19. Juli 2019, 12:00 Uhr

Vor der Saison

Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen: Abenteuer startet ohne Reserve

Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen geht mit der Hypothek des Punkteabzugs ins Abenteuer Gruppenliga. Trotz großer Namen stellt man in der Rabenau den Dorfklub-Charakter in den Mittelpunkt.
19. Juli 2019, 12:00 Uhr
Die SG Kessenbach/Odenhausen/Allertshausen vor der Saison (hinten, v. l.): Evgenij Priebe, Heinz Stehle, Silas Vollrath, Tayfun Yildirim, Caglayan Sen, Daniel Pfeiffer, Nils Vogt; (Mitte, v. l.): Betreuer Gottfried Müller, Sportlicher Leiter Helmut Nachtigall, Kian Feriduni, Sven Herzberger, René Nicklas, Dominik Menz, Lukas Krug, Masseur Roland Vollrath, Trainer Frederik Weinecker; (vorne, v. l.): Dennis Feldbusch, Johannes Krug, Felix Köhler, Lukas Wissig, Sascha Radtke, Dennis Frank, Yannik Grau, Elvis Zuhric. Es fehlt: Marcel Krieb. (fro)

Die SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen hat sich als Meister der Kreisoberliga Süd mit dem Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Bodenständigkeit und ehrliche Arbeit sind die Tugenden, mit denen die Elf von SG-Trainer Frederik Weinecker nun das Ziel Klassenerhalt erreichen will.

Die aktuelle Situation: Die SG geht mit minus drei Punkten in die Saison. Dem Aufsteiger fehlt der Unterbau in Form einer zweiten Mannschaft, was gemäß Paragraf 27 der Spielordnung des Hessischen Fußball-Verbands zu sanktionieren war. »Wir haben in der Vorbereitung mehr als im Vorjahr gemacht. Wir wissen aber nicht, wo wir genau stehen. Ich halte meine Elf für stark genug, dass wir trotz des Handicaps die Klasse halten werden. Auf Sicht müssen wir aber wieder eine Reserve installieren, denn sonst wird es schwer, bei unserem großen Kader alle Spieler bei Laune zu halten«, sagt Weinecker.

Kommen/Gehen: Drei Abgängen stehen fünf Zugänge gegenüber. Der Königstransfer ist die Verpflichtung des aus Allertshausen stammenden André Marius Jörg, der in der Vorsaison als Stammspieler des FSV Fernwald maßgebend zur Verbandsliga-Meisterschaft beigetragen hat. Mit Heinz Stehle schließt sich ein weiterer verbandsligaerfahrener Akteur der SG an. Mit dem erfahrenen Innenverteidiger Yannik Grau vom FSV Schröck, René Nicklas, der als schnelle Variante für die Offensive vorgesehen ist und dem jungen Verteidiger Sven Herzberger, der wie Nicklas vom SV Harbach kommt, fühlt sich die SG gerüstet. »Alle Neuen sind für uns sportlich und menschlich ein Gewinn«, freut sich Weinecker.

Stärken/Schwächen: »Der Erfolg der letzten Saison hat uns als Truppe zusammengeschweißt. Der Wille und die Geschlossenheit, die meine Elf auszeichnen, können das große Plus für uns sein. Wir wissen, dass es für uns vorrangig um den Klassenerhalt gehen wird. Die Jungs haben den nötigen Respekt vor der Aufgabe, aber auch die erforderliche Mentalität, um von Beginn an Vollgas zu geben. Die Mischung zwischen jungen und alten Spielern stimmt. Die erfahrenen Spieler müssen die jungen Wilden unterstützen. In der Defensive sind wir gut aufgestellt, während uns in der Offensive ein echter Torjäger fehlt. Wir müssen im Abschluss gegenüber der Vorsaison noch kaltschnäuziger werden, denn die sich bietenden Chancen werden sicher geringer werden«, sagt Weinecker.

Umfeld/Trainer: »Die Infrastruktur ist trotz der drei Rasenplätze noch verbesserungswürdig. So müssen die Schiedsrichterkabinen in Allertshausen noch in Schuss gebracht werden. Auch die Trainingsbedingungen im Winter sind aufgrund eines fehlenden Kunstrasens schlechter als bei anderen Vereinen. Manch ein Gegner wird sich beim Zustand unserer Plätze umschauen. Wir sind nicht in Gießen oder Marburg, sondern in der Rabenau«, sagt Weinecker, der die Punkte mit der SG vor allem zuhause einfahren will. Mit Helmut Nachtigall verfügt die SG über einen Sportlichen Leiter, der mit Herzblut bei der Sache ist. »Eigentlich wollte er nach der letzten Saison aufhören, aber er hat bislang keine Trainingseinheit versäumt«, lobt der SG-Trainer die »graue Eminenz« von »KOA«. Auch im weiteren Umfeld ist man mit Gottfried Müller, Martin Rühl, Michael Groß und weiteren ehrenamtlichen Helfern gut aufgestellt. Bei allen Auswärtsspielen wird die SG, die von einem Rabenauer Bus-Unternehmen unterstützt wird, mit dem Bus anreisen. »Der Trainer hat seine Elf im Griff. Die Disziplin, die er in die Mannschaft gebracht hat, war der Grund für den Aufstieg. Er fördert die Kameradschaft, bringt die Jugend nach vorne und macht Top-Training«, gibt Nachtigall das Lob zurück.

Prognose: Bei voraussichtlich fünf Absteigern wird »KOA« wie die Hälfte der Liga bis zum Schluss zittern müssen. »Wir wollen von Spiel zu Spiel lernen und den Klassenerhalt trotz des Abzuges von drei Punkten so früh wie möglich in trockene Tücher packen«, gibt Weinecker dennoch ein ehrgeiziges, aber durchaus realistisches Ziel aus.

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