11. November 2019, 17:22 Uhr

Hungen/Lich kann Ausfälle nicht kompensieren

11. November 2019, 17:22 Uhr
Allen Grund zum Jubeln hat die HSG Großen-Buseck/Beuern um (v. l.) Andre Avemann, Alexander Rigelhof, Trainer Tobias Lange und Benjamin Stumpf beim 27:20-Erfolg über die SG Rechtenbach. (Foto: Friedrich)

Mit dem 32:29-Erfolg über die HSG Hungen/Lich hat die HSG Kleenheim-Langgöns II einen Verfolger abgeschüttelt und bleibt an der Tabellenspitze der Handball-Bezirksoberliga. Auf den zweiten Platz rückte die HSG Wettenberg II vor, die sich gegen Schlusslicht TV Wetzlar mit 28:22 durchsetzte. Dritter ist die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III, die bei der MSG Florstadt/Gettenau zu einem 41:23-Erfolg kam. Nach der Niederlage in Oberkleen ist die HSG Hungen/Lich auf den vierten Platz zurückgefallen. Nichts zu holen gab es für HSG Linden II, die bei der HSG Marburg/Cappel eine 17.33-Niederlage bezog.

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Hungen/Lich 32:29 (18:16): Vor der Pause stand das Spiel über weite Strecken auf des Messers Schneide, ehe sich die Gastgeber nach und nach absetzten, ohne die Mannschaft aus Hungen und Lich endgültig abschütteln zu können. Kleenheims Trainer Micha Wiener relativierte den Erfolg seiner Mannschaft mit dem Hinweis auf die Ausfälle bei den Gästen. Ähnlich äußerte sich Hungens Trainer Carsten Schäfer: »Wir hatten vier Ausfälle, und das konnten wir nicht kompensieren.« Zunächst verlief die Begegnung ausgeglichen (2:2/4.). Danach setzten sich die Gastgeber auf 6:3 (9.) ab. Nach einer Viertelstunde hatte Hungen/Lich wieder den Gleichstand (9:9) erreicht. Bis zur Pause setzte sich Kleenheim/Langgöns II leicht ab und ging mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die zweite Hälfte. Hier lief es zunächst sehr gut für die Hausherren; dank der guten Deckung mit dem aufmerksamen Lukas Thorn zwischen den Pfosten bauten die Gastgeber die Führung aus und lagen nach 43 Minuten mit 26:20 vorn. In der Folgezeit kamen die Hungener zwar noch einmal heran (29:27/54.), aber sofort zog die HSG wieder an und brachte sich ein wenig aus der Gefahrenzone. Knapp drei Minuten später stand es 31:27, 31:29 zwei Minuten vor dem Ende. »Die Jungs haben alles rausgehauen. Ich kann damit leben«, zieht Schäfer Bilanz. Etwas sachlicher bewertete Micha Wiener meinte: »Es war eine gute Mannschaftsleistung.« - Tore, Kleenheim/Langgöns II: Dilges (6/6), Keil (5), Philipp Schäfer, Tonhäuser, Drubig, Keßler (je 4), Weller (3), Eckhardt-Helmes, Brandenburger (je 1). - Hungen/Lich: Kümpel (7), Hahn (6), Macht (5), Metzger (3), Böhm, Diehl, Dönicke (je 2), Diehl, Koppermann (je 1).

Bewegliche Busecker

HSG Großen-Buseck/Beuern - SG Rechtenbach 27:20 (13:11): Zwar brachte Andre Avemann die Busecker in Führung, doch danach liefen sie nahezu ständig einem Rückstand hinterher. So lagen die Rechtenbacher nach einem Treffer von Julius Thrun (18.) mit 7:5 vorn. 8:10 lautete der Spielstand nach knapp 22 Minuten, ehe die Busecker mit den starken Benjamin Stumpf und Lukas Foos sowie Andre Avemann im Rückraum aufholten. Nach zwei Foos-Toren war der Ausgleich zum 10:10 (24.) erreicht. Bei Seitenwechsel führten die Hausherren mit zwei Treffern Differenz. Im zweiten Abschnitt lief es dann noch besser für die Hausherren. »Wir waren da viel mehr in Bewegung«, berichtete Busecks Trainer Mario Foos. Die Folge: Seine Mannschaft baute die Führung aus. 22:18 hieß es in der 54. Minute, 24:20 in der 58. Minute, ehe die Gastgeber noch drei Treffer nachlegten. Erfolgreichster Torschütze bei der SGR war einmal mehr Daniel Frosch, der acht Treffer erzielte und dabei alle vier seiner Mannschaft zugesprochenen Strafwürfe verwandelte. »Wir haben es einfach nicht geschafft, das Deckungszentrum konsequent zu schließen, und haben im Angriff zu viele Chancen liegen lassen«, stellte Rechtenbachs Trainer Christian Kunz fest; Kunz sieht die am Ende verdiente Niederlage als um vier bis fünf Tore zu hoch ausgefallen an. - Tore, Großen-Buseck/Beuern: Avemann (6/5), Foos (6), Fischer (5), Stumpf (4), Coletta (2), Harbach, Hirschmann, Funk, Metka (je 1). - Rechtenbach: Frosch (8/4), Schmidt (3), Diehl, Viehmann (je 2), Cislaghi, Bepperling, Kalucza, Thrun, Mäß (je 1).

