01. August 2017, 23:11 Uhr

Jochen Beppler wird Nachwuchs-Chef

01. August 2017, 23:11 Uhr
Jochen Beppler

Jochen Beppler wird zum 1. Dezember neuer Chef-Bundestrainer Nachwuchs des Deutschen Handball-Bundes. Der 37-jährige Langgönser tritt die Nachfolge des künftigen Sportdirektors Axel Kromer und des bisherigen Chef-Bundestrainers Nachwuchs weiblich, Maik Nowak, an. Damit wird die Struktur des Leistungssports im Deutschen Handballbund weiter optimiert. »Wir lösen die Trennung in weiblichen und männlichen Nachwuchs auf, da wir inhaltlich absolut davon überzeugt sind, den Leistungssport einheitlich zu steuern. Mit der Verknüpfung werden wir die Qualität insgesamt weiter erhöhen«, erklärt Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld.

»Ich bin dem Deutschen Handball-Bund für das Vertrauen sehr dankbar und freue mich auf die nächsten Herausforderungen, Entwicklungen und Strukturen mitzugestalten. Für mich persönlich ist es ein nächster bedeutender Schritt und eine optimale Möglichkeit, sowohl sportfachlich als Trainer mit den Nationalspielerinnen und Nationalspielern von morgen zu arbeiten, aber auch strategisch an den Strukturen für nachhaltigen Erfolg unseres Verbandes mitzuwirken«, sagt der in Gießen wohnhafte Beppler, der seit 2015 in Diensten des DHB steht.

Der freigestellte Oberstudienrat für Englisch und Sport (u. a. an der Herderschule Gießen) war bis 2011 Co-Trainer des Bundesligisten HSG Wetzlar und leitete den DHB-Stützpunkt in der mittelhessischen Stadt. Die B-Jugend der HSG hatte er 2013 ins DM-Finale geführt.

Im Gespann sind Beppler und Kromer in wenigen Tagen mit der U 19-Nationalmannschaft bei der WM in Georgien unterwegs – Beppler noch als Chef-Bundestrainer Jugend männlich, Kromer dann in der Rolle des Assistenten. Mit dem Team der Jahrgänge 1998 und jünger gewann Beppler bei der Europameisterschaft in Kroatien bereits Bronze.

»Jochen ist unser absoluter Wunschkandidat«, sagt der künftige Sportdirektor Axel Kromer. »Er arbeitet strategisch und akribisch, antizipiert Entwicklungen und widmet sich mit Leidenschaft auch strukturellen Aufgaben. Zudem ist Jochen international exzellent vernetzt. Von diesen Kontakten profitieren wir bereits jetzt.«

Die Betreuung der Spielerinnen und Spieler des DHB-Elitekaders wird im Zuge dieser Umstrukturierung ebenfalls angepasst und fällt künftig nicht mehr in die direkte Zuständigkeit des Chef-Bundestrainers Nachwuchs. Dies bringt weitere Veränderungen im Personal mit sich. Maik Nowak, bisher Chef-Bundestrainer Nachwuchs weiblich, wird sich ab Januar auf die Führung der weiblichen A-Jugend-Nationalmannschaft konzentrieren. »Um die Nachfolge von Jochen Beppler als Jugend-Bundestrainer zu regeln, werden wir uns die nötige Zeit nehmen«, erklären Sommerfeld und Kromer.

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