08. November 2018, 21:14 Uhr

Hüttenbergs U 23 hilft nur ein Sieg

08. November 2018, 21:14 Uhr
Trainer Torsten Menges und der TV 05/07 Hüttenberg U 23 müssen gegen den TV Kirchzell punkten, um aus dem Tabellenkeller der Handball-Oberliga zu kommen. (Foto: Friedrich)

Um es vorweg zu sagen: Die Aufgaben für die heimischen Mannschaften am neunten Spieltag der Handball-Oberliga haben es in sich. Drei der vier heimischen Teams werden dabei in der Fremde antreten und zum Teil bei Gastgebern mit Gewicht. So zum Beispiel die HSG Wettenberg, die am Samstag beim starken Aufsteiger TuS Dotzheim, dem aktuellen Rangdritten, anzutreten hat, oder die HSG Kleenheim-Langgöns, die zur gleichen Zeit bei der TSG Münster auflaufen wird. Auch die HSG Pohlheim wird auswärts gefordert sein und den Spieltag am Sonntagabend mit der Partie bei Rot-Weiß Babenhausen beschließen. Heimrecht genießt dagegen der TV 05/07 Hüttenberg, dessen U 23-Mannschaft am Samstagabend auf den ehemaligen Drittligisten TV Kirchzell trifft.

TuS Dotzheim – HSG Wettenberg (Sa., 19 Uhr/Sporthalle Schelmengraben Wiesbaden): Ein schwerer Gang für die Wettenberger Oberliga-Handballer, die beim Tabellendritten auf dem Prüfstand stehen, aber in diesem Spiel die Chance haben, an einer vor ihnen stehenden Mannschaft vorbeizuziehen. Das dürfte ein zusätzlicher Ansporn für die Partie sein. Wettenbergs Trainer Axel Spandau hebt die »personell namhafte Besetzung der Dotzheimer mit den ehemaligen Bundesliga-Spielern Maximilian Schubert, Benedikt Seeger und Felix Kossler« hervor. Außerdem verfügen die Wiesbadener mit Kenneth Fuhrig, dem Sohn des ehemaligen Nationalspielers Mike Fuhrig, und Torhüter Nicolas Robinson über zwei große Talente. »Dreh und Angelpunkt der Mannschaft ist Benedikt Seeger. Torjäger Marc-Oliver Teuner und Maximilian Schubert sind die Trümpfe der Dotzheimer.« In personeller Hinsicht sieht es aber gut aus bei der HSG: »Wir werden komplett anreisen und richten uns auf einen harten Kampf ein«, erklärt Spandau, der aber auch weiß: »Dotzheim hat Schwächen, wie die Niederlagen gegen Kleenheim und im Derby gegen die HSG Wiesbaden verraten. Diese gilt es zu nutzen.«

TSG Münster – HSG Kleenheim-Langgöns (Sa., 19 Uhr/Eichendorffschule): Matthias Wendlandt warnt seine Mannschaft. »Münster hat in den letzten fünf Spielen sehr stark gespielt«, berichtet der HSG-Trainer. »Obwohl die Mannschaft in den letzten beiden Partien knapp verloren hat, waren es doch gute Ergebnisse in Pohlheim und daheim gegen Gensungen/Felsberg«, ergänzt der Coach, dessen Mannschaft die Gastgeber ergo nicht auf die leichte Schulter nehmen wird. »Die TSG Münster ist sehr kampfstark, vor allem zu Hause.« Zur personellen Situation stellt Wendlandt fest: « Nachdem Münster Bastian Schwarz an die SG Bruchköbel verloren hat, wurden Klaudio Hranjec aus Kroatien und Daniel Pocz-Nagy aus Ungarn geholt.« Als eine der Stärken der TSG Münster sieht der Kleenheimer Coach die Ausgeglichenheit der Mannschaft an. »Wir haben in den letzten Spielen phasenweise sehr stark und phasenweise schwach gespielt«, wirft Wendlandt einen Blick auf sein Team. »Ich hoffe, wir können das Spiel stabil halten«, wünscht er sich, weiß aber auch: »Es wird bestimmt sehr schwer.«

TV 05/07 Hüttenberg U 23 – TV Kirchzell (Sa., 20 Uhr/Sporthalle Hüttenberg): TVH-Trainer Torsten Menges weiß, was auf seine Mannschaft zukommt. Kirchzell bekleidet bei ausgeglichenem Punktekonto derzeit den neunten Tabellenplatz. Das entspricht aber nicht dem Anspruch, den die Unterfranken vor Saisonbeginn an sich gestellt haben. Also werden die Kirchzeller in Hüttenberg mächtig Gas geben. Der Hüttenberger Trainer kennt die Stärken der Kirchzeller, warnt vor dem Gegenstoßspiel des TVK sowie der ersten und vor allem zweiten Welle. Der Coach hofft, dass sich seine Mannschaft gegenüber dem letzten Auftritt bei der ESG Gensungen/Felsberg vor allem im Abwehrverbund unter Einbeziehung der Torhüter steigern wird. Das könnte ein Schlüssel zum Erfolg sein. »Wir müssen im Angriff die technischen Fehler vermeiden«, fordert er von seinen Spielern, um den Gegner nicht zu seinen Gegenstößen einzuladen. Die jungen Spieler in der Kirchzeller Mannschaft entstammen der Großwallstädter Junioren Akademie und sind entsprechend ausgebildet. Auf jeden Fall wieder eine richtige Aufgabe für die Hüttenberger.

RW Babenhausen – HSG Pohlheim (So., 18 Uhr/Joachim-Schumann-Schule): »Wir haben alle vier Heimspiele gewonnen«, stellt Pohlheims Trainer Jens Dapper fest. Sein verständlicher Wunsch: diese Konstanz auch in den Auswärtsspielen zu zeigen. Am Sonntagabend hat die Mannschaft bei der SG Rot-Weiß Babenhausen Gelegenheit, den Wunsch des Trainers zu einem Teil zu erfüllen. Für die Pohlheimer wären angesichts der kommenden schweren Aufgaben – zu Hause gegen die HSG Wettenberg, dann in Dotzheim und in Gensungen – ratsam, sich ein kleines Polster zuzulegen. Rot-Weiß Babenhausen hat in dieser Saison noch kein Heimspiel gewonnen und wird natürlich gegen Pohlheim alles in die Waagschale werfen, diesen Zustand zu beenden. In personeller Hinsicht hat sich bei der HSG nicht viel geändert, Thimo Wagner und Florian Niklas fehlen weiterhin, Kreisspieler Lukas Happel kann wieder eingesetzt werden. Die Gefahr, die Gastgeber zu unterschätzen, ist beim Pohlheimer Coach ausgesprochen gering. Für Jens Dapper ist es wichtig, die Babenhausener Rückraumspieler Simon Brandt und Robin Drews auszuschalten. Der Coach zieht sogar eine Manndeckung in Betracht.

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