Lokalsport

Hüttenberg kann auswärts nicht punkten

In der 2. Handball-Bundesliga gibt es für den Traditionsverein ein 24:28 (8:14) beim HSV Hamburg - und eine personelle Hiobsbotschaft.
29. September 2019, 21:56 Uhr
Markus Röhrsheim
imago42507668h_300919
HSV-Cheftrainer Torsten Jansen durfte beim 28:24 mit dem Heimauftritt gegen den TV 05/07 Hüttenberg zurfrieden sein. (Foto: Imago/Beautiful Sports)

Der TV 07/07 Hüttenberg bleibt in der aktuellen Zweitliga-Saison auswärts weiter punktlos. Am sechsten Spieltag musste man sich gestern auch beim Handball Sport Verein Hamburg mit 24:28 (8:14) geschlagen geben und konnte bisher noch nicht an die erfolgreichen Auftritte in der Fremde aus dem Vorjahr anknüpfen.

Die Mittelhessen, aufgrund der langen Anfahrt bereits am Samstag angereist, konnten zwar direkt im ersten Angriff durch Linkshänder Dieudonné Mubenzem den ersten Tagestreffer setzen. Doch schnell schlug das Pendel zugunsten der Hausherren um. Bereits in der zwölften Minute konnte Rechtsaußen Thies Bergemann per Tempogegenstoß zum HSV-6:2 einwerfen und nötigte TVH-Trainer Frederick Griesbach zur Auszeit.

Aber weiter taten sich die Blau-Weiß-Roten gegen die sehr bewegliche 6:0-Deckung der Hansestädter schwer, die immer wieder im richtigen Moment offensiver wurde und somit die TVH-Angreifer nicht zum Zuge kommen ließ. So dauerte es bis zur 19. Minute, als Tomáš Sklenák erst das vierte Hüttenberger Tor zum 4:8 erzielen konnte. Zumal die Gäste mit ihren Torchancen zu schlampig umgingen und unter anderem Christian Rompf von Linksaußen zweimal scheiterte und Markus Stegefelt einen Strafwurf an den Pfosten setzte. So hatte es der HSV leicht, durch den Ex-Stuttgarter Linksaußen Tobias Schimmelbauer per Doppelschlag auf 11:6 (25.) zu erhöhen. Die Hanseaten konnten sogar eine 14:8-Führung mit in die Kabinen nehmen.

Auch, da Moritz Lambrecht vom Kreis den Ball an die Latte setzte und Merlin Fuß von Rechtsaußen sowie Björn Zintel vom Siebenmeterstrich die eigene Überzahl nicht nutzten und am isländischen Torwarthünen Aron Edvardsson scheiterten. »Unsere Wurfquote war alles andere als toll. Dadurch entstanden immer wieder Tempogegenstoß-Tore für Hamburg«, musste Frederick Griesbach nach Spielende zugeben.

Auch nach Wiederbeginn kamen die Hüttenberger Gäste nicht in Tritt. Bereits in der 39. Minute musste Griesbach nach dem Hamburger 20:12 erneut den grünen Karton legen und beorderte mit Hendrik Schreiber bereits seinen dritten Mittelmann auf die Platte. Zudem kam Johannes Klein auf die Deckungshalbposition, so dass der TVH zwei Abwehr-Angriff-Wechsel vornehmen musste.

Dennoch kam man nun schneller ins Umschaltspiel und durch das gefühlvolle Händchen von Robin Hübscher näher heran. Der Linksaußen traf zum 16:22 und kurze Zeit später fast von der gegenüberliegenden Seite ebenfalls per Dreher zum 19:24 in der 51. Minute. Zudem konnte Nikolai Weber mit einer spektakulären Doppelparade endlich einmal seiner Mannschaft helfen. Doch sowohl Hendrik Schreiber mit einem unvorbereiteten Abschluss in der zweiten Welle als auch Moritz Zörb, dem im Umschaltspiel ein Fehlpass unterlief, konnten die Chance nicht nutzen, vielleicht doch noch einmal zurück ins Spiel zu kommen. So ermöglichte die abschließende offene Manndeckung nur noch durch zwei Tore von Merlin Fuß von Rechtsaußen sowie Markus Stegefelt per Siebenmeter zur Ergebniskorrektur zum 24:28-Endstand.

»Wir verlieren die Duelle bei der Wurfquote und bei den Torhütern. Das hat das Spiel entschieden«, fasste TVH-Coach Griesbach das Spiel prägnant zusammen, der nun zudem um Tobias Hahn bangt. Der Rechtsaußen wird sich heute in Hamburg einem MRT unterziehen müssen. »Tobi hat sich am Schambein verletzt«, hatte Frederick Griesbach weitere schlechte Nachrichten an diesem Sonntag zu verkünden. »Aber Dank an den HSV, dessen Mannschaftsarzt den Termin noch direkt nach dem Spiel möglich gemacht hat.«

Schema

HSV Hamburg: van den Beucken, Edvardsson; Schimmelbauer (3), Fick, Lackovic, Tissier (3), Weller (7/3), Ossenkopp (5), Axmann, Gertges (1), Fuchs, Bauer, Forstbauer, Bergemann (5), Schöngarth (4), Vogt.

TV 05/07 Hüttenberg: Plaue, Weber; Fuß (3), Sklenák (2), Lambrecht (1), Rompf (1), Zörb (1), Fernandes, Stegefelt (7/3), Mubenzem (3), Hübscher (3), Hahn, Zintel (1), Klein, Schreiber (2).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Klinke/Klinke (Bordsholm). - Siebenmeter: 5/3:5/3. - Zeitstrafen: 6:2 Strafminuten. - Zuschauer: 2745.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/Lokalsport-Huettenberg-kann-auswaerts-nicht-punkten;art1434,631737

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung