Lokalsport

Jan Wüst überragend

Deutliches Ergebnis, klarer Gewinner. Die HSG Pohlheim hat im Topspiel der Handball-Oberliga den TuS Dotzheim am Samstag völlig verdient mit 34:28 (14:12) geschlagen. Vor 350 Zuschauern in der Holzheimer Sporthalle konnte der Tabellenzweite in der ersten Halbzeit den Mittelhessen noch Paroli bieten, musste aber dann im zweiten Durchgang die Überlegenheit aller Pohlheimer Mannschaftsteile respektvoll anerkennen.
16. Februar 2020, 20:27 Uhr
Ditmar Kartak
Nikolas Happel erzielt einen Treffer beim 34:28 seiner HSG Pohlheim in der Oberliga gegen Dotzheim	FOTO: FRIEDRICH
Nikolas Happel erzielt einen Treffer beim 34:28 seiner HSG Pohlheim in der Oberliga gegen Dotzheim FOTO: FRIEDRICH

Deutliches Ergebnis, klarer Gewinner. Die HSG Pohlheim hat im Topspiel der Handball-Oberliga den TuS Dotzheim am Samstag völlig verdient mit 34:28 (14:12) geschlagen. Vor 350 Zuschauern in der Holzheimer Sporthalle konnte der Tabellenzweite in der ersten Halbzeit den Mittelhessen noch Paroli bieten, musste aber dann im zweiten Durchgang die Überlegenheit aller Pohlheimer Mannschaftsteile respektvoll anerkennen.

Auch wenn Gäste-Trainer Hans-Josef Embs auf seinen ausgedünnten Kader hinwies, mit Marc-Oliver Teuner war nicht nur der Torschützenkönig der Oberliga mit von der Partie, daneben hatte der TuS mit Johannes Schuhmacher seinen wichtigsten Akteur ebenfalls mit dabei. Die Pohlheimer Abwehr hatte über die gesamte Spielzeit Marc-Oliver Teuner bestens im Griff, aber gegen Schuhmacher und seine überragenden Anspiele und Tore hatten die Hausherren dann doch so ihre liebe Mühe.

Ausgeglichen denn auch die ersten 30 Minuten, ein spannendes Kräftemessen auf Augenhöhe von beiden Teams bis zum 12:12 (28.), dann folgte die One-Man Show von Chris Grundmann. Sechs Tore in Folge des unorthodoxen Pohlheimer Alleinunterhalters bedeuteten die 18:13-Führung (37.) für die HSG, die Gäste ratlos. Nicht nur ratlos wegen Chris Grundmann, auch Jan Wüst brachte die Wiesbadener zum verzweifeln. Die Statistik wies alleine 24 parierte Würfe aus dem Rückraum aus, Pohlheim kontrollierte Spiel und Gegner und setzte sich weiter ab.

Andy Lex und sein Treffer zum 23:16 (42.) distanzierte den Gegner bereits auf sieben Tore, eine hocheffektive Abwehr mit dem starken Jan Wüst dahinter unterband jeden Versuch des Tabellenzweiten, den Abstand zu verringern. Zehn Minuten vor dem Ende und dem 27:19 durch Grundmann war die Partie dann längst entschieden, Pohlheim spulte das letzte Drittel routiniert herunter und bedankte sich beim Publikum für die tolle Unterstützung.

HSG-Trainer Jens Dapper war dann auch voll des Lobes für seine Schützlinge, zollte aber auch dem Gegner Respekt: »Dotzheim hat unsere ansonsten starke erste Welle aus dem Spiel genommen und hat mit Johannes Schuhmacher einen überragenden Akteur in seinen Reihen, den wir in der ersten Halbzeit nicht unter Kontrolle bekamen. Unsere Defensive mit Jan Wüst war der Grundstein für den verdienten Erfolg. Wir haben eine außerordentlich starke zweite Halbzeit gespielt, praktisch ohne Fehler, das stimmt den Trainer natürlich zufrieden.«

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst; Nikolas Happel (1), Weisel, Niclas, Stübing (1), Kammer (1), Weinandt (5), Lex (2), Hirz (3), Gilbert (1), Ohrisch (2), Wagner (3), Grundmann (15/5).

TuS Dotzheim: Ugur, Welkenbach; Schubert (4), Schuhmacher (8), Assmann (3), Föller (1), Funk (2), Battermann (2), Reinheimer (3), Teuner (4/2), Theuer (1).

Im Stenogramm: SR: Schwarzmeier/Stewen (Oberhessen/Wächtersbach). - Z.: 350. - Zeitstrafen: 8 - 6 Minuten. - Siebenmeter: 6/6 - 2/2.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/Lokalsport-Jan-Wuest-ueberragend;art1434,667179

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