10. Februar 2019, 19:17 Uhr

Klassenprimus dominiert Derby

10. Februar 2019, 19:17 Uhr
Volkmar Köhler, Jonas Späth, Rüdiger Bechthold
Ob der passt? Doreen Schlapp (Mitte, HSG Lumdatal) gelingen gegen die HSG Kleenheim/Langgöns II sieben Tore. Die beiden HSG-Akteurinnen Elena Schuch (17) und Michaela Eisenhardt (r.) müssen den Wurf zulassen. (Foto: ras)

Landesliga-Tabellenführer HSG Lumdatal gewann am Wochenende nach dem Hinrundenspiel auch die Rückrundenpartie bei der HSG Kleenheim-Langgöns II. Beim 28:21 (16:8)-Erfolg in Oberkleen betrug der Vorsprung der Handballerinnen von Trainer Michael Gilbert erneut sieben Tore. Die TSG Leihgestern bleibt durch ihren 31:21-Sieg in Oberursel hinter Lumdatal auf Rang zwei.

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Lumdatal 21:28 (8:16): Der Ligaprimus, der in Oberkleen deutlich mehr als die Hälfte der Zuschauer stellte, spielte eine überragende erste Halbzeit. Den Spielerinnen um Trainer Gilbert gelang fast alles, sie spielten schnell und schnörkellos und waren kaum zu neutralisieren. Zudem bot Torhüterin Julia Olemotz eine bärenstarke Partie. »Ich bin natürlich sehr froh, dass wir gewonnen haben, hatte aber in der ersten Halbzeit mit mehr Gegenwehr gerechnet, die aber in der zweiten Halbzeit kam«, erklärte Gilbert.

Nach einem Doppelschlag von Anna Fuhr führte der Tabellenführer mit 2:0 (2.), und nach dem ersten Kleenheimer Tor zum 1:2 (4.) durch Michaela Eisenhardt und dem 3:4 (8./Neul) enteilte Lumdatal durch einen Doppelschlag von Pia Cybulski auf 7:3 (11.). Die Gastgeberinnen verkürzten durch die starke Tabea Neul auf 4:7 (13.), ehe Lumdatal auf 9:4 (17.) davonzog. Nach dem 6:10 (22.) durch einen abgefälschten Wurf von Neul setzte sich Lumdatal auf 14:6 (26.) durch Selina Sauer ab. Die Seiten wurden beim 16:8 für den Gast gewechselt.

Nach Wiederbeginn wurde Kleenheim-Langgöns II stärker, hatte jetzt eine sehr starke Caroline Altenheimer im Tor und konnte die Begegnung ausgeglichener gestalten. Beim 10:17 (37.) war der Rückstand verkürzt, und nach dem 13:21 (46.) kamen die Gastgeberinnen auf 16:21 (48.) durch Julia Grygar heran. Maria Kreß verkürzte sogar auf 17:21 (49.), doch nach diesem Zwischenstand ordnete Lumdatals Trainer Gilbert sein Team wieder, und Katharina Smajek gelang das 25:17 (56.), was dann vorentscheidenden Charakter hatte. Elena Schuch stellte den 21:28-Endstand aus Sicht der Gastgeberinnen her. »Nach einer Schwächephase haben wir weiter unser Spiel gespielt und relativ sicher den Sieg nach Hause gebracht«, erklärte Gilbert.

»Ich bin gar nicht so unzufrieden, in der ersten Halbzeit war Lumdatal klar besser und hatte auch die bessere Torwart-Leistung. Wir haben auch viele Chancen liegen gelassen, ich hätte natürlich gerne die 60 Minuten ausgeglichener gestaltet«, erläuterte Kleenheims Trainer Tim Straßheim.

Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Stahl; Eisenhardt (2), Barnusch, Neul (8/4), Hänsel (2), Ulm, Kuschel, Grygar (3), Kreß (1), Schuch (1), vom Hagen (3), Bretz (1), Schepp.

