13. September 2019, 22:08 Uhr

In Wißmar brechen schwere Zeiten an

13. September 2019, 22:08 Uhr
Alec Metsch wechselt innerhalb der Bezirksoberliga vom TTC Wißmar zum Post-SV Gießen. (Foto: ras)

Die heimischen Teams der Tischtennis-Bezirksoberliga gehen am Wochenende allesamt an den Start. Neu hinzugekommen sind der NSC Watzenborn-Steinberg II als Absteiger und die beiden Aufsteiger TV Großen-Linden II und TSV Allendorf/Lda. II. Komplettiert wird das Feld durch den FV Horas II, die FT Fulda, den TLV Eichenzell, die TTF Niederbieber und den TV Angersbach. Insgesamt scheint die Liga etwas schwächer als in der vergangenen Runde, da sich neben Meister Heuchelheim auch Uttrichshausen in die Verbandsliga verabschiedet hat und es somit zwei Aufsteiger aus der Bezirksliga gab. Über die Favoriten und die Mannschaften, die sich um den Klassenerhalt streiten, gibt es einhellige Meinungen. Ganz vorne werden Gießen, Watzenborn und Horas einsortiert. Schwer haben dürften es Wißmar, Mücke, Allendorf und Eichenzell.

Post-SV Gießen: Nach Platz zwei in der Vorsaison peilen die Gießener auch in dieser Runde einen Platz unter den ersten drei an. »Bevorzugt aber unter den ersten zwei«, erklärt Mannschaftsführer Simon Burkhardt. »Das wird schwer, weil Horas und Watzenborn stark aufgestellt sind.« Der PSV hat seinerseits aber auch aufgerüstet und mit Alec Metsch eine neue Nummer eins von Wißmar losgeeist. Dafür wird Simon Welker weniger zum Einsatz kommen, da es ihn beruflich nach Kassel verschlagen hat. In diesen Fällen wird man sich mit bei der »Zweiten« bedienen. Dem Stadtderby gegen Kleinlinden (Freitag) folgt heute (18 Uhr; Georg-Büchner-Schule) das Duell gegen die TTF Niederbieber. »Das sind beides unangenehme Gegner. Der Start muss sitzen, sonst hat sich unser Vorhaben mit Platz zwei schnell erledigt«, schmunzelte Burkhardt, der mit seinen Mitstreitern auch nichts gegen den direkten Aufstieg einzuwenden hätte.

TTC Wißmar: Nachdem der TTC letzte Runde als Aufsteiger mit einer jungen Truppe einen Mittelfeldplatz erreicht hatte, wird es heuer schwer, dies zu wiederholen. Nach den Abgängen der Nummern eins und zwei, Alec Metsch und Timo Geier, hat man in Wißmar überlegt, die Mannschaft zurückzuziehen. Diese hat sich aber geschlossen entschieden, die sportliche Herausforderung anzunehmen und das fast Unmögliche möglich zu machen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vereinskolleginnen durch den Aufstieg der Damenmannschaft in die Hessenliga nicht mehr Ersatz bei den Herren spielen dürfen. »Mit Carsten Schmidt haben wir einen motivierten Spieler dazu bekommen, und Marc Henkel aus der ›Zweiten‹ wird die Mannschaft ergänzen«, erklärte Vorsitzender Steffen Kreiling. Gleich zum Auftakt geht es am Samstag (16 Uhr) nach Watzenborn.

TSV Klein-Linden: Im Gießener Süden freut man sich vor allem darüber, dass man mit der gleichen Formation wie 2018/19 auflaufen kann. »Ich denke, dass wir einen guten Mix aus unterschiedlichen Spielertypen an den Start bringen und dadurch auch vom Papier her mit stärkeren Mannschaften mithalten können«, erklärte Mannschaftsführer Matthias Nicolai, der die Liga sehr ausgeglichen einschätzt. Als Saisonziel gibt der TSV einen ambitionierten fünften Platz aus. »Dafür müsste allerdings vieles optimal verlaufen«, gibt Nicolai zu bedenken. Er durfte mit seinem Team die neue Saison mit einem Derby beim Post-SV Gießen am Freitagabend einläuten, muss aber auf den ersten Heimauftritt bis zum 19. Oktober (gegen Eichenzell) warten.

TV Großen-Linden II: Dem TV gelang als Erster der Aufstieg in die Bezirksoberliga. Durch einen Zugang in der ersten Mannschaft freut sich die Reserve über die Verstärkung von Simon Frodl im ersten Paarkreuz. »Das wird uns sehr gut tun«, meinte Mannschaftsführer Thomas Krämer im Hinblick auf die neuen Aufgaben in der höheren Klasse. »Daran müssen wir uns erst gewöhnen, aber uns sind auch sehr viele Spieler bereits bekannt.« In Großen-Linden liebäugelt man mit einem Mittelfeldplatz und will sich so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf verabschieden. »Unser Ziel ist generell ein Platz im gesicherten Mittelfeld«, so Krämer. Die erste Partie bestreitet der TV auswärts. Am Samstagnachmittag (14 Uhr) geht es beim TV Angersbach an die Platte.

TSV Allendorf/Lda. II: Zum zweiten Mal hintereinander ist die zweite Herrenmannschaft des TSV »aus Versehen« aufgestiegen. »Wir sind durch die Relegation da mehr oder weniger reingerutscht, weil wir eine sehr gute Vorrunde gespielt haben«, erklärte Ulrich Bandt. Vorrangige Zielsetzung ist daher, in der neuen Umgebung den Klassenerhalt zu realisieren. Dafür bekommt man mit Arvid Volkmann und Walter Grohmann punktuelle Unterstützung aus der ersten Mannschaft, ist aber auch auf Hilfe aus der »Dritten« angewiesen. »Wenn wir Verstärkung aus der ersten Mannschaft bekommen, sehe ich schon Chancen, Spiele zu gewinnen, ohne wird es eher schwierig«, schätzt Bandt die Lage ein, zumal auch Sada Karaca berufsbedingt seltener zum Einsatz kommt. Zum Start wartet für den Aufsteiger mit Horas auswärts gleich einer der Favoriten (Samstag, 19.30 Uhr).

NSC Watzenborn-Steinberg II: Beim Absteiger ist die personelle Situation etwas knifflig. Der an Nummer eins gesetzte Dennis Grötzsch wird wohl nur wenige Einsätze haben, da er beruflich stark eingebunden ist und auch in der »Ersten« eingesetzt wird. Thorsten Weber (Knieverletzung) wird wohl erst zur Rückrunde zum Team stoßen. »Wir sind abgestiegen, da impliziert man immer, dass man Richtung Aufstieg guckt«, so Spielführer Thomas Domicke. »Ich sehe uns nicht in der Position.« Dennoch hat Watzenborn eine eingespielte Truppe, die andere Mannschaften erst einmal schlagen müssen. Im ersten Spiel erwartet der NSC heute Wißmar.

TTG Mücke: Die Vorzeichen für die TTG sind so schlecht wie nie. Jonas Benzler wird einen Großteil der Saison aus persönlichen Gründen passen müssen, Rene Nicklas und Benjamin Schön stehen berufsbedingt kaum zur Verfügung. Hinzu kommt, dass Spielführer Markus Schwebel bei den ersten zwei, drei Spielen mit einer Sehnenscheidenentzündung ausfällt. So rechnet man in Mücke eher mit dem Abstieg. »Dennoch heißt das Saisonziel Relegationsplatz«, sagt Schwebel.

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