02. Dezember 2018, 21:38 Uhr

TV Hüttenberg

Hüttenberger Aufwärtstrend

Heimbilanz ausgeglichen. Erstmals in dieser Saison der zweite Sieg nacheinander. Doch der TV Hüttenberg erlebt beim 26:21 (11:12)-Sieg gegen die HC Rhein Vikings eine Achterbahnfahrt.
02. Dezember 2018, 21:38 Uhr
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Von Markus Röhrsheim
Der TVH jubelt erstmals in dieser Saison in zwei Partien hintereinander: Gegen die HC Rhein Vikings freuen sich die Hüttenberger (v. l.) Ragnar Jóhannsson, Fabian Schomburg, Johannes Klein, Daniel Wernig, Moritz Zörb und Moritz Lambrecht. (Foto: ras)

Bis kurz nach dem Seitenwechsel fühlten sich viele Hüttenberger Fans an das letzte Heimspiel gegen den HC Elbflorenz erinnert, welches bekanntlich in einer bitteren Niederlage mündete. Wieder war mit dem seit nunmehr zwölf Spielen punktlosen Schlusslicht ein Gegner angereist, der seine Angriffe lange und oftmals sehr zäh vortrug. Und wieder machten es sich die Blau-Weiß-Roten zu Beginn selbst unnötig schwer. »Dass es 4:4 stand, daran waren wir selber schuld«, hatte Hüttenbergs Torhüter Fabian Schomburg erkannt.

Denn bis zu diesem Zwischenstand in der elften Minute hatte der TVH zwar immer vorgelegt, es aber versäumt, sich schon zu Beginn ein Polster zu verschaffen. Björn Zintel und Moritz Zörb bis dahin schon zwei Hundertprozentige gegen Gästekeeper Vladimir Bozic ausließen. Dieses Manko nutzten die Gäste, gesteuert vom ehemaligen Wetzlarer Mittelmann Philipp Pöter, um ab dem 6:4 durch einen Tempogegenstoß von Christian Hoße nun die Nase vorne zu haben.

Nach dem 8:8 verpassten es die Hüttenberger mit zunehmender Zeit, sich einen durchaus möglichen klaren Pausenvorsprung zu erspielen, in dem sie ab der 23. Minute sechs (!) klarste Torchancen, zum Teil kläglich, vergaben. Den Beginn machten zwei verworfene Siebenmeter von Tobias Hahn und Markus Stegefelt, der den Ball gar über den Kasten setzte. Gefolgt von drei weiteren Fahrkarten von Hahn. Und auch Ragnar Jóhannsson kam in Überzahl auf halbrechts frei zum Durchbruch, schoss aber auch nur den Torwart ab. So musste man mit einem 11:12-Rückstand in die Kabinen, nachdem wenigstens Daniel Wernig noch einen Strafwurf einnetzte. »Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Chancen verschossen. Vielleicht haben die Hände ein bisschen gezittert nach den verlorenen Heimspielen«, mutmaßte TVH-Mittelmann Tomáš Sklenák.

Auch nach Wiederbeginn konterten die Gäste zunächst jeden Ausgleich. Doch der Hüttenberger Rückraum nahm nun Schwung auf und Markus Stegefelt, der in dieser Phase nach Belieben traf, holte mit dem 16:15 die Führung zurück. Da nun auch Fabian Schomburg, der in der 22. Minute ins Tor gekommen war, etliche Bälle parierte, erhöhte erneut der schwedische Halblinke auf 18:15 (41.). Nun war der TVH im Flow. »In der zweiten Halbzeit lief es vorne wie hinten. Wir haben mal wieder zwei Gesichter gezeigt. Als wir im Rückraum mehr Bewegung hatten, haben wir uns abgesetzt«, hatte auch Schomburg erkannt. Denn Christian Rompf erhöhte mit einem Doppelschlag nur fünf Minuten später auf 22:16. Alles, was Gäste-Coach Jörg Bohrmann versuchte, sei es der siebte Feldspieler, wie auch immer mal wieder offensive Deckungsvarianten bis hin zur Manndeckung gegen Tomáš Sklenák, verpuffte erfolglos. So erhöhten Johannes Klein mit seiner ersten Angriffsaktion und Daniel Wernig per Tempogegenstoß auf 26:19, so dass Emir Kurtagic in den letzten Minuten auch seinen Nachwuchsspielern ein paar Zweitliga-Minuten geben konnte.

Kurtagic bilanzierte zufrieden: »Wir wachsen als Mannschaft und entwickeln uns. Oft haben uns die vergebenen Chancen schon das Genick gebrochen. Nun wollen wir unseren Aufwärtstrend fortsetzen.« Und ein rundum glücklicher Daniel Wernig genoss den Moment. »Es ist schön für mich nach so vielen Wochen wieder hier in der Hüttenberger Sporthalle zu spielen.«

TV Hüttenberg: Schomburg, N. Weber; Belter, Uth, Sklenák (4), Lambrecht (3), Wernig (4/3), Rompf (3), Zörb, Jóhannsson (3), Stegefelt (5), Mubenzem, Hahn (2/1), Zintel (1), Klein (1).

HC Rhein Vikings: Moldrup, Bozic; Gipperich (1), Hoße (6/2), Artmann (4), Pöter (1), Kozlina, Skorupa, Weis (3), Johnen (1), Handschke, Bahn, Predragovic, Oelze (5), Goergen, Middell.

Im Stenogramm: SR: Friedel/Herrmann (Aue) – Siebenmeter: 7/4 – 2/2 – Zeitstrafen: 4 – 10 Strafminuten – Disqualifikation: Bahn (HC-48.-3x2) – Zuschauer: 1184.



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