Lumdatal: Olemotz; Schön; Sauer (6/3), Schlapp (7), Elmshäuser, Franziska Müller (1), Stein, Hasenkamp, Madeleine Müller (3), Fuhr (3), Bulling, Smajek (5), Cybulski (3), Althen.

TSG Oberursel - TSG Leihgestern 21:31: Bereits zur Halbzeit war eine Führung von neun Toren für die TSG ein sehr beruhigender Zwischenstand. »Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel«, war nach Abpfiff der abschließende Kommentar von Trainerin Jonna Jensen. Die TSG spielte von Beginn an sehr konzentriert und konnte bereits in der fünften Minute eine 6:2-Führung verbuchen. Die Abwehr stand sicher, und die Torfrauen zeigten ebenso eine ansprechende Leistung. Im Angriff spielte man mit viel Tempo. Die Abwehr der Damen aus Oberursel wurde immer wieder vor unlösbare Aufgaben gestellt. »Wenn ich in unserem Spiel etwas zu kritisieren habe, dann ist es die nicht ganz 100-prozentige Konsequenz in der Abwehr. Zeitspiel ist eben erst dann Zeitspiel, wenn der Schiedsrichter es auch wirklich pfeift«, so Jonna Jensen. Die Trainerin will in den nächsten Wochen verstärkt an eben dieser Konsequenz in der Trainingsarbeit den Schwerpunkt setzten. In der 26. Minute war der Vorsprung auf 17:9 angewachsen. In der zweiten Halbzeit konnte die erste Führung mit zehn Toren in der 37. Minute verbucht werden. Leihgestern ließ trotz der hohen Führung nicht nach. Den 30. Treffer konnte Katharina Fina in der 54. Minute erzielen.

Oberursel: Zeiler; Wehl-Ohrdorf (2), Kramp (1), Kahlstatt (1), Ried (2), Sailer (5/1), Stahl (1), Weißenborn, Knoblauch, Mahr, Limbacher (5/2), Frölich (4).

Leihgestern: Schnaubelt, Türk; van Wickern (1), Reeh (1), Heller (3), Kunzig (4), Faber (5), Penning, Viebahn(4), Walther (6/5), Schulz (2), Fina (3), Appel (2).

HSG Anspach/Usingen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 16:35 (9:17): Ein Gegenstoß-Festival hat Dutenhofen/Münchholzhausen im Taunus gefeiert. Die Gäste gingen gleich mit 2:0 in Führung und untermauerten ihr Vorhaben (2.) Bis zum 5:6 durch Birte Kristin Bank hielt Usingen das Spiel offen, bevor die Mittelhessinnen das Tempo anzogen. Auf 11:6 brachte Lisa Naumann ihr Team nach vorne, da sich Anspach immer wieder technische Fehler leistete und Dutenhofen zu einfachen Tempogegenstößen einlud, die diese gnadenlos bestraften. Zur Pause war die Partie schon so gut wie entschieden, weil den Gastgeberinnen jegliche Durchschlagskraft fehlte. Nach 41 Minuten stand erstmals die Zehn-Tore-Führung für den Gast zu Buche, nachdem wiederum Naumann zum 22:12 traf und das Spiel zum Schaulaufen wurde. Ab der 51. Minute traf Anspach beim Stand von 15:27 nur noch ein einziges Mal das Tor des Gegners, weshalb Dutenhofen mit einem 8:0-Lauf sicher die zwei Punkte mit nach Hause nahm. Dutenhofens Trainer Sebastian Roth zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden: »Wir haben heute alle Vorgaben wie abgesprochen umgesetzt. Ich denke, das war erneut ein Schritt in die richtige Richtung.«

Anspach/Usingen: Harff, Gebhardt – Bank (7/5), Kalman (2), Schindler (1), Köll (1), Kern, Hübschen (2), Koch, Kretzschmar (1), Frank (2)

Dutenhofen/Münchholzhsn.: Scholz, Pafla, Naß – Klein (4), Miriam Schmidt (9), Majstorovic (3/1), Naumann (9), Bender (6), Neumann (1), Sina Schmidt, Hahn (1), Lüling (2)

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