MSG Florstadt/Gettenau - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 23:41 (12:19): Gäste-Coach Torben Wegner frohlockte: »Wir waren über die gesamten 60 Minuten stark; bei uns hat alles funktioniert.« Mit George Alexandru Cadar hat bei den Gastgebern erstmals ein junger Rumäne mitgewirkt, der zwar einen ordentlichen Einstand hatte, drei Treffer erzielte, aber die deutliche Niederlage nicht abwenden konnte. Auch bei den Gästen war ein Debütant mit dabei: Torhüter Leon Kraft, der zum ersten Mal im Bezirksoberliga-Team der HSG zwischen den Pfosten stand und sich die Bestnote verdiente. Ein toller Einstand. In dieser Partie lagen die Hausherren nur einmal in Führung, als Steffen Greife das 2:1 (4.) erzielte. Das korrigierten die spielstarken Dutenhofener schnell. Bis zur zehnten Minute warf die HSG einen 9:4-Vorsprung heraus. Damit war die Richtung vorgegeben. An diesem Tag sahen sich die Florstädter außerstande, dem Spiel noch eine Wende zu geben. Es klappte einfach zu wenig aufseiten der Hausherren. Und wenn man mal eine bessere Phase erwischte, dann vereitelte Leon Kraft ein ums andere Mal eine gute Chance. Zur Pause lagen die Dutenhofener mit sieben Treffern vorn und bauten diesen Vorsprung nach Wiederbeginn kontinuierlich aus. Mit 25:17 führten die Gäste nach 40 Minuten, nach 50 Minuten hieß es 36:20 für die HSG, deren Spieler auch nach der deutlichen Führung die Hände nicht in den Schoß legten. - Tore Florstadt/Gettenau: Wenisch, Greife (je 4), Cadar (3), Stewen, Stetz, zu Heiden, Schildger, Potschka, Peppler (je 2). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Dennis Agel (10), Müller (8/1), Luca Kaiser (6), Lukas Wallwaey, Becker (je 5), Wenzel, Unger (je 3), Sebastian Rompf (1).

Wettenberger Pflichtsieg

HSG Wettenberg II - TV Wetzlar 28:22 (18:13): In der ersten Viertelstunde waren die Gäste gleichwertig, und auch nach 19 Minuten schien noch alles offen. Spielstand zu diesem Zeitpunkt: 11:10 für Wettenberg. Danach aber ging die Post ab bei den Gastgebern. Fabian Weide und dreimal Johannes Schwarz erhöhten auf 15:10. Auch beim Seitenwechsel lagen die Hausherren mit fünf Toren vorn. Im zweiten Durchgang gelang es den Wetzlarern, den Rückstand nach und nach zu reduzieren. In der 48. Minute lag die HSG nur noch mit zwei Toren vorn, doch die Wettenberger zogen dann wieder davon. 25:20 lautete der Spielstand nach 53 Minuten. »Es war ein schwieriges Spiel. Wichtig sind die beiden Punkte«, zog Wettenbergs Dragan Nenad ein eher nüchternes Fazit. - Tore, Wettenberg II: Schwarz (6/1), Felix Kreutz (5), Schmitz (5/1), Weide, Michel Wingefeld, Quurck (je 3), Henkel, Büsse, Gerisch (je 1). - Wetzlar: Breining (10/1), Petschel (4), Adams (2/1), Käppler (2), Felix Breitfelder, Max Breitfelder, Michael Schetzkens, Johannes Schetzkens (je 1).

HSG Marburg/Cappel - HSG Linden II 33:17 (15:7): Eine klare Sache. »Die Marburger waren uns in allen Belangen überlegen«, musste der Lindener Trainer Conrad Melle hinterher einräumen. Seine Mannschaft konnte dem Treiben der Gastgeber nur phasenweise Einhalt gebieten. Das reichte allerdings nicht, um die deutliche Niederlage abzuwenden. Nach acht Minuten lagen die Marburger bereits mit 6:2 vorn, und im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs gelangen den Lindenern nur noch drei weitere Treffer. Bereits zum Seitenwechsel hatten die Gastgeber eine Acht-Tore-Führung herausgeworfen. Im zweiten Durchgang gelangen den Lindenern immerhin zehn Treffer, damit aber nur wenig mehr als 50 Prozent von dem, was die Hausherren in dieser Hinsicht zustande brachten. 20:9 (36.), 24.10 (41.), 28:13 (50.) und 30:15 (55.) sind Ergebnisstationen, die verdeutlichen, dass es für die Lindener »Zweite« nichts zu holen gab. - Tore, Marburg/Cappel: Lumm (6), Sangmeister (5/1), Brünger (5), Ackermann, Schuster (je 4), Flothow (3), Prinz, Achenbach, Pallesen (je 2). - Linden II: Adamczyk (6/4), Weisbrod (3), Hirzmann, Weimar, Rüdesheim (je 2), Rühl, Zammert (je 1).

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