19. März 2019, 17:41 Uhr

Hüttenberg strebt Wiedergutmachung an

19. März 2019, 17:41 Uhr
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Von Markus Röhrsheim

Bereits heute Abend hat Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg die Chance auf Wiedergutmachung für den desaströsen Heimauftritt am letzten Wochenende gegen VfL Eintracht Hagen. Um 19.30 Uhr treten die Blau-Weiß-Roten zum Derby in der Untermainhalle beim Altmeister TV Großwallstadt an und sollten dort punkten.

Das letzte Wochenende – Erschreckend schwach war die Leistung des TVH gegen Hagen. »Natürlich haben uns vier Spieler gefehlt. Trotzdem müssen wir anders spielen. Vorne haben wir in Überzahl die Partie verloren«, klagte ein ratloser Tobias Hahn. Und zudem war bei einer Woche ohne Training aufgrund muskulärer Probleme bei Dieudonné Mubenzem und wegen Krankheit bei Johannes Klein keine optimale Vorbereitung möglich. Trotz allem lief aber im Rückraum viel zu wenig zusammen. »Skleni hat noch viel versucht. Da kann aber natürlich nicht alles klappen«, nahm Daniel Wernig zumindest den tschechischen Routinier Tomáš Sklenák ein wenig in Schutz. Speziell der schwedische Shooter Markus Stegefelt konnte am Samstag in keiner Phase sein Potenzial und seine Torgefahr zeigen. »Wir machen in der 6:4-Überzahl blöde Fehler und schon verlieren wir den Kopf, obwohl noch gar nichts passiert war. Diese Verunsicherung ist mir immer noch unerklärlich«, blickt TVH-Trainer Emir Kurtagic noch einmal zurück.

Der TV Großwallstadt holte sich zwei Punkte beim abgeschlagenen Tabellenletzten HC Rhein Vikings. Das 28:24 war zwar nicht souverän, ließ aber den Rückstand zum TVH schmelzen. Da zudem der HSV Hamburg etwas überraschend in Lübbecke und Wilhelmshaven sogar sensationell gegen Coburg siegten sowie Dormagen, Hagen und Elbflorenz gewannen, ist der Vorsprung des TVH auf die fünf Abstiegsplätze bei noch zwölf ausstehenden Spielen erneut auf nur fünf Punkte geschrumpft.

Der Gegner – Der sechsmalige deutsche Meister und viermalige Pokalsieger TV Groß-wallstadt ist nach seiner Insolvenz vor vier Jahren im Sommer als souveräner Erster der Oststaffel wieder in die 2. Handball-Bundesliga aufgestiegen. Routinier Michael Spatz ist mit aktuell 190/104 Toren immer noch einer der Topscorer der Liga. Aber auch Rückraumschütze Mario Stark und der mit einer beachtlichen Trefferquote von knapp 85 Prozent auftrumpfende Kreisläufer Dino Corak muss die Hüttenberger Deckung kontrollieren. Zuletzt zwei Siege in Folge lassen zudem die Gastgeber sicherlich mit breiter Brust antreten.

Lichtet sich das Hüttenberger Lazarett? – Der aktuell dezimierte Hüttenberger Kader muss also nur wenige Tage nach dem letzten Spiel alle Kräfte mobilisieren, zumal der TVG einen Tag mehr zur Regeneration hatte. Doch es besteht Hoffnung auf Besserung. Ragnar Jóhannsson hat nach seinem Muskelfaserriss in der Wade wieder trainiert. »Wir müssen sehen, wie er auf die Belastung reagiert«, ist Trainer Emir Kurtagic noch unsicher. Genauso wie bei Björn Zintel. »Er war im MRT. Wahrscheinlich ist nichts kaputt, aber der Knöchel ist noch geschwollen. Er möchte schon gern spielen«, hat der 38-jährige seinen Spielmacher noch nicht ganz für die Partie abgeschrieben.

Das sagen die Trainer – »Wir müssen mehr Torgefahr ausstrahlen und gerade in solchen Begegnungen, in denen der Rückraum nicht im Spiel ist, unsere Chancen besser nutzen«, weiß Emir Kurtagic, dass ihn heute Abend, aufgrund der Vorzeichen, ein ähnliches Spiel wie zuletzt erwartet. Er ergänzt. »Wir hatten diese Situation ja schon öfter, dass wir mal gut, mal schlecht spielen. Die fehlende Kontinuität ist tatsächlich das Problem.«

»Die Abwehr muss beißen und der Angriff muss Vollgas geben, um dem Gegner ein geordnetes Rückzugsverhalten schwer zu machen«, gibt TVG-Trainer Florian Bauer auf der Vereins-Homepage die Marschroute aus. Um das zuletzt gesteckte Etappenziel – drei Siege aus den drei aufeinanderfolgenden Spielen gegen Dormagen, Rhein Vikings und Hüttenberg – zu erreichen. Das allerdings will der TV 05/07 Hüttenberg mit aller Macht verhindern.



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