In den letzten Wochen schienen die Krofdorf Knights leistungsmäßig auf dem Weg nach oben zu sein, was sich jedoch nicht in Zählbarem niederschlug. Am Samstag verfielen sie nun bei den Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel wieder komplett in alte Muster und gerieten dort unter die Räder. Mit 51:82 (21:36) gaben sie die Partie ab und verlängerten ihre Niederlagenserie in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen. Der vierte Saisonsieg der Wettenbergerinnen lässt weiter auf sich warten.

Nur sieben Spielerinnen standen Trainer Uwe Scheidemann bei der Auswärtsaufgabe zur Verfügung, da Susanne Seel und Julia Ishaque wegen Klausuren fehlten. Krofdorf geriet von Beginn an ins Hintertreffen und brauchte bis weit in die Mitte des ersten Viertels hinein, um den ersten Korb zu erzielen. Es war bis auf den Anfang nie eng, Rotenburg zog davon und die Mittelhessinnen rannten die ganze Zeit dem stetig größer werdenden Rückstand hinterher. Die Hurricanes drückten ihren Gästen das Tempo auf und diese wussten nicht damit umzugehen. »Wir wollen schon schnell spielen, aber mit sieben Leuten reicht die Kraft nicht dafür«, sagte Co-Trainer Mika Scheidemann. Zu viele Bälle wurden leichtfertig hergegeben. 15 Turnover tauchen in der Statistik auf, nach Meinung der Offiziellen müssen es jedoch 25 bis 30 gewesen sein.

Nach zehn Minuten lagen die Knights mit 8:15 zurück. »Aus Verzweiflung haben wir uns in Einzelaktionen gestürzt«, beschrieb der Assistent das Chaos seiner Mannschaft. Nach einem, höchstens nach zwei Pässen ging es im Eins-gegen-Eins Richtung Korb. An ein Zusammenspiel war somit nicht zu denken. »Warum wir in Panik verfallen sind, kann sich keiner erklären«, steht man bei den Knights vor einem Rätsel. Sie wechselten mehrmals ihre Defense. In der Manndeckung wurden sie jedoch zu oft geschlagen. Die Hurricanes-Akteurinnen Kama Griffitts (23 Punkte) und Pia Mankertz (18) ließen sich davon ebenso wenig aufhalten wie von der 3-2-Zone, die nicht genug Druck auf die beiden ausübte. »Das war eines, wenn nicht sogar das schlechteste Saisonspiel«, sagte Mika Scheidemann nach dem Debakel, der noch die vernichtende Bewertung »grauenhaft« hinterherschob.

Rotenburg/Scheeßel: Pakulat (5), Poyraz (5), Griffitts (23/3 Dreier), Mankertz (18/3), Stach (5/1), Stoll (2), Beckmann (10/2), Cooley (14), Baden.

Krofdorf: Shaxon (2), Robinson (20/12 Rebounds), Quapil (9/1 Dreier), Lückenotte (3), Small (8), Deneke (2), Gries (7).

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