt habe.

In dieser Partie lagen die Gastgeber nicht einmal in Führung. Immerhin, zunächst einmal konnten die Busecker einigermaßen mithalten, aber nachdem Torben Wegner die Deckung seiner Mannschaft von 6:0 auf 5:1 umgestellt hatte, gerieten die Hausherren immer deutlicher ins Hintertreffen. Nach der eigenen 6:5-Führung (9.) zog der Tabellenzweite auf 9:5 (12.) davon. Bis zur Halbzeitpause wurde der Vorsprung auf fünf Treffer ausgebaut.

Nach Wiederbeginn schien es, als könnten die Gastgeber dem Spiel eine Wende geben, denn nach dem 12:18 stellte Buseck durch Treffer von Lukas Foos, Lukas Stein (je 2) sowie Luca Funk binnen gut fünf Minuten den Anschluss zum 17:18 her. »Da hatten wir unsere beste Phase«, berichtete Hohaus. Doch der Gast war um eine Antwort nicht verlegen und zog durch Tore von Leon Becker (2) und Lukas Wallwaey auf 21:17 (40.) davon. Im weiteren Verlauf hielten die Dutenhofener die Hausherren stets auf Distanz. Der Vorsprung des Titelaspiranten geriet danach nicht mehr in Gefahr.

Tore Großen-Buseck/Beuern: Foos (5), Avemann (4/1), Stein, Edelmann (je 3), Kirschmann, Biedenkapp, Funk, Schneider (je 2), Coletta, Alfering, Fischer (je 1). - Tore Dutenhofen/Münchholzhausen III: Dennis Agel (8), Lukas Wallwaey, Becker (je 6), Weimer (4/3), Wenzel, Müller (je 4), Rompf, Luca Kaiser (je 1).

HSG Dilltal - HSG Linden II 21:20 (11:9): Lindens Trainer Conrad Melle bescheinigte seiner Mannschaft »einen aufopferungsvollen Kampf«. Um aus dieser Partie Zählbares mitzunehmen, sei aber »die Fehlerquote zu hoch« gewesen. Dennoch zeigte er sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

Die Partie in Werdorf war spannend bis zur letzten Sekunde. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die nach drei Minuten durch Treffer von Christoph Ulm, Rene Funke und Dirk Pöchmann mit 3:0 vorn lagen. Im Anschluss fanden die Lindener besser ins Spiel und stellten durch einen Siebenmeter-Treffer von Simon Weimer nach 16 Minuten den Ausgleich zum 5:5 her. Danach setzten sich die Dilltaler mehrfach auf zwei Treffer ab, doch der Gast ließ sich nicht abschütteln und kam immer wieder zum Ausgleich bzw. Anschluss.

Die knappe Pausenführung deutete auf eine interessante zweite Halbzeit hin. In der Tat verlief dieser Durchgang ebenfalls sehr spannend. Allerdings schafften es die Lindener in diesem Durchgang nicht einmal, den Gleichstand herzustellen. Sie liefen ständig einem Rückstand hinterher. Beim 14:11 (38.), 15:12 (39.) und 17:14 (46.) lag Dilltal jeweils mit drei Toren vorn, ohne diesen Vorsprung halten zu können. Der Gast kam immer wieder heran. Drei Minuten vor dem Ende traf Rene Funke zum 21:19 für die Hausherren, Lindens Mats Leun verkürzte 70 Sekunden vor Schluss auf 20:21, doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

Tore Dilltal: Funke (7/5), Christoph Ulm, Kohlmei (je 3), Pöchmann, Weiß (je 2), Müller, Sebastian Ulm, Heer, Felix Groß (je 1). - Tore Linden II: Weimer (3/3), Höhn, Brockmann, Laun (je 3), Ebert, Adamczyk, Rüdesheim (je 2), Rühl, Hirzmann (je 1).

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