29. November 2018, 17:26 Uhr

Landesliga Frauen

»Kellerteams« stehen gehörig unter Druck

29. November 2018, 17:26 Uhr

Am neunten Spieltag in der Handball-Landesliga Mitte der Frauen stehen zwei heimische Vertreter gehörig unter Druck bei ihren Auswärtsspielen am Sonntag. Schlusslicht HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (3:11 Punkte) ist um 16 Uhr beim Neunten FSG Vortaunus (4:10) zu Gast und der Vorletzte HSG Kleenheim-Langgöns II (4:12) muss am Sonntag eine Viertelstunde später um 16.15 Uhr beim Achten und Aufsteiger TSG Oberursel II (5:11) antreten.

Die Spitzenteams haben Heimrecht: Tabellenführer HSG Lumdatal (16:0) erwartet am Sonntag um 17 Uhr in der Lumdatalhalle Londorf den Fünften TSV Griedel (8:6). Der Zweite TSG Leihgestern (12:4) ist am Samstag um 18 Uhr Gastgeber in der Stadthalle Linden für den Zehnten HSG Anspach/Usingen (4:10).

TSG Leihgestern – HSG Anspach/Usingen (Samstag, 18 Uhr, Stadthalle Linden): Nach fast sechs Wochen wieder mal ein Heimspiel für die TSG Leihgestern. Die Mannschaft von Jonna Jensen spielte zuletzt am 20. Oktober zu Hause (27:22-Sieg gegen die TSG Eddersheim II) und war anschließend viermal auswärts im Einsatz. »Wir sind gewarnt«, sagte Jonna Jensen, denn Anspach/Usingen besiegte zuletzt fast sensationell Eibelshausen/Ewersbach mit 23:20. »Wir brauchen uns allerdings keineswegs zu verstecken, wir befinden uns auf dem aufsteigenden Ast«, erklärt Jensen, die aktuell keine personelle Ausfälle im Team zu verzeichnen hat. Mit Caroline Schind-ler, Nadine Köll und auch Katja Kalman hat der Taunusvertreter durchaus einige spielstarke Akteurinnen im Kader. Natürlich sind die Lindenerinnen Favorit in diesem Spiel.

FSG Vortaunus – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Sonntag, 16 Uhr, Hasselgrundhalle Bad Soden) : »Über 50 Minuten hat mir die Darbietung meiner Mannschaft zuletzt bei der Heimniederlage gegen Leihgestern gefallen«, sagte Dutenhofens Trainer Sebastian Roth im Rückblick. Dem neuen Trainer der Grün-Weißen fehlen mit Frauke Kreiling, Rafaela Carotenuto, Nicole Schäfer, Franziska Lulay und Katrin Adler gleich ein Quintett. »Wir hatten mit diesen Spielerinnen geplant«, verdeutlicht Roth. Jetzt kommen auch noch Miriam Schmidt und Vida Majstorovic (beide Grippe) hinzu.

»Aber alles Jammern hilft nicht weiter, wir müssen da durch und mit einem Sieg könnten wir endlich mal einen Befreiungsschlag landen«, sagt »Basti« Roth, der natürlich »von einem wichtigen Spiel gegen einen schlagbaren Gegner« spricht. Mit einem Erfolg wäre die Mannschaft aus den Wetzlarer Stadtteilen wieder im Rennen und der Glaube käme zurück. »Aber wir dürfen nicht so viele technische Fehler machen«, fordert der HSG-Trainer, der sich über die gute Leistung von Torhüterin Marieke Naß im Gespann mit Laureen Pafla gegen Leihgestern freute.

Straßheim geht das Personal aus

TSG Oberursel II – HSG Kleenheim-Langgöns II (Sonntag, 16.15 Uhr, Sporthalle Erich-Kästner-Schule, Oberursel): Kleenheims Trainer Tim Straßheim ist derzeit nicht zu beneiden. Neben der misslichen sportlichen Lage fehlen dem Trainer auch einige Spielerinnen aus der Stammformation (Eisenhardt, Stahl, Schepp, Mar-wald). Wahrscheinlich können Lisa Schäfer und Leonie Kuschel wieder mitwirken. Aus der ersten Mannschaft, die 75 Minuten vorher in Oberkleen gegen den SC Markranstädt in der 3.Liga spielt, sind keine Ergänzungen möglich, sodass Straßheim Anleihen aus der Oberliga-A-Jugend machen wird (Emelie Bachenheimer, Celina Rüspeler, Kira Suchantke). Lisa Ulm (Schulterverletzung) verletzte sich im letzten Spiel gegen Goldstein/Schwanheim und wird wohl in diesem Jahr nicht mehr spielen.

»Wir wollen die bestmögliche Leistung abrufen und probieren, was geht«, erklärt Straßheim, der bei der personellen Konstellation mit einigen Fragezeichen sagt: »Wir wollen sehen, was wir bieten können. Wir brauchen gar nicht von Vier-Punkte-Spiel oder der Wichtigkeit des Spiels sprechen«, sieht Straßheim seine Mannschaft in der Außenseiterrolle.

HSG Lumdatal – TSV Griedel (Sonntag, 17 Uhr, Lumdatalhalle Rabenau-Londorf): Mit Martin Schmitt sitzt nicht nur ein akribischer Arbeiter auf der Trainerbank des TSV Griedel, sondern Schmitt arbeitete noch in der letzten Saison als Coach bei der HSG Lumdatal. »Martin Schmitt hat uns schon ein paar Mal beobachtet«, sagt Lumdatals Trainer Michael Gilbert, der »wie bei allen Spielen von einer schweren Aufgabe« spricht.

»Wenn wir unsere Zutaten wie Einsatz, Wille, Spielwitz und auch Lockerheit zusammen bringen, dann haben wir gute Chancen«, sagt Gilbert, der auch über einige angeschlagene Spielerinnen klagt. Personell dürfte, wenn der Grippevirus im Rahmen bleibt, lediglich die junge Lea Schön als zweite Torfrau neben Julia Olemotz dazukommen.